Trendfolgestrategie

"The trend is your friend" - auch bei Binären Optionen?

Trendfolgestrategien gehören zu den ältesten Anlagestrategien an der Börse, es gibt sie praktisch schon so lange, wie es den Wertpapierhandel gibt.

Der Anleger steigt in einen sich entwickelnden Trend ein und kauft prozyklisch nach, wenn sich neue Kaufsignale ergeben. Außerdem folgt er dem Trend mit Verlustbegrenzungs- beziehungsweise Gewinnstopps.

Trendfolgestrategie Erklärung

Die Annahme „The trend is your friend“ ist mittlerweile im Mainstream angekommen.

Dieses System erscheint zunächst simpel, es wird von Vermögensverwaltern im Aktienmarkt schon immer eingesetzt („The trend is your friend“). Allerdings endet jeder Trend irgendwann, das müssen Trader immer verinnerlichen. Trendfolgestrategien lassen sich auch mit Binären Optionen durchführen, seit 2013 haben Softwareentwickler als neues Tool hierfür die sogenannte „ladder“ (Leiter) entwickelt, die einige Binäre Optionen Broker wie BDSwiss inzwischen in ihre Optionsangebote inkludiert haben.

Wie funktioniert die Trendfolgestrategie?

Der Grundgedanke der Trendfolgestrategie lautet, dass Trends beständig sind und sich setzen fortsetzen können, was mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit ablesbar ist. Dieser Grundgedanken funktioniert in bestimmten Anlageklassen. So sollten Aktien eines gesunden Unternehmens vom Grundsatz her aufwärts tendieren.

Auch Abwärtstrends haben ihre Logik, wenn etwa ein Unternehmen oder auch eine Branche in Schwierigkeiten gerät und es für eine gewisse Zeit – auch über Jahre – eigentlich nur abwärtsgehen kann. Auch bestimmte Rohstoffklassen wie die Industrierohstoffe tendieren der Konjunktur entsprechend recht logisch. Natürlich geht diese Rechnung so nicht immer auf, weil weitere Faktoren eine Rolle spielen wie fundamentale Kennzahlen, beispielsweise das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis).

Wenn die Aktie entsprechend des Unternehmenswertes schon etwas zu hoch bewertet ist, wird sie trotz gesunder Konjunktur und Geschäftslage des Unternehmens nicht mehr zwangsläufig und permanent nach oben tendieren. Ein ganz anderer Fall ergibt sich in anderen Assetklassen. Im Forexbereich, wo sich zwei Währungen gegenüberstehen, kann grundsätzlich und auf sehr lange Sicht nicht von einem permanenten Trend in eine Richtung ausgegangen werden, weil dieser bedeuten würde, dass eine Währung gegen die andere immer wertloser würde.

Das passiert zumindest bei Majorwährungen prinzipiell nicht auf lange Sicht, wohl aber mittelfristig. Wegen der vielen Faktoren, die einen Trend beeinflussen, identifizieren Trader bei einer Trendfolgestrategie den Trend anhand charttechnischer Signale, deren wichtigstes die 1-2-3-Formation ist.

Der Kurs erreicht vom Punkt 1 ausgehend im Aufwärtstrend ein neues Hoch (Punkt 2), schlägt zurück auf Punkt 3, der über Punkt 1 liegt, und überstiegt anschließend Punkt 2. Das ist das Einstiegssignal für den Trend.

Wenn diese Strategie konsequent fortgeführt wird, pyramidisiert der Trader seine Positionen in Trendrichtung, stockt sie also auf, und verringert bei jedem Zukauf sein Risiko dadurch, dass vorhergehende Positionen inzwischen im Gewinn stehen.

Wann ist die Trendfolgestrategie sinnvoll?

Anhand charttechnischer Signale und in den jeweiligen Assets und Assetklassen, die für ihre Trends bekannt sind, ist eine Trendfolgestrategie sinnvoll einzusetzen, wenn der Trend fortbesteht.

Er wird in jedem Fall irgendwann vorläufig enden, auch ist immer mit Reversals zu rechnen. Sinnvollerweise kaufen Trader bei charttechnischen Signalen in Trendrichtung, wobei sie neben der beschriebenen 1-2-3-Formation auch neue Wochen- oder Monatshochs nutzen (es gibt noch mehr solcher Signale), und setzen ihren Stopp unter die Marke, deren Unterschreiten einen Trendbruch signalisieren würde.

All das kann auch umgekehrt auf einen Abwärtstrend angewendet werden. Da die zwischenzeitlichen Rückschläge und Konsolidierungen in einem Trend sehr stark ausfallen können, dürfen Zukäufe stets nur in einem finanziellen Umfang erfolgen, der dem Risikomanagement bis zur jeweils identifizierten Stoppmarke entspricht. Erfahrene Händler empfehlen im Aktienmarkt ein Risiko von ein bis maximal zwei Prozent des Gesamtkapitals pro Position.

Die Trendstrategie sollte in identifizierten Trends aufgenommen und fortgesetzt sowie durch Stopps abgesichert werden. Bei einem Trendbruch und starken Reversals sowie in Ranges beendet der Trader die Trendfolgestrategie oder pausiert im jeweiligen Asset.

Stärken und Schwächen

Die Stärke der Trendfolgestrategie besteht darin, dass die Signale – Kauf- und Stoppsignale – relativ einfach zu identifizieren sind. Disziplinierte Trader folgen einem Trend so lange, wie er besteht, das können Jahre sein. Auf diese Weise sind wirklich zuverlässige und hohe Gewinne möglich.

Die größte Schwäche besteht darin, dass es ungeheuer schwierig ist, ein Asset mit einem zuverlässigen Trend zu identifizieren, wozu auch der Zeitrahmen dieses Trends gehört. Schließlich lassen sich auch Minitrends traden, die es natürlich auch im Forex-Bereich bei Majorwährungen gibt.

Sie dauern zum Beispiel einige Wochen und auch Monate und können mit Derivaten sehr hohe Gewinne generieren. Diese aufzuspüren gilt aber als außerordentlich schwierig.

Alternativen und Ergänzungen

Viele Trader nutzen als Alternative und/oder Ergänzung zur Trendfolgestrategie die häufigen Breakouts aus Konsolidierungen. Das Mittel gilt als probat, wobei mit False Breaks zu rechnen ist. Einige sehr erfahrene Trader binden sogar Reversalstrategien in die Trendfolgestrategie mit ein.

Sie buchen entgegen des laufenden Trends Kaufstopps für die Gegenrichtung, also im Aufwärtstrend für Put-Positionen, um bei einem starken Reversal schon positioniert zu sein und sich gleichzeitig zu hedgen. Das führt wieder zum Revelator-Prinzip, dem gleichzeitigen Besetzen beider Richtungen (natürlich bei einer Trendfolgestrategie mit höherem Gewicht in Trendrichtung), ist jedoch schwierig zu managen.

 Fazit zur Trendfolgestrategie bei Binären Optionen

Trends sollte immer getradet werden, jedoch müssen Trader wissen, dass sie nur rückblickend in all ihrer Stärke und Pracht zu erkennen sind.

Die Betrachtung eines nun schon über Monate und Jahre laufenden Trends eines Assets und der Gedanke „wäre ich nur damals eingestiegen“ ist legendär.

Zur Trendfolgestrategie gehören daher auch im Bereich der Binären Optionen viel Disziplin und Vertrauen in die Signale.

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