S&P Futures mit Binären Optionen

Was sind S&P Futures bei Binären Optionen?

S&P Futures werden auf den S&P 500 abgeleitet, dem marktbreitesten und modernsten US-Leitindex.

Dieser umfasst die 500 wichtigsten und größten US-Unternehmen, entsprechend werden auf ihn auch Futures abgeleitet.

Trader von Binären Optionen werden allerdings diese eher direkt auf den S&P 500 als auf seine abgeleiteten Futures erhalten.

Details zum S&P 500 sowie den S&P Futures

Der S&P 500 wird als Kurs- und Performance-Index berechnet, in den Performance-Index fließen Reinvestitionen aus Dividenden ein. Bekannter ist allerdings der Kursindex, von dem die meisten Binären Optionen abgeleitet werden dürften. Der Index ist wie erwähnt sehr marktbreit, repräsentiert in einem hohen Maße die US-amerikanische Wirtschaft und gilt als gut handelbar.

Von diesem Index werden nun wie von anderen Indizes oder auch Rohstoffwerten Futures abgeleitet. Das sind Terminkontrakte, die einer Erfüllung bedürfen, die im Rohstoffbereich beispielsweise den Bezug oder Verkauf des Rohstoffs beinhaltet, aber durch Barausgleich – Verkauf der Future-Position – erfüllt werden kann.

Ein Index kann ohnehin nicht gekauft oder verkauft werden, es gibt keinen physischen Gegenwert wie die Barrel Öl bei einem Rohstofffuture. Daher kostet ein S&P Future, der bis zu einem bestimmten Termin läuft, den Punktepreis des S&P 500 in Dollar (bei einem Punktestand von 1.985 $ wie am 22.07.14 kostet also ein Future 1.985 Dollar) plus seine Cost of Carry wie bei jedem Future.

Diese berücksichtigen entstehende Kosten und zufließende Erträge für den Basiswert während seiner Laufzeit. Kosten sind Finanzierungskosten (der Future sinkt täglich ein wenig im Preis), Erträge sind mögliche Dividenden-Returns bei einem Future auf den S&P Total Return Index, in den die Erlöse aus Dividendenzahlungen reinvestiert werden.

Diese Erträge können durchaus die Kosten übersteigen (positive Cost of Carry), in so einem Fall würde der Wert des S&P Futures zum Ende der Laufzeit hin steigen. Umgekehrt sinkt er ein wenig.

Warum werden S&P Futures gehandelt?

Futures sind ganz allgemein ein Hebelinstrument, das den Händler vom Bezug der physischen Ware entbindet, also ein Derivat wie etwa auch ein Optionsschein. Diese Instrumente spielen im Rohstoffhandel eine enorme Rolle mit großem Einfluss auf die Preisbildung des Rohstoffs selbst.

Später hat man sie auch für Indizes entworfen, sie müssen als Erfindung des 20. Jahrhunderts nach den Optionsscheinen – deren Preisverlauf vielen Händlern nicht schmeckt – und vor den Knock-outs und CFDs gelten. Gegenüber Letzteren sind sie enorm teuer.

Zum Vergleich: Wer einen S&P Future kauft, generiert bei positiver Long-Spekulation einen Gewinn von vielleicht fünf Prozent pro Monat bei einem wirklich steilen Aufwärtstrend, wie er etwa zwischen Juni und Juli 2014 zu beobachten war. Der Kapitaleinsatz beträgt aber knapp 2.000 Dollar, der Gewinn vielleicht 100 Dollar. Mit einem Knock-out auf den S&P 500 wäre ein Gewinn von 300 Prozent möglich gewesen. Dennoch bevorzugen einige gut kapitalisierte Trader Futures, weil diese prinzipiell nicht wertlos werden können, denn der S&P 500 dürfte kaum jemals auf null fallen.

Die Futures können gerollt werden, also endlos laufen, was zwar leichte Finanzierungskosten verursacht, jedoch unter Umständen durch Dividendenzahlungen bei S&P Futures auf den Performance Index wieder ausgeglichen wird. Auf diese Weise kann ein Trader einen Kursrückgang gut aussitzen.

Das ist sogar sicherer, als eine Aktie eines Unternehmens zu kaufen, denn das Unternehmen kann – selbst als Blue Chip – prinzipiell pleitegehen, die Aktie verfällt also schlimmstenfalls wertlos. Das passiert mit dem Index nicht, es darf nach heutigem Stand als ausgeschlossen gelten, dass es den S&P 500 oder auch den DAX irgendwann nicht mehr gibt.

Die Anlage in Index-Futures ist daher ein besonderes Instrument, dessen Bedeutung sich auf Sicht von vielen Jahren erschließt. Wenn Futures endlos laufen, was möglich ist, hätte ein Anleger S&P Futures im Jahr 1995 für rund 500 Dollar kaufen können, heute stünde der Wert bei 2.000 Dollar, was keine Rentenversicherung schafft. Zwischenzeitlich wäre der Wert gefallen und gestiegen, doch im Vertrauen auf prinzipiell haussierende Aktienmärkte hätte sich das Investment auf jeden Fall gelohnt.

Bei einer Einzelaktie ist das nicht gesichert: Es gibt Aktien von deutschen Blue Chips wie der Telekom, die im Jahr 2000 auf dem Gipfel ihrer Performance mit umgerechnet 100 Euro gehandelt wurde und heute bei etwa 12 Euro notiert. Der Anleger, der damals gekauft hat, dürfte seinen Einstiegskurs auch dann nicht bis zur Rente wiedersehen, wenn er erst 1980 geboren wurde.

 Fazit zu S&P Futures und Binären Optionen

Es lohnt sich also, Index-Futures zu handeln, S&P Futures können sich bei der Zuverlässigkeit des marktbreiten Index besonders lohnen.

Die Binären Optionen werden wie erwähnt vom S&P 500 Kursindex abgeleitet. Sie sind ein gänzlich anderes Spekulationsinstrument als die S&P Futures.

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