Steuern auf Binäre Optionen

Binäre Optionen können zu hohen Gewinnen führen - doch wie müssen diese versteuert werden?

Binäre Optionen sind eine beliebte Anlageform und ein Finanzprodukt, welches schon seit vielen Jahrzehnten im Bereich des Investment Bankings angewendet wird. Mit dieser Anlageform können sich innerhalb kürzester Zeit sehr hohe Erträge erzielen lasen.

Seit einigen Jahren sind sie auch privaten Kapitalanlegern zugänglich und erwecken bei immer mehr Investoren großes Interesse. Die bekanntesten Anbieter auf diesem Markt sind BD Swiss, Banc de Binary, 24option und Stockpair.

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Die Anbieter anyoption und binary.com haben die Anlageform allgemein bekannt gemacht. Bei Binären Optionen handelt es sich um eine Anlage in Basiswerten zu Renditen, die vorher fest definiert werden.

Dabei dienen Aktien, Währungspapiere, Rohstoffe oder Indizes als Basiswert. Tritt das definierte Ereignis ein, steht dem Investor der Betrag zu, der festgelegt wurde. Im anderen Falle verfällt die binäre Option als absolut wertlos.

Sind Binäre Optionen zu versteuern?

Viele Anleger stehen vor der Frage, ob und wie die Gewinne aus dem Handel mit binären Optionen zu versteuern sind. Gibt es eine Binäre-Optionen-Steuer und wie sieht die gesetzliche Regelung aus?

Eine genaue gesetzliche Regelung ist bisher noch nicht vorhanden.

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Gewinne azs Binären Optionen sollten gemäß den geltenden Gesetzen versteuert werden, um keine bösen Überraschungen erleben zu müssen. Wir versuchen, aufzuklären.

Genaue Auskünfte erteilen der Steuerberater oder andere Personen mit Fachkenntnissen, hier sollen nur ein paar Aspekte herangezogen werden.

Die folgenden Informationen schützen vor einer eventuellen Steuernachzahlung.

A) Wettgewinn oder Termingeschäft?

Zuerst einmal ist die Frage zu klären, ob Binäre Optionen mit Sportwetten, Lotto oder Casinospielen zu vergleichen sind. Die Gesetzgebung geht eher in die Richtung, dass es sich bei dieser Investition um kein Glücksspiel handelt. Diese Anlageform ist zumindest im Glücksspieländerungsvertrag von 2012 nicht definiert und somit gehören sie auch nicht in diese Kategorie. Auch wenn das Investieren in Optionen als Finanzwette bezeichnet wird, so gehören sie nicht in die Kategorie Glücksspiel.

Immerhin werden damit vom Trader in Normalfall Gewinne erzielt und dies regelmäßig. Regelmäßigkeit aber ist keine Wett-Eigenschaft. Somit sind Binäre Optionen auf jeden Fall vergleichbar mit den klassischen Optionen. Wie sieht es mit der Zuordnung als Termingeschäft aus? Optionen selbst werden mit Abgeltungssteuer und Solidaritätszuschlag belangt. Binäre Optionen werden zwar meist nicht von Großbanken, sondern vorwiegend von Brokern angeboten, was aber nicht wirklich einen Unterschied macht.

Jede Art von Finanzprodukt benötigt immer Glück, ist aber trotzdem kein Glücksspiel im steuerlichen oder juristischen Sinne. Solange Binäre Optionen nicht klar als Glücksspielprodukt definiert sind, gelten unserer Meinung nach die Vorschriften der Termingeschäfte.

B) Spekulationsgeschäft?

Das Handeln mit Binären Optionen könnte auch als Spekulationsgeschäft angesehen werden. Dann wäre es nach dem EstG zu versteuern und zwar entsprechend dem §20. Die Definition gestaltet sich allerdings etwas schwierig. Werden die Wertpapiere bei einer deutschen Bank gehandelt und befindet sich das Konto im Inland, wird die Abgeltungssteuer von der Bank abgeführt.

Sind die Binären Optionen bei Brokern mit Sitz im Ausland, muss der entstandene Gewinn bei der Einkommenssteuererklärung deklariert und abgeführt werden. Genauer gesagt werden 26,375 % Abgeltungssteuer fällig oder werden nach dem Günstiger-Prinzip berechnet.

Das heißt, wenn der Steuersatz des Betroffenen unter dem Satz der Abgeltungssteuer liegt, wird dieser niedrigere Satz zugrunde gelegt. Dabei gilt eine Freigrenze von 512 Euro. Besser Verdienende mit hohem Einkommen und hohem Steuersatz kommen in den Genuss weiterer Vorteile.

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Gewinne aus Binären Optionen sollten in der Einkommenssteuererklärung entsprechend erklärt werden. Hier könnte eine Rücksprache mit dem eigenen Steuerberater sinnvoll sein.

C) Verrechnung mit Verlusten?

Entstehen Verluste aus der Anlageform, so dürfen diese mit Zinseinnahmen verrechnet werden. Eine definitive steuerliche Bewertung von binären Optionen durch die Rechtsprechung des deutschen Gesetzgebers steht noch aus. Ebenso unklar ist auch der Status der Plattform-Betreiber, welche mit dieser Anlageform handeln. Diese Entscheidung könnte eine große Rolle spielen bei der steuerlichen Behandlung von Verlusten mit Digitaloptionen.

Die Verluste lassen sich mit jeder Art von Einkünften aus Kapitalvermögen verrechnen, ein klarer Vorteil gegenüber Aktien. Da für diese Anrechnung ein Restwert erforderlich ist, werden viele binäre Optionen von den Brokern zu einem Restwert abgerechnet. Die Frage, ob Verluste von einem Broker zum anderen transferiert werden können, ist ebenfalls noch offen.

D) Vorteile durch Broker im Ausland?

Wer sich für einen Broker von Binären Optionen mit Sitz im Ausland entscheidet, kann Vorteile daraus ziehen. Reist er in das Land des Anbieters, kann er sämtliche Kosten als Geschäftsreise geltend machen, wenn er nachweist, dass er die Firma auch besucht hat. Es müssen keine Freistellungsaufträge gemacht werden oder die Steuern direkt abgeführt werden, wie das im Inland ist.

Die Verluste und Gewinne aus den Binären Optionen werden in der Jahressteuerklärung aufgeführt. So besteht innerhalb des Jahres eine höhere Liquidität für das Handeln, die Steuern bleiben vorerst beim Trader. Wer verantwortungsvoll mit diesem Vorteil umgeht, achtet darauf, dass die Mittel für die Steuernachzahlung auch bereitstehen, wenn diese fällig wird.

 Fazit zu Steuern auf Binäre Optionen

Nach wie vor sind binäre Optionen für Privatanleger teilweise nicht ganz durchschaubar und vom Gesetzgeber noch nicht klar definiert. Die Finanzbehörden sind teilweise noch überfordert mit diesem Thema, da die Anweisungen und Regeln noch recht undurchsichtig sind. Jedoch werden bereits einige Broker aktiv durch die zypriotische Finanzaufsicht CySec reguliert und sind dadurch auch bei der BaFin registriert.

Diese Anlageform ist kein Glücksspiel, sondern ähnelt eher den klassischen Optionen. Empfehlenswert ist, sich die Hilfe von Finanzexperten einzuholen und sich beispielsweise mit unseren Tipps für den erfolgreichen Handel mit Binären Optionen zu beschäftigen.

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