Philadelphia Fed Survey

Kann die Philadelphia Fed Survey beim Traden von Binären Optionen helfen? Wir verraten es.

Bei der Philadelphia Fed Survey handelt es sich um eine Umfrage (Survey) und den daraus abgeleiteten Geschäftsklima-Index, welche die Philadelphia Fed – eine der 12 regionalen US-Feds – im 3. Federal Reserve District unter den dort ansässigen Unternehmen durchführt.

→ Das Ergebnis gilt als repräsentativ für die gesamte USA.

Philadelphia Fed Survey Symbolfoto

Philadelphia gehört zu den bekanntesten Städten der US-Ostküste.

Die Umfrageteilnehmer berichten über ihre gesamte Geschäftstätigkeit und unterschiedliche Maßnahmen und Aktivitäten, über den Beschäftigungsgrad, die Arbeitszeiten, offene und ausgeführte Bestellungen, Lagerbestände, Lieferungen und Lieferzeiten sowie gezahlte und erhaltene Preise.

Ins Leben wurde die Philadelphia Fed Survey im Mai 1968.

Inhalte und Zielrichtung der Philadelphia Fed Survey

Es handelt sich bei der Philadelphia Fed Survey um eine Business Outlook Survey zur Erstellung des entsprechenden Index, welcher die Produktionsbedingungen im Bezirk der Philadelphia Federal Reserve abbildet.

Der entstehende Indikator beschreibt Trends innerhalb der verarbeitenden Industrie und verschafft Investoren einen detaillierten Überblick bezüglich der Auslastungen im verarbeitenden Gewerbe. Aus dem abgeleiteten Index lassen sich Trends für die gesamte US-Wirtschaft ableiten, daher beeinflusst die Philadelphia Fed Survey auch die Aktien- und Rentenmärkte.

Die Veröffentlichung erfolgt jeweils am dritten Donnerstag des Monats mit den Daten des aktuell laufenden Monats. Es werden rund 250 Unternehmen des Philadelphia Distrikts mit mindestens 100 Beschäftigten befragt, etwa 40 bis 50 % der Teilnehmer beantworten die Fragen, die auf eine Einschätzung des Niveaus aller wirtschaftlichen Aktivitäten zielen.

Verglichen werden die Daten des laufenden mit denen des Vormonats als Vergleichsmaßstab, zudem erstellen die Autoren der Philadelphia Fed Survey eine Prognose für die kommenden sechs Monate.

Es handelt sich bei der Philadelphia Fed Survey um eine Sentiment-Umfrage, die also nur die Stimmung der Teilnehmer ermitteln soll und daher auf quantitative Erhebungen verzichtet. Jeder der untersuchten Bereiche wird bezüglich eines steigenden oder fallenden Trends bewertet, es kann auch keine Veränderungen geben.

Daraus entsteht ein Gesamtindex mit den Bereichen:

  • Auftragseingänge
  • Auslieferungen & Auslieferzeiten
  • Auftragsrückstellungen
  • Lagerbestände
  • Beschäftigung & gearbeitete Stunden
  • bezahlte & erzielte Preise
  • geplante Kapitalinvestitionen

Der entstehende Index pendelt um eine Nulllinie und zeigt oberhalb dieser eine ansteigende Konjunktur, darunter rezessive Tendenzen an. Das Untersuchungsdesign ist seit Mai 1968 fast unverändert geblieben. Es entstehen saisonbereinigte Diffusionsindizes mit einem Revisionsfaktor, der sich durch die Veröffentlichung des Jahresindex durch die Federal Reserve Bank of Philadelphia am Anfang des Kalenderjahres ergibt.

Dieser Index enthält Revisionen der historischen und saisonbereinigten Zeitreihen.

Aussagen und Auswirkungen der Philadelphia Fed Survey

Es handelt sich bei der Philadelphia Fed Survey um eine Sentimenterhebung, also ein Stimmungsbild, das dennoch frühe Informationen zu Beschäftigungstrends, Preisveränderungen und Konjunkturaussichten in der Industrie und im verarbeitenden Gewerbe liefert.

Durch die Philadelphia Fed Survey werden Erwartungen für die makroökonomische Ebene der USA widergespiegelt. Die Rezipienten achten auf die monatlichen Veränderungen der Konjunkturbedingungen sowie auf den Ausblick für die kommenden sechs Monate, den die Autoren liefern.

Veränderungen der Preisindizes für bezahlte und erhaltene Preise lassen Rückschlüsse auf den möglichen Inflationsdruck zu, von großem Interesse sind zudem die möglichen Veränderungen der Beschäftigungspraxis innerhalb der nächsten sechs Monate. Bei der Philadelphia Fed Survey werden Daten aus dem südlichen New Jersey, den östlichen 2/3 Pennsylvanias und Delaware erhoben.

Stärken und Schwächen der Philadelphia Fed Survey

Die Philadelphia Fed Survey hat natürliche Stärken und Schwächen, die sich allein aus dem Status als Sentimenterhebung ohne quantitative Gewichtung ergeben.

→ Zu den Stärken zählen:

  • Die Zeitspanne zwischen der Entstehung, der Erhebung und der Veröffentlichung der Daten ist extrem kurz. Es handelt sich wohlgemerkt um die Daten des laufenden Monats mit einer Erhebung in dessen dritter Woche, die mit den Daten des Vormonats verglichen werden.
  • Die Philadelphia Fed Survey erzeugt einen recht guten Indikator bezüglich der momentanen Konjunkturlage und der Erwartungen der Hersteller für die nächste Zukunft.
  • Die frühen Signale für Preisveränderungen, die Beschäftigungspraxis und die Auftragseingänge im dritten Fed-Bezirk gelten als Frühindikator für die gesamte US-Wirtschaft.

→ Diesen Stärken stehen einige Schwächen gegenüber:

  • Die Philadelphia Fed Survey ist nur eine Sentiment-Umfrage ohne Quantifizierung. Eine Stimmung lässt nur bedingte Rückschlüsse auf Fakten zu.
  • Große Fluktuationen und Volatilitäten im Index entstehen beispielsweise bei einer Reaktion der Befragten auf schockartige Ereignisse.

 Fazit zur Philadelphia Fed Survey bei Binären Optionen

Für das Trading ist die Philadelphia Fed Survey eher eine sehr globale Information über das allgemeine und für die nächsten Monate zu erwartende Sentiment in der US-Wirtschaft.

Fundamental interessierte Binäre Optionen Trader werfen gelegentlich einen Blick darauf und ergänzen diesen beispielsweise durch Employment Situation, Bruttoinlandsprodukt, Beige Book und ifo-Geschäftsklimaindex.

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