Rate of Change Indikator

Hat der Rate of Change Indikator auch bei Binären Optionen sinnvolle Verwendungsmöglichkeiten?

Die Rate of Change zeigt die Differenz des Kurses zu n-Perioden früher an.

Es handelt sich um einen Momentum-Indikator, der bei der Zyklusanalyse von Bedeutung ist und dessen Darstellung in Prozentwerten erfolgt. Dargestellt wird die Stärke von Kursschwankungen.

Der Rate of Change Indikator ist zwar ein eigenständiges Mittel der technischen Analyse, liefert jedoch dieselben Ergebnisse wie ein Momentum-Indikator.

Diesen gab es schon etwas früher, in den 1990er Jahren allerdings fanden viele Trader seine Darstellung etwas unübersichtlich, weshalb mehrere Entwickler parallel einen Indikator entwarfen, der schließlich als ROC (Rate of Change) publik wurde.

Beide Indikatoren geben Auskunft über die immanente Kraft einer Bewegung, indem sie die Beschleunigung von Trends in beide Richtungen messen.

Grundsätzliche Aussagen des Rate of Change Indikators

Der ROC-Indikator ist ein Momentum-Oszillator, er misst die prozentuale Preisveränderung zwischen aufeinanderfolgenden Perioden.

Durch diese Daten entsteht ein Oszillator, der um eine Nulllinie pendelt und dabei anzeigt, ob sich das Momentum verstärkt oder schwächer wird. Das ist bei fortlaufenden Trends sehr bedeutsam, in denen Trader wissen möchten, ob sich die Bewegung ihrem Ende nähert oder neue Fahrt aufnimmt.

Der Rate of Change Indikator

Der Rate of Change Indikator macht sowohl auf- als auch abbauende Beschleunigungskräfte sichtbar.Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Sie lesen aus dem Rate of Change Indikator Mittelfrequenzweichen, Divergenzen sowie Überkauft- und Überverkauft-Signale ab.

Der Unterschied zum Momentum-Indikator ergibt sich vor allem durch die Verwendung relativer Werte, das Momentum nutzt absolute Werte. Die Berechnung erfolgt durch RoC(t) = C(t) / C(t-n) * 100, C ist der Schlusskurs. Grundsätzlich lässt sich also durch die Rate of Change feststellen, wie sehr sich das Momentum verändert.

Einsatzgebiete des Rate of Change Indikators

Zunächst einmal stellen die Trader anhand der Rate of Change einen wahrscheinlich ansteigenden oder abflauenden Trend fest.

Das ist das Haupteinsatzgebiet. Das zweite wichtige Signal aus einer Rate of Change deutet auf Überkauft- oder Überverkauft-Situationen hin. Wenn ein Momentum zu stark im Verhältnis zu vergangenen Perioden ansteigt, ergibt sich in steigenden Märkten eine Überkauft-, in fallenden Märkten eine Überverkauft-Situation.

Auch das könnte zu einem Trendbruch führen. Das dritte Einsatzgebiet betrifft die Identifikation von Divergenzen, wofür Momentum-Oszillatoren immer gut sind. Wenn sie ein ansteigendes Momentum bei gleichzeitig unbewegtem Kurs oder umgekehrt anzeigen, liegt eine positive oder negative Divergenz vor, die offensichtlich in nächster Zeit das Kursverhalten irrational gestalten wird.

Eine Verbindung von Kaufstopp und ROC gilt daher als optimal, ohne die Auslösung des Kaufstopps riskiert der Trader nichts. Die positive Divergenz würde die ROC ein ansteigendes Momentum anzeigen lassen, während der Kurs sich nicht bewegt, die negative Divergenz würde einen steigenden Kurs ohne ansteigendes Momentum anzeigen, der auf einen Fehlausbruch hindeutet.

Sollte der Trader Kaufstopps verwenden, ist der zweite Fall gefährlicher, denn er wird eingestoppt, während ihn der Rate of Change Indikator warnt. Bei solchen Ereignissen können Verlustbegrenzungsstopps recht eng herangezogen werden, um den zu erwartenden Fehlausbruch abzufangen. Die Signalgebung der Rate of Change erfolgt am Schnittpunkt Mittellinie-ROC: Eine Durchkreuzung von unten nach oben stellt ein Kaufsignal dar.

Was sind Stärken und Schwächen des RoC?

Die größte Stärke der Rate of Change ist ihre vorauseilende Signaleigenschaft. Die Beschleunigungskräfte bauen sich vor dem Trendbeginn auf und sie lassen vor dem Trendende nach. Diese Veränderungen werden durch den Rate of Change Indikator sichtbar. Dessen Standardeinstellung beträgt zehn Perioden (in der Regel Tage, auch Wochen sind möglich), natürlich können die Trader auch andere Periodeneinstellungen verwenden.

Je kürzer die Periode gewählt wird, desto eher eilt der Indikator voraus, wobei es im Intradaybereich Grenzen gibt. In höheren Zeitebenen folgt der Rate of Change Indikator dem Trend und bietet damit den Vorteil, Trendzyklen verschiedener Zeitebenen zu erfassen. Eine Schwäche des ROC-Indikators ergibt sich aus dem Datenfeed, denn manche Programme nutzen auch Volumendaten, die zu den beschriebenen Divergenzen führen.

 Fazit zum Rate of Change Indikator bei Binären Optionen

Momentum-Trader nutzen diesen Indikator im täglichen Handel und generieren aus ihm ausgezeichnete Signale in Verbindung mit anderen Indikatoren. Andere Trader nutzen ihn für übergreifende Analysen.

Weitere Chartindikatoren für Binäre Optionen sind Vortex, Ulcer Index, MACD und Aroon Oscillator.

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