Trendbestätigungsindikator (TBI)

Der Trendbestätigungsindikator kann sich abzeichnende Trends bei Binären Optionen bestätigen.

Der Trendbestätigungsindikator (kurz: TBI) fungiert seinem Namen entsprechend, bestätigt also einen erkennbaren Trend, und hat sich als Variante des im angloamerikanischen Raum eher verbreiteten Price Oscillators in Deutschland durchgesetzt.

Dieser sogenannte Detrended Price Oscillator bereinigt das Marktmomentum um den kurzfristigen Trend und bildet dabei die Kursdifferenz zum SMA ab.

Auf eine ähnliche Weise geht der Trendbestätigungsindikator vor, wobei er nicht die Differenz, sondern den Quotienten der jeweiligen arithmetischen Durchschnitte bildet und diesen anschließend mit 100 multipliziert.

Entstehung und Herkunft

Deutsche Trader haben den Trendbestätigungsindikator als Pendant zum Price Oscillator entwickelt und die Division der Werte anstatt ihrer Subtraktion eingeführt, um eine Kreuzung der positiven und negativen Werte zu erreichen (durch die Multiplikation mit 100 geschieht dies beim Wert 100).

Werte über 100 kennzeichnen den Aufwärtstrend, Werte unter 100 den Abwärtstrend. Das bringt eine hohe Übersichtlichkeit des Trendbestätigungsindikators mit sich, zu der aufgrund der Berechnungsmethode ein weiterer Vorteil kommt: Der TBI gibt im Gegensatz zum Price Oscillator seine Werte zuverlässig und objektiv an, egal auf welchem Kursniveau das Wertpapier aktuell notiert.

Trendbestätigugnsindikator Beispiel

Der Trendbestätigungsindikator (TBI).

Es lässt sich also historisch besser feststellen, ob ein Trend über einen bestimmten zurückliegenden Zeitraum Bestand hatte oder von Brüchen durchzogen war. Grundlegend basieren TBI, Price Oscillator und MACD auf denselben Prinzipien. Die Momentum-Indikatoren messen die Bewegungsdynamik im Kurs eines Underlyings. Sie machen sich dabei die Glättung mithilfe gleitender Durchschnitte zunutze.

Grundsätzliche Aussagen des TBI

Grundsätzlich kann der TBI anhand des Momentums und der gleitenden Durchschnitte aufzeigen, dass die aktuelle Bewegung zum angenommenen Trend innerhalb des gewählten gleitenden Durchschnittes „passt“. Ein sehr deutliches Signal ergibt sich aus der Überkreuzung eines kurzen und langen GDs, der Trend bricht an dieser Stelle. Ansonsten zeigen hohe Indikatorwerte eine hohe Bewegungsdynamik an, niedrige Werte verweisen auf ein Abflachen des Trends.

Das muss nicht bedeuten, dass dieser bricht, es kann allerdings auf diese Möglichkeit verweisen. Ein zuvor abgeflachter Trend mit niedrigen TBI-Werten und die anschließende Kreuzung der GDs wäre der logische Verlauf eines Trendbruchs. In vielen Fällen gehen Trends allerdings in Konsolidierungen über und setzen sich danach fort. Die Werte des Trendbestätigungsindikators sinken dann und steigen wieder an.

Der Trendbestätigungsindikator im praktischen Einsatz

Trader nutzen den TBI, um sich über den Fortgang oder Bruch eines Trends zu informieren. Wenn sie den Fortgang konstatieren, können sie ihre Stopps komfortabel – möglichst im Gewinn – stehen lassen und auch die Position mit neuen Kaufstopps pyramidisieren. Bei einem abflachenden TBI werden sie Verlust- oder Gewinnbegrenzungsstopps heranziehen und keine neuen Positionen in Kaufrichtung eingehen. Sie erkennen aus dem Trendbestätigungsindikator die Trendstärke. Auch Divergenzen lassen sich aus TBI-Signalen wie aus fast jedem Indikator ableiten.

Sollte der Trendbestätigungsindikator ansteigen und im Kurs keine signifikante Veränderung sichtbar sein, so baut sich offenbar ein bislang nicht sichtbares Momentum auf. Das ist ein sehr wertvolles, antizipierendes Signal, das allerdings auch ein Fehlsignal sein könnte. Es könnte genutzt werden, um bei Longpositionen mit neuen Kaufstopps zu pyramidisieren, ein stets heikles Unterfangen. Der Trader hatte das ohnehin geplant, der TBI liefert ihm hierzu nun das passende Divergenz-Signal.

Fazit zum Trendbestätigungsindikator bei Binären Optionen

Zu den Stärken des TBI gehört seine übersichtliche Aussage bezüglich des Trends. Diese Aussage wird durch die Darstellung gegenüber dem Price Oscillator noch deutlicher, auch der historische Bezug und die gute Vergleichbarkeit machen den Trendbestätigungsindikator zu einem vorzüglichen Instrument.

Eine weitere große Stärke besteht in der möglichen Antizipation einer Trendfortsetzung oder auch – sehr wichtig – eines Trendbruchs. Diese Stärke kann sich in eine Schwäche verwandeln, wenn der TBI in dieser Hinsicht ein Fehlsignal liefert, das allein schon durch die Periodeneinstellung entstehen kann.

Trendtrader in Aktien- und Rohstoffmärkten nutzen sehr gern diesen Indikator, wenn sie einen „Trend reiten“. Das ist aber nicht immer möglich, auch spielt die Periodeneinstellung beim TBI eine sehr große Rolle.

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