Ultimate Oscillator

Der Ultimate Oscillator ist ein hilfreiches Tool, um unnötige Verluste bei Binären Optionen zu minimieren.

Der Ultimate Oscillator von Larry Williams nutzt die Kurse aus drei Zeiträumen, mit denen der relativ genaue Zeitpunkt einer Überhitzung prognostiziert werden kann.

Williams kombinierte hierfür seinen eigenen Accumulation/Distribution Oscillator (A/D) mit dem Relative Strength Index (RSI) von Welles Wilder. Um die Überhitzung rechtzeitig zu erkennen, hielt es Williams für nötig, nicht nur einen, sondern drei sich überlagernde Perioden zu betrachten.

Der Erfinder der Ultimate Oscillators Larry Williams war sehr aktiv auf dem Gebiet der Indikatorenentwicklung und hatte sein Trading in den späten 1960er Jahren begonnen, als es noch keine Computer gab. Er musste also die Charts von Hand zeichnen und nach Signalen suchen, naturgemäß war er von den Mitte der 1970er Jahre aufkommenden Computerprogrammen inklusive der Oszillatoren sehr begeistert.

Allerdings stellte er auch deren Nachteile fest: Oft treffen sie Böden und Tops recht gut, aber die Signale kommen zeitverzögert oder auch im Voraus. Wer allein nach den Oszillatoren handelt, könnte daher zu früh oder zu spät handeln.

Durch den Zwang, die Verluste zu begrenzen, erfolgt dann der Ausstieg mit einem Minus, obgleich sich das Signal später bestätigt, oder der Einstieg erfolgt zu früh oder zu spät. Williams stellte nun fest, dass eine Periodenlänge bei den Oszillatoren nicht genügen kann, und legte daher im Ultimate Oscillator drei Perioden übereinander, deren Signale er mathematisch verknüpfte.

Die daraus abgeleiteten Signale können ein viel besseres Timing aufweisen, ihre Berechnung ist allerdings mathematisch recht komplex und soll hier unterbleiben. In Worten dargestellt misst der Ultimate Oscillator den Kaufdruck – nach Williams die Spanne zwischen Close und True Low – für drei Zeitzyklen, deren Einflüsse gewichtet werden.

Die Grundsätzliche Aussagen des Ultimate Oscillator

Der Ultimate Oscillator stellt grundsätzlich mit einem guten Timing eine Kursüberhitzung fest und behebt mit drei Summenformeln für drei Zeitabschnitte sämtliche Fehlsignale aufgrund der Divergenz zwischen Kurs und Zeitverlauf.

→ Das ist jedenfalls das Ziel dieses Indikators, das wie bei allen Indikatoren nicht zu 100 Prozent erreicht werden kann.

Ultimate Oscillator

Der Ultimate Oscillator hilft dabei, Überhitzungsphasen rechtzeitig zu identifizieren.Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Für die Berechnung muss eine True Range definiert, anschließend der Kaufdruck (Differenz zwischen aktuellem Close und Close der True Range) gemessen und schließlich True Range und Kaufdruck mit Periodeneinstellungen summiert werden (Empfehlung Williams: 7/ 14 / 128).

Anschließend dividiert ein Rechentool (heutzutage) Kaufdruck-Summen durch True-Range-Summen, multipliziert die Periodenergebnisse (*4 / *2 / *1,61514) und setzt das Ergebnis in Relation zur Gewichtung. Diese Formel muss sich niemand merken, jedes – auch kostenlose – Charttool rechnet einen Ultimate Oscillator aus.

Grundsätzlich betrachtet dieser den Kurs auf den drei verwendeten Zeitebenen und ermittelt dabei, ob große Ausschläge auf Übertreibungen hindeuten könnten.

Einsatzgebiete des Ultimate Oscillators

Der Ultimate Oscillator eignet sich hervorragend zum Eingehen von Put- und Call-Positionen (Put beim Sinken des Ultimate Oscillator unter den Indexwert 50, antizyklischer Call bei 30, prozyklischer Kauf bei 65, antizyklischer Put bei 70), zudem sind Divergenzen hervorragend zu erkennen.

Wenn ein Ultimate Oscillator gegen den Basiswert verläuft, herrscht eine eindeutige Divergenz. Die Kernaussage ist das Durchkreuzen der Mittellinie von unten oder oben als Kauf- oder Verkaufssignal. Ein Stoppsignal für Trailings liefert er zwar nicht, aber richtig positionierte Trader können mit dem Ultimate Oscillator ihr Stopplossmanagement sehr elegant gestalten.

 Fazit zum Ultimate Oscillator bei Binären Optionen

Die große Stärke eines Ultimate Oscillators besteht im Harmonisieren von Kurssignalen mit der Zeit. Dieses Thema ist sehr heikel, Mandelbrot beschrieb es einmal mit der Aussage, an den Finanzmärkten sei die Zeit „gestaucht und gedehnt“. Die häufigen Chartdarstellungen mit Linien über Hochs und Tiefs, die scheinbar punktgenau – morgen um 12.45 h – das Erreichen eines bestimmten Kurses prognostizieren, müssen unter diesem Blickwinkel scheitern (das tun sie auch, es gibt etliche Beispiele hierfür).

Vielmehr gehen verschiedene Zeitperioden inklusive der enthaltenen Signale fraktal ineinander über, was auch Mandelbrot vermutete, Williams wählte willkürlich drei Zeitebenen. Es hätten auch fünf oder 20 sein können. Eine unbestreitbare Schwäche des Ultimate Oscillators ist seine zwangsläufige Glättung der Ereignisse, doch in Wahrheit verlaufen die Kurse meistens rau.

Trader können den Ultimate Oscillator einsetzen, wenn sie ein Signal erkennen, aber der zeitliche Verlauf nicht dazu zu passen scheint. Das geschieht täglich und verursacht Verluste, die mit dem Ultimate Oscillator reduziert werden können. Der Ultimate Oscillator sollte auch immer durch ein entsprechendes Risikomanagement ergänzt werden.

Weitere interessante Chartindikatoren für Binäre Optionen sind der Trendbestätigungsindikator (TBI), Percentage Volume Oscillator, MACD Indikator und der Money Flow Index.

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