Untertasse

Ist die Chartformation für Binäre Optionen interessant?

Das Bild einer Untertasse ergibt sich im Chart, wenn der Kurs am Ende eines vorherigen Abwärtstrends einen sanften Schwung bildet, der halbkreisförmig wieder nach oben auf das Niveau des linken Rands der Untertasse führt.

Die Chartformation Untertasse erklärt

Die Untertasse ist eine bullishe Chartformation.

Wichtig ist hierbei: Der nach oben offene, flache Halbkreis in Form einer Untertasse hat zwei Ränder, nämlich eine eingehende und ausgehende ultraschmale Konsolidierung. Diese Tellerränder der Untertasse sind für das charttechnische Geschehen bedeutsam: Sie belegen, dass die Handelsteilnehmer vor und nach der Bildung der Untertasse nicht recht sicher waren, wie es weitergehen soll.

Daher hat sich die Untertasse im Abwärtstrend überhaupt erst gebildet. Es gibt ihr Pendant – die „umgekehrte Untertasse“ – dementsprechend im Aufwärtstrend. Beide Bilder können einen Trendwechsel einläuten, allerdings gelten die abgeleiteten Signale und Interpretationen als nicht sicher, was entsprechend auch für den Handel mit Binären Optionen gilt.

Entstehung einer Untertasse

Untertassen entstehen im Swing und sind daher typisch für Währungspaare. Diese müssen swingen, weil eine Währung gegen die andere praktisch nie endlos tendiert. Natürlich ist die Untertasse auch in Aktien- und Rohstoffmärkten sowie den entsprechenden Indizes zu beobachten, jedoch gelten hier Doppel- und Dreifachböden als eher charakteristisch.

Wenn hier nämlich ein Trendwechsel stattfindet, ist das ein starkes und eher abruptes Ereignis, eigentlich sollen ja die Aktien und Rohstoffe in eine Richtung – möglichst aufwärts – tendieren.

Im Devisenhandel wiederum sind Trendwechsel vollkommen natürlich, Devisenhändler können von ihren Währungspaaren gar nichts anderes erwarten. Daher verlangsamen sich Devisentrends, bis die Untertasse oder ihr Pendant in der Umkehrung entsteht.

Diese Verlangsamung wird von sinkenden Umsätzen begleitet und führt zum Punkt der Untertasse, an dem die Abbremsung des vorherigen Abwärtstrends recht allmählich in seine Umkehr übergeht.

→ Wenn der Kurs schließlich am rechten Rand dieser Untertasse eine Konsolidierung (den Tassenrand) bildet, werden steigende Umsätze die Trendwende einläuten – oder auch nicht.

Wie erkennt man eine Untertasse?

Die Untertasse ist im Abwärtstrend und bevorzugt im großen Chartbild des Swings – den es auch bei Aktien, ihren Indizes und Rohstoffen geben kann – zu identifizieren.

Im Aufwärtstrend eines an sich gut tendierenden Marktes lässt sich manchmal so ein Bild auf kurze Zeiträume betrachtet feststellen, es besagt aber nichts, schon gar keine Trendwende. Eine ideale Untertasse bildet sich nach einem langsamer gewordenen Abwärtstrend, der an einer Verflachung des Trendwinkels zu erkennen ist. Dann bildet sich eine kleine Konsolidierung, die man später als linken Rand der entstandenen Untertasse identifizieren wird.

Es folgt der halbkreisförmige Bogen nach unten und wieder hinauf, anschließend konsolidiert der Kurs zum rechten Rand der Untertasse. Nun ist das Bild perfekt, ein Aufwärtstrend kann folgen.

Da dieses Signal an sich nicht sehr stark ist, sollten Trader eine Untertasse nur beachten, wenn sie sich idealtypisch gebildet hat. Dann können sie Kaufstopps nach oben setzen, der Ausbruch nach unten ist sehr selten. Er sollte höchstens für den Fall erwartet werden, dass nach oben ein Kauf erfolgt ist. In diesem Fall gehören unter die Untertasse Verlustbegrenzungsstopps.

Handelsempfehlungen für eine Untertasse

Ein Aufwärtstrend könnte nun bevorstehen, daher bietet sich der Kaufstopp für Call-Positionen über dem rechten Untertassenrand an. So ein Kaufstopp ist auch nach weiteren Prämissen des charttechnischen Lehrbuchs indiziert, denn nach solchen engen Konsolidierungen, wie sie der rechte Rand eine Untertasse darstellt, erfolgen sehr gern Ausbrüche – allerdings nach unten genauso gut wie nach oben. Die Untertasse liefert nun das Signal, dass der Ausbruch wahrscheinlicher nach oben erfolgt.

Da dieses Signal allerdings wie erwähnt insgesamt als eher unsicher gilt, setzen kluge Trader nur einen Kaufstopp für eine ganz kleine Position und pyramidisieren diese später. Alternativ ist sehr oft zu beobachten, wie der Kurs nach dem rechten Rand in eine Range mit ausgefransten Rändern übergeht, wie erwähnt ist auch ein Ausbruch nach unten möglich. Dieser sollte nicht gehandelt werden, die Signallage gilt aus dem großen Bild der Untertasse heraus – Umkehrformation im Abwärtstrend – als absolut unklar.

 Fazit zur Untertasse bei Binären Optionen

Im richtigen Markt und innerhalb eines stimmigen Gesamtbildes, also des sich verflachenden Abwärtstrends, können Trader die Untertasse durchaus auch bei Binären Optionen ernst nehmen.

→ Wenn die Bedingungen allerdings nicht absolut korrekt erfüllt werden, wäre eher dazu zu raten, sie zu ignorieren oder die Kaufstopps nur mit kleinen Positionen zu setzen.

Darüber hinaus dient die Untertasse dem Heranziehen von Verlustbegrenzungs-/Gewinnstopps der vorher eingegangenen Put-Positionen.

Die Diamant sowie Keil Chartformation sind ebenfalls einen Blick wert.

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