Vortex Indikator

Beim Einsatz des Vortex Indikators  bei Binären Optionen muss einiges beachtet werden. Wir erklären die Details.

Der Vortex Indikator („Wirbel“-Indikator) zeigt als noch junger Indikator nach seinen Erfindern Douglas Siepman und Etienne Botes den Beginn neuer Trends ebenso wie die Fortsetzung eines Trends an.

Er zieht Parallelen zwischen physikalischen Verwirbelungen und denen an Finanzmärkten, ein Konzept, das auch erfahrene und sehr praktische Trader wie Joe Ross schon aufgegriffen haben.

Demnach gibt es allgemeingültige Naturgesetze, die sich überall nachweisen und mathematisch darstellen lassen – die Fibonacci-Zahlenreihe wäre ebenfalls so ein Beispiel. Der Vortex Indikator beschreibt eines dieser Naturgesetze.

Die beiden Autoren Botes und Siepman veröffentlichten im Jahr 2010 erstmals ihren Vortex Indikator (Januar-Ausgabe der Fachzeitschrift „Technische-Analyse von Aktien-und Rohstoffen“).

Inspirieren ließen sie sich durch die Arbeiten des österreichischen Physikers Viktor Schauberger zu Wirbelströmen in Flüssen und Wasserkraft-Turbinen. Die Finanzanalysten entwickelten die Idee, dass hinter beiden Phänomenen ähnliche Gesetze stecken, wobei sie das Konzept von Welles Wilder zu Trendrichtungen implementierten.

Grundsätzliche Aussagen des Vortex Indikators 

Wenn Kurse in einem Markt einen „Wirbel“ verursachen, indem eine Bündelung von Kursbalken (die der Vortex Indikator verwendet) zu neuen Hochs oder Tiefs führt, dann kann aus den immanenten Bewegungen ein Kauf- oder Verkaufssignal mithilfe des Vortex Indikators errechnet werden.

Diese Wirbel kennt jeder Trader, die Ahnung, dass aus den „Wirbeln“ der einzelnen Balken eine Indikation für einen Ausbruch hervorgeht, hat wohl auch jeder Trader schon einmal gehabt.

Diese Indikation kann nun berechnet werden. Für die Berechnung analysiert der Vortex Indikator zuerst positive und negative Trendbewegungen, deren Verlauf und Momentum aus den Hochs und Tiefs der letzten zwei Perioden abgeleitet werden.

Sollten sich die Kurse „aufschaukeln“, also die Differenzen zwischen Hochs und Tiefs immer größer werden, errechnet der Vortex Indikator Kauf- oder Verkaufssignale. Die grundsätzliche Hypothese dahinter lautet, dass ein ansteigendes Momentum in einer Range mit der Bildung neuer Minihochs und -tiefs einen Ausbruch ankündigen muss. Entscheidend ist allerdings die Periodeneinstellung der Trader.

Die Erfinder des Vortex Indikators empfahlen 14 Perioden, die auch relativ kurz sein können (Stundenbasis und noch kürzer). Um die Bewegungen richtig zu interpretieren, impliziert der Vortex Indikator außerdem die True Range von Welles Wilder.

Was sind  die Einsatzgebiete des Vortex?

Der Vortex Indikator eignet sich, um die Entstehung eines Trends innerhalb einer zunächst chaotisch wirkenden Range zu identifizieren. Wenn der Vortex Indikator ein Trendsignal identifiziert hat, bestätigt er es anschließend.

Da sich der Trend in einer Range bildet, haben die Trader genügend Zeit, diese Bestätigung abzuwarten und erst dann zu handeln. Darüber hinaus liefert der Vortex Indikator als Oszillator auch Frequenzweichen, wenn sich positive und negative Signale (VI+ und VI-) kreuzen.

Vortex Beispiel

Im Beispiel wird ersichtlich, wie sich positive Signale (VI+) und negative Signale (VI-) treffen.Stockcharts

Diese Frequenzweichen können bullisch oder bärisch ausfallen, sie signalisieren einen Trendwechsel, wie er gerade in einer Range bevorzugt stattfindet. Die Signale dienen auch dazu, einen gerade laufenden Trend, der zeitweilig in eine Konsolidierung übergegangen ist, hinsichtlich seiner Abschwächung oder möglichen Fortsetzung zu analysieren.

Dieses Signal ist sehr bedeutsam, denn jeder Trader fragt sich bei Konsolidierungen innerhalb eines Trends: War es das, bricht der Kurs künftig nach oben oder unten aus, setzt sich also der Trend fort oder bricht er? Antworten hierauf kann der Vortex Indikator liefern.

 Fazit zum Vortex Indikator bei Binären Optionen

Die Stärken bestehen eindeutig darin, den vielfach beobachteten Phänomenen in Ranges – ihrer Verengung oder Verbreiterung – eine Formel zu geben. Wie weiter vorn schon erwähnt vermuteten praktizierende Trader schon immer, dass es hierfür Gesetze geben müsse. Diese Gesetze aus physikalischen Wirbeln herzuleiten beinhaltet einen Schuss Genialität, der den beiden Erfindern Siepman und Botes zugeschrieben werden darf.

Möglicherweise könnte hier aber auch eine Schwäche des Vortex Indikators liegen: Physikalische Gesetze auf die Finanzmärkte zu übertragen wurde oft versucht, ein endgültiger Beweis steht aus. Sonst könnten alle Trader einfach nach den Fibonacci-Zahlen traden, was praktisch nicht so einfach funktioniert. Eine zweite Schwäche besteht wie immer in der begrenzten Anwendbarkeit, denn ein Vortex Indikator liefert wirklich nur in „Wirbeln“ seine Signale, in anderen Chartmustern definitiv nicht.

Angesichts der vielen Ranges mit ihren Verwirbelungen ist der Vortex Indikator ein weiteres wertvolles Hilfsmittel für Trader im Bereich Binäre Optionen, welches diese mit Augenmaß einsetzen sollten.

→ Wenn sie den Indikator gemäß seiner Intention anwenden, kann er gute Dienste leisten.

Als ergänzende Indikatoren eignen sich u.a. On Balance Volume, ADX und MACD.

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