Rechteck (Konsolidierung)

Die Chartformation bei Binären Optionen erklärt.

Die Konsolidierung oder das Rechteck gehört zu den bekanntesten und heute noch voll funktionstüchtigen Chartformationen, die es in allen Märkten und auf allen Zeitebenen gibt.

Die Chartformation Rechteck erklärt.

Das Rechteck wird manchmal auch als Leiste oder als Range bezeichnet, zu unterscheiden ist sie in jedem Fall von einer Schiebezone.

Auch der Begriff der „Range“ ist eigentlich etwas weiter gefasst, daher müssen diese Unterschiede etwas herausgearbeitet werden (siehe weiter unten). Die Konsolidierung entsteht in einer unentschlossenen Marktsituation, in welcher die Handelsteilnehmer kaum entscheiden können, in welche Richtung sich der Kurs als Nächstes bewegen könnte.

Also konsolidieren die Kurse aus und liefern damit das wichtige Signal, dass es absolut gleichberechtigt nach oben oder unten weitergehen kann. Im größeren Zeitrahmen ist die Konsolidierung möglicherweise als Doji zu erkennen, also bei der Betrachtung einer Tageskerze, wenn an diesem Tag die Kurse konsolidiert haben.

Eröffnungs- und Schlusskurs lägen dann auf einer Ebene und unterstreichen die Unentschlossenheit des Marktes. Das ist aber ausdrücklich nicht zwingend. Einzelne Stäbe der Konsolidierung können abwechselnd höher und tiefer eröffnen und schließen, auch das gehört zu den wichtigen Merkmalen dieser Chartformation.

Identifizierung einer Konsolidierung (Rechteck)

Die oben besprochenen Unterschiede zwischen Konsolidierung oder Leiste, Schiebezone und Range sollen hier noch einmal verdeutlicht werden:

  • Die Konsolidierung oder Leiste entsteht, wenn drei Stäbe nacheinander (am besten sind OHLC-Stäbe geeignet) ihren Eröffnungs- und Schlusskurs im Bereich des viertletzten Stabes haben und gleichzeitig in etwa gleiche Hochs und Tiefs bilden. Es ist visuell ein Rechteck zu erkennen, welches sich lange fortsetzen kann. Der Zeitrahmen spielt dabei keine Rolle: Es kann sich um Minuten, Stunden, Tage und Wochen, ja sogar um Monate handeln.
  • Eine Schiebezone ist durch große Auf- und Abschwünge mit etwa gleichen Hochs und Tiefs gekennzeichnet, man bezieht sie ausdrücklich auf Tagescharts (ein Schwung ist in etwa ein Tag) und identifiziert sie, wenn die Schwünge über zehn bis zwölf Tage stattgefunden haben.
  • Eine Range bildet zwar Ober- und Untergrenzen, jedoch beileibe nicht auf gleicher Ebene. Sie kann – sehr wichtig – im Gegensatz zur Konsolidierung und zur Schiebezone tendieren und bildet dann einen Trendkanal. Auch wenn sie nicht tendiert, ist sie sehr oft durch gravierende False Breaks gekennzeichnet.

Wer eine Konsolidierung identifizieren will, braucht einen Zeitrahmen.

In einigen Fällen scheint die Sache ganz klar zu sein: Der Trader betrachtet einen Tag, an welchem der Kurs über bestimmte Obergrenzen nicht steigt und unter bestimmte Untergrenzen nicht fällt. Die Grenzen wurden sehr oft schon morgens nach der Eröffnung markiert, danach sank die Volatilität. Nun stellt sich die Frage, ob dieser Tag als komplette Konsolidierung zu betrachten ist oder vielmehr der Kurs intraday nicht doch kleine Trendkanäle bildet, die irgendwann über die Grenzen hinausführen könnten.

Für diese Fragestellung empfiehlt es sich, die zeitliche Darstellung beispielsweise auf Stundenstäbe umzustellen und dann einmal nachzuschauen, ob immer wieder die Stundeneröffnungs- und Schlusskurse im Bereich eines viertletzten Stabes liegen, auch wenn über diesen Stab intraday kleine Ausbrüche zu verzeichnen sind. Das wird oft der Fall sein und kennzeichnet die Konsolidierung. Diese Betrachtung bewahrt den Trader davor, den kleinen Mini-Ausbrüchen innerhalb der Konsolidierung zu folgen.

Handlungsempfehlung für eine Konsolidierung

Ein Ausbruch ist in beide Seiten möglich und erscheint umso sicherer, je länger die Konsolidierung gedauert hat. Doch natürlich gibt es keine todsicheren Chartsignale, weshalb Trader die per Kaufstopp über oder unter der Konsolidierung eingegangenen Positionen mit einem Stopploss absichern.

→ Nun ergibt sich ein Problem des Moneymanagements:

Per Definitem kann eine Konsolidierung auch relativ breit sein, ein Beispiel für Dax-Trader: Sie kann auch 50 oder gar 100 Punkte umfassen. Der Ausbruch in eine Richtung darf so lange als sicher gelten, wie der Kurs nicht auf die andere Seite der Konsolidierung zurückschlägt. Dort muss also der Stopp stehen. Wenn die Konsolidierung wirklich sehr breit war, kommen für den Kaufstopp am Ausbruch nur kleine Positionen infrage.

 Fazit zur Konsolidierung bei Binären Optionen

Diese beliebte Chartformation kann, wenn sie idealtypisch auftritt, als relativ sicheres Handelssignal gelten, viel sicherer als etwa eine SKS und ähnliche Chimären.

→ Ausbrüche aus engen Konsolidierungen lassen sich am besten handeln.

Auch interessant sind die Formationen umgekehrte Untertasse und Dreifachtief.

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