Was sind Binäre Optionen?

Mittlerweile stößt man auch außerhalb von Trading-Communitys immer öfter auf den Begriff Binäre Optionen.

Fragezeichen

Für manche stellen Binäre Optionen noch ein Fragezeichen dar.

Binäre Optionen gehören als sogenannte exotische Optionen zu den derivaten Handelsinstrumenten und sind durch ihren im Namen enthaltenen Charakter gekennzeichnet.

Binär bedeutet, dass es nur zwei Möglichkeiten gibt, nämlich einen definierten Gewinn oder einen vorab bekannten Verlust.

Damit unterscheiden sich Binäre Optionen stark von nahezu allen anderen Wertpapieren, deren Preis stufenlosen Änderungen unterliegt.

Wie und Wann sind Binäre Optionen entstanden?

Binäre Optionen als solche sind wohl schon etwas älter, nach etwas unklaren Berichten nutzten sie institutionelle Anleger schon in den 1990er Jahren. Allerdings gab die amerikanische Securities and Exchange Commission die Binären Optionen erst 2008 für Privatanleger frei.

Der Markt hatte sich in eine Richtung entwickelt, die diesen Schritt zuließ, wenn nicht sogar zwingend machte: Einerseits waren spätestens in den frühen 2000er Jahren so viele Online-Broker entstanden, dass es unsinnig erscheinen musste, Privatanlegern irgendein Finanzinstrument vorzuenthalten, das online und dabei preisgünstig sowie mit geringstem Risiko zu handhaben ist.

Das gab es im Bereich der klassischen Derivate längst, Knock-outs oder klassische Optionsscheine konnten schon ab etwa 2003 online und auch in geringster Stückzahl – etwa zu Preisen von 10 Euro für eine Position – gebucht werden. Mit der Entwicklung des mobilen Internets schien endgültig der Zeitpunkt für Binäre Optionen gekommen zu sein, bei denen ein Tipp auf dem Smartphone zum Buchen genügt.

Daher war die Zulassung (innerhalb der EU beispielsweise oftmals durch die CySec) von Binären Optionen für den Privatmarkt ein zwangsläufiger Schritt. Erfunden haben diese Optionen amerikanische Finanzingenieure, die an großen Brokerhäusern beschäftigt sind.

Die Einsatzgebiete von Binären Optionen

Vielfach werden Binäre Optionen als reines Glücksspiel geschmäht, das ist aber nicht richtig.

Zunächst einmal zur Erklärung der Funktionsweise:

Der Trader wählt einen Basiswert (Underlying) aus, der aus den Assetklassen Indizes, Aktien, Rohstoffe oder der Forex stammen kann, auch auf Anleihen bieten einige Broker inzwischen Binäre Optionen an. Dann spekuliert der Trader auf einen möglichen Kursverlauf: Der Wert könnte steigen oder fallen, hierfür wählt der Trader eine binäre Call- oder Put-Option.

Er kann einen bestimmten Grenzwert berühren, hierfür wählt der Trader eine Touch-Option. Er kann auch in einer Range verharren, dafür gibt es binäre Range- oder Boundary-Optionen. Wenn das Spekulationsziel erreicht wird, schüttet der Broker einen vorab definierten Gewinn aus, ansonsten verfällt die Option wertlos. Manche Broker erstatten einen geringen Anteil zurück (10 bis 15 Prozent), bekannt als sogenannte Verlustabsicherung.

Die Gewinne für Call- und Put-Optionen bewegen sich in definierten Grenzen zwischen (brokerabhängig) rund 70 bis 90 Prozent, auf Ranges und Touch-Optionen werden High Yields zwischen (wiederum brokerabhängig) rund 150 bis hin zu 700 Prozent ausgeschüttet.

Doch was ist nun der Einsatzzweck dieser Optionen? Nun, es handelt sich um ein Spekulationsgeschäft, das Selbstzweck ist wie 70 Prozent aller Börsengeschäfte weltweit, aber auch dem Hedging (mehr zum Hedging bei Binären Optionen hier) dienen kann.

Stärken und Schwächen von Binären Optionen

Binäre Optionen sind ein Kind des 21. Jahrhunderts und des mobilen Internets, selbst wenn viele Binäre Optionen Broker die Smartphone-Anwendungen erst später implementiert haben. Sie sind auch ein Kind der unklaren, kaum noch zu prognostizierenden Börsenentwicklungen spätestens seit der Finanzkrise 2007/2008.

Damit hätten wir Vater und Mutter der Binären Optionen bestimmt, ein Onkel ist vielleicht der Handel mit Expert Advisors, der klassische Spekulationen wie bis zum Ende des 20. Jahrhunderts obsolet gemacht hat. Expert Advisors – Tradingroboter – handeln 10.000 Mal pro Sekunde, 70 bis 80 Prozent des weltweiten Derivatehandels werden über sie abgewickelt.

nullen-und-einsen

Bei Binären Optionen gibt es nur zwei Möglichkeiten – entweder das vorhergesagte Ereignis tritt ein, oder es tritt nicht ein. Diese einfache Prinzip ist für viele Trader attraktiv.

Sie handeln auf engstem Raum. Wer schon länger als 10 Jahre Börsenkurse beobachtet, kann bestätigen, dass längere Ranges mit Minibewegungen zugenommen haben – kein Wunder, das ist das Feld der Expert Advisors. Wenn aber Kursmuster aus klassischen Lehrbüchern kaum noch funktionieren, dann ist es logisch, mit einer Binären Option auf ein bestimmtes Ereignis zum Ende des Ablaufs zu spekulieren und sich der Mühen des zwischenzeitlichen Stopplossmanagements zu entledigen. Das ist die große Stärke der Binären Optionen, die zudem bequem selbst vom Smartphone aus zu handeln sind.

Ihre größte Schwäche besteht darin, dass sie Glücksritter anziehen. Tatsächlich kommen sogar einige Binäre Optionen Broker aus dem Gaming-Bereich (allerdings nur ein verschwindend kleiner Teil), denn einfach mal eine Option zu buchen und zu warten, was dann passiert, ähnelt doch sehr dem Wurf der Roulettekugel. Binäre Optionen Trader sollten sich vor dieser Versuchung hüten und die Kurse analysieren.

Fazit zu Binären Optionen

Das neue und interessante Handelsinstrument, das inzwischen vielerlei Facetten aufweist und längst nicht mehr rein binär abläuft, passt in unsere Zeit und dürfte sich gerade im Privatanlegerbereich durchsetzen.

Lupe

Bei der Auswahl des Brokers sollte man sorgfältig vorgehen.

Interessenten an Binären Optionen sollten sich einen seriösen Broker (eine sichere Bank sind bekannte und etablierte Broker wie BD Swiss, 24option oder Stockpair) suchen, dessen Interface ihren Vorstellungen entspricht.

Altgediente Trader werden manchmal von den versprochenen Boni abgeschreckt, die schon wieder etwas an das Anfixen im Kasino erinnern, jedoch hat das eher etwas mit der jungen, technikaffinen Zielgruppe zu tun, an die sich Binäre Optionen richten.

Das sind junge Leute, denen die Eltern ein Handy in die Wiege gelegt haben. Diese Twens kennen halt von überall her Boni, Rabatte und kleine Lockvogelangebote, die sie lächelnd mitnehmen.

Das spricht nicht prinzipiell gegen Binäre Optionen.

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