Range (Boundary) Optionen

Die Range (Boundary) Optionen erfreuen sich bei Binären Optionen steigender Beliebtheit.

Range oder Boundary Optionen sind Binäre Optionen, bei denen der Trader beim Auslaufen des Kurses in einer vorab definierten Range gewinnt.

Eine seltener angebotene Form ist die Out-of-Range Option, bei der genau das Gegenteil passieren muss: Der Kurs des Underlyings darf genau nicht in der Range enden.

Beispiel für eine Range Optionen

Beispiel: Range-Option bei OptionFair.

Entstehung und finanzhistorische Entwicklung

Die Boundary Optionen (Range oder Boundary sind Synonyme) wurden sehr bald – nahezu zeitgleich – mit den klassischen Call- und Put-Optionen entwickelt. Diese Entwicklung lag auf der Hand: Zunächst einmal gibt es auch im Bereich der klassischen Zertifikate bestimmte Optionsscheine, die in Ranges gewinnen, des Weiteren stellen Trader allzu oft fest, dass der Kurs in einer Range verharrt.

Davon würden sie gern profitieren, wenn keine Trends vorliegen. Also boten die Broker die Range Optionen an, auf die viele Trader gern zugreifen. Sie wirken damit der Stagnation eines trendlosen Kurses entgegen, der ansonsten jegliches Handeln verhindern würde beziehungsweise hohe Verlustrisiken impliziert.

Funktionsweise von Range Optionen

Der Trader wählt einen Basiswert innerhalb der vom Broker angebotenen Assetklassen Indizes, Aktien, Rohstoffe oder Währungen, dann entscheidet er sich für eine bestimmte Laufzeit. Für diese Laufzeit errechnen automatisierte Tools des Brokers eine Range, innerhalb derer (oder außerhalb derer) der Kurs mit Ablauf der Option enden muss.

Das bedeutet nicht, dass der Kurs die Range nicht zwischenzeitlich verlassen darf. Allerdings kann es in dieser Hinsicht bei einzelnen Brokern Unterschiede geben, die der Trader vorab genau studieren sollte.

Wenn der Broker vorschreibt, dass der Kurs während der Laufzeit die Range nicht verlassen darf, wäre das schwieriger zu kalkulieren und dementsprechend viel riskanter. Solche Finessen und der Handel mit Boundary Optionen insgesamt sind der Grund dafür, dass sich eher fortgeschrittene Trader für diese Optionsart entscheiden, wie das auch bei den schwierigen Touch Optionen der Fall ist.

Wie bei jenen werden auch Range Optionen mit High Yields belohnt, also besonders hohen Gewinnen, denen wie immer das Totalverlustrisiko oder eine kleine Rückzahlung des Brokers bis zu 15 Prozent des Einsatzes gegenübersteht.

Allerdings schütten die meisten Broker auf Boundary Optionen nicht ganz so hohe Gewinne wie auf Touch Optionen aus, denn Ranges kommen verhältnismäßig oft vor.

Boundary Optionen: Einsatzgebiete

Wenn Trader feststellen, dass der Kurs in einer Range verharrt, die so breit ist, dass ein Ausbruch oder eine Trendaufnahme in die eine oder andere Richtung vorläufig kaum zu erwarten ist, kann er sich für eine Boundary Option entscheiden. Manche Trader wollen sich auch nicht festlegen lassen, sie konstatieren, dass es aktuell keinen Trend gibt. Das kann fundamental begründet sein und kommt immer wieder vor. Ein Beispiel lieferten die Aktien- und Edelmetallmärkte im April 2014: Die Konjunktur brummte, eigentlich wollten die Anleger in Aktien investieren und ließen Gold eher links liegen.

Andererseits gab es massive Sorgen um die Lage in der Ukraine, was einen absolut gegenläufigen Trend hervorrief. Daraufhin verharrten Gold und Aktienindizes lange in Ranges. Ein weiteres hervorragendes Einsatzgebiet für Range Optionen ist der Forex-Markt. Major-Währungen wie der Dollar gegen den Euro tendieren per se in Ranges gegeneinander, weil beide Wirtschaftsräume so stark sind, dass nur selten eine Währung gegen die andere die Oberhand gewinnt. Ranges sind hier an der Tagesordnung und daher ein gutes Einsatzgebiet für Boundary Optionen.

Stärken und Schwächen von Range Optionen

Eigentlich sind Boundary Optionen sehr begehrt oder müssten es zumindest sein, denn die vielen Ranges nerven die Trader sehr. Endlich können sie von der Lethargie der Märkte profitieren, die scheinbar immer mehr zunimmt und Trend-Trader zur Verzweiflung treibt. Sie müssen sich mit Boundary Optionen nun nicht für eine Trendrichtung entscheiden, es wird lediglich ein bestimmter Korridor – die Boundary (Grenze) – festgelegt. Wenn Trader stundenlang auf den Schirm starren und der Kurs in dieser Range verharrt, sind sie naturgemäß sehr froh über eine Range Option.

Die Sache hat jedoch zwei gewichtige Haken. Der erste betrifft die Kursentwicklung selbst. Kurse können immer ausbrechen und Trends aufnehmen, nur leider weiß niemand, wann das geschieht. Daher müssen gerade länger laufenden Boundary Optionen als riskant gelten.

Trader können sich hier durchaus für mehrere Tage Laufzeit entscheiden, es gibt auch immer wieder Ranges über Tage und Wochen. Der zweite Haken betrifft die Vorgabe der Range durch den Broker: Dieser wird die Grenzen bestimmt oft enger ziehen, als es dem Trader lieb ist. Je enger aber die Boundary gefasst wird, desto riskanter ist eine Range Option.

 Fazit zu Binären Range Optionen

Dieses Handelsinstrument sollten Trader in trendlosen Phasen einmal behutsam und mit geringem Einsatz ausprobieren.

Dabei müssen sie genau hinschauen, welche Range durch den Broker definiert wird. Sollte der Trader an dieser Vorgabe zweifeln, ist von Boundary Optionen eher abzuraten.

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