Positive Volume Index

Das Positive Volume Index bei Binären Optionen ist vor allem bei eindeutigen Trends sinnvoll

Der Positive Volume Index ist das Pendant zum Negative Volume Index und summiert Kursveränderungen derjenigen Tage, deren Handelsvolumen das des Vortages überstiegen hat (der Negative Volume Index macht das Gegenteil).

Diese Indikatoren stellen also eine fortlaufende Summe von Kursveränderungen dar. Gut informierte Investoren können damit die Tage mit hohen Volumina als trendfolgend identifizieren, jedoch auch an ein mögliches Reversal des aktuellen Trends denken, denn so einem Reversal gehen hohe, volumenstarke Aktivitäten voraus. Der Trend kann dabei steigend oder fallend sein:

Positive Volume Index Beispiel

Der Positive Volume Index Beispiel.

→ Der Positive Volume Index misst nur die Aktivitäten, nicht die Trendrichtung.

Es gibt verschiedene Theorien, wie Anleger auf die Volumina am Markt reagieren. Von hohen Volumina begleitete Aktivitäten werden durchaus genutzt, um prozyklisch in den Markt einzusteigen, jedoch gehen manche Trader auch antizyklisch vor und nutzen einen fallenden Positive Volume Index für den Einstieg, weil sie von einer Trendwende nach dem Kursrückgang ausgehen.

Den Positive Volume Index hat Norman Fosback in seiner Anleitung für den Aktienmarkt „Stock Market Logic“ in den 1990er Jahren besprochen, in den frühen 2000er Jahren wurde er im Journal TAS&C erwähnt (April 2003).

Die Herkunft leitet sich aus den ersten Computerprogrammen Ende der 1980er bis Anfang der 1990er Jahre her, als es erstmals möglich wurde, nicht nur Kurse, sondern auch Volumina realtime zu messen und an die Trader zu übertragen, die damals gerade begannen, heimische Bildschirm-Arbeitsplätze zu besetzen.

Grundsätzliche Aussagen des Positive Volume Indikators

Die Aussage des Positive Volume Indikators entspricht der einer herkömmlichen Volumenanalyse, während die Berechnung trendfolgend ausgerichtet ist. Herkömmliche Volumenanalysen behaupten oft, dass ein hohes Volumen den stabilen Trend begleitet und fallendes Volumen eine Trendschwäche anzeigt.

Diese Aussage ist allerdings sehr pauschal, denn niedriges Volumen verhindert keinesfalls steigende Kurse – im Gegenteil. Wenige Marktteilnehmer mit großen Orders können in einem volumenschwachen Markt Kurssprünge auslösen, der Positive Volume Index müsste dann eine krasse Divergenz anzeigen.

Für diese Illiquidität wurde er jedoch nicht geschaffen, sondern im Gegenteil für stabile, gesunde, volumenstarke Märkte, die durchaus auch fallen können, aber stets unter hoher Aktivität der Marktteilnehmer.

Sollte dabei das Volumen eines Handelstages das des Vortages übersteigen, notiert der Positive Volume Index im positiven Bereich – der stabile Trend (auch ein Abwärtstrend!) wird sich vermutlich fortsetzen. Ähnliche Aussagen lassen sich aus Marc Chaikins A/D-Line (Accumulation/Distribution) oder dem entsprechenden Indikator von Larry Williams entnehmen.

Was sind sinnvolle Einsatzgebiete des PVI?

Die großen Investoren verwenden einen Positive Volume Indikator, wenn sie Positionen aufbauen. Das können beispielsweise große Fondsgesellschaften sein, die Aktienpakete im Umfang von mehreren Millionen Euro erwerben, um das Geld ihrer Anleger (etwa Versicherungsnehmer oder Rentensparer) gewinnbringend zu platzieren. Gerade angesichts der niedrigen Zinsen in der Eurozone seit 2010 galt dies als Mittel der Wahl, wobei hier Assets auf Jahre still liegenbleiben sollen. Ein wildes Hin- und Her-Traden gibt es nicht.

Beim Einkauf und auch beim späteren Verkauf spielen der Negative und der Positive Volume Index eine überragende Rolle. Den Positive Volume Index berechnen entsprechende Programme ausschließlich an denjenigen Tagen, an denen das Volumen tatsächlich positiv – höher als am Vortag – ausfiel. An den übrigen Tagen läuft er ohne Veränderung weiter. Das bedeutet auch, dass Negative und Positive Volume Index parallel berechnet werden. Bei einem gegenüber dem Vortag erhöhten Volumen addiert das Programm zum gestrigen Indikatorwert die heutige prozentuale Kursveränderung.

 Fazit zum Positive Volume Index bei Binären Optionen

Zu den eindeutigen Stärken gehört die Verwendung als Trigger an einer Signallinie mithilfe eines gleitenden Durchschnitts.

Der gleitende Durchschnitt ist die Signallinie: Notiert der Positive Volume Index über dieser Linie, nimmt das Volumen im Trend zu, der sich dadurch verstärken dürfte (und umgekehrt). Dennis Petterson hat die Trefferquote hierfür berechnet und im Bullenmarkt 75 %, im Bärenmarkt 50 % ermittelt.

Auch Divergenzen lassen sich mit dem Positive Volume Index ermitteln. Zu den Schwächen gehört, dass in illiquiden Märkten einfach mangels Volumen irrationale Signale entstehen.

Der Positive Volume Indikator sollte in Märkten mit starken Volumina und meistens eindeutigen, auch fundamental begründbaren Trends eingesetzt werden.

Aktien als Basiswert für Binäre Optionen, hier wiederum die Blue Chips (beispielsweise aus dem DAX 30), erscheinen dafür prädestiniert.

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