Umgekehrte Untertasse

Die umgekehrte Untertasse für Binäre Optionen erklärt.

Bei dieser Chartformation handel es sich um die Umkehrung der Chartformation Untertasse, die wie ein leicht gewölbter, auf dem Kopf stehender Teller mit Rändern aussieht.

Wie ihre Umkehrung der normalen Untertasse deutet auch die umgekehrte Untertasse den allmählichen Trendwechsel an.

Umgekehrte Untertasse Chartformation

Auch mit wenig Fantasie lässt sich die umgekehrte Untertasse erkennen.

Beide Formationen – die Untertasse und ihre Umkehrung – sind nur bei großer Ebenmäßigkeit zu identifizieren. Das bedeutet unter anderem, dass die Ränder der umgekehrten Untertasse recht genau auf einer Ebene liegen und die Wölbung sehr gleichmäßig als flacher Halbkreis zu erkennen ist.

Dieses Bild ist in Wahrheit nur selten zu sehen, wird aber allzu gern in die Kurse hineininterpretiert. Das führt zwangsläufig zu Fehlschlüssen. Auch ist die Assetklasse recht entscheidend. Die umgekehrte Untertasse ist gut in Aktienkursen auf etwas längere Sicht (mindestens der Wochenchart sollte die Grundlage sein) zu beobachten, ebenso übrigens zeitweise in den Edelmetallen Gold und Silber.

In Indizes und Forexwerten wird man sie fast vollständig vermissen, in Industrie- und Agrarrohstoffen meistens. Eine Gefahr besteht für Indextrader, die sich vielfach stark auf den Dax konzentrieren. Im Dax ist eine umgekehrte Untertasse vielleicht einmal jährlich zu sehen.

Zwar verleiten manche Kursmuster im Drei-Monate-Chart zu dieser Interpretation, wer sie aber genau anschaut, wird feststellen, dass der Aufschwung zum oberen Teil der umgekehrten Untertasse ganz anders verläuft als der nachfolgende Abschwung und dass daher diese Formation auch nicht den typischen Untertassenrand auf der rechten Seite bildet. Dieser ist aber wichtig, um danach handeln zu können.

Entstehung und Identifizierung der umgekehrten Untertasse

Die umgekehrte Untertasse schließt den vorhergehenden Aufwärtstrend ab, indem sie einen sanften Schwung bildet. Dieser flache Halbkreis steigt gleichmäßig an und ebenso gleichmäßig wieder ab. Die Ebenmäßigkeit und das Verharren der Kurse auf derselben Ebene vor und nach diesem Halbkreis – die „Tellerränder“ – sind die maßgebenden Kennzeichen der umgekehrten Untertasse. So ein Muster entsteht, wenn sich ein Aufwärtstrend verlangsamt, nachdem er vorher stabil verlaufen war.

Nun dehnt sich die Zeit, ein Phänomen, mit dem viele Trader nur schwer zurechtkommen. Ursächlich können Feiertage sein, leicht negative Wirtschaftsnachrichten oder auch widersprüchliche Nachrichten, die dieses Asset betreffen. Aus diesem Grund ist eine umgekehrte Untertasse manchmal im Gold zu beobachten, denn hier investieren die Anleger gern nach Zinssenkungen, worauf Gold gemeinsam mit den Aktienindizes steigt, aber auch in Krisensituationen, die den Aktienmarkt betreffen.

Diese beiden Einflüsse widersprechen sich und können zur merkwürdigen Abbremsung eines Aufwärtstrends führen, der in die umgekehrte Untertasse mündet. Es gibt alternative Formationen, die sich an solchen Stellen bilden können, nämlich vorrangig Mehrfachtops oder Rücksetzer und Trendfortsetzungen. Ein eher träger Handel erzeugt aber die umgekehrte Untertasse, die ein unschlüssiges Kursmuster oder einen Rücksetzer in Zeitlupe darstellt.

→ Diese Betrachtung würde sich anbieten, wenn der Aufwärtstrend nach der umgekehrten Untertasse weitergeht.

Wie sollte man bei einer umgekehrten Untertasse handeln?

Zu beachten ist bei der umgekehrten Untertasse, dass das Muster recht lange andauern kann, in Aktienmärkten über Wochen, in Indizes (falls es dort auftritt) über rund sieben bis 14 Tage, im Gold über mehrere Tage, was für das Gold ungewöhnlich ist.

Zu identifizieren ist es erst bei Fertigstellung, wenn der Halbkreis exakt auf dem Kursniveau des Musterbeginns geendet hat. Dann – sehr wichtig! – muss sich ein Tellerrand bilden. Sollten die Kurse gleich danach purzeln und den vermeintlichen Beginn der umgekehrten Untertasse nach unten durchbrechen, gilt das Muster als verfehlt und nicht mehr interpretierbar, weil jetzt unterschiedlichste Entwicklungen möglich sind.

Wenn sich aber eine wirklich gleichmäßige umgekehrte Untertasse ergibt, kann der Kurs nach Vollendung des rechten Tellerrands entweder in einen erneuten, sanften Aufwärtstrend oder in einen recht abrupten Abwärtstrend übergehen. Vorsicht: Vor dem Aufwärtstrend erfolgt fast immer ein knapper Rücksetzer leicht unter den „Tellerrand“. Das bedeutet, etwaige Kaufstopps für beide Richtungen müssen etwas weiter entfernt platziert werden, idealerweise in einem Abstand, der dem Halbdurchmesser der umgekehrten Untertasse entspricht.

 Fazit zur umgekehrten Untertasse bei Binären Optionen

Dieses Muster ist vorrangig für Aktientrader interessant, die ihre Positionen sehr lange halten. Es ist in idealer Form nur selten zu beobachten und sollte nirgendwo hineininterpretiert werden, schon gar nicht in das Indextrading und auch eher nicht bei Binären Optionen.

Es kann durchaus eine Reihe von umgekehrten Untertassen auf einem Niveau geben, auch das rät zu behutsamem Handeln.

Weitere bekannte Chartformationen sind das Rechteck (Konsolidierung), Flagge & Bärenflagge sowie die Schulter-Kopf-Schulter-Formation.

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