Percentage Volume Oscillator

Der Percentage Volume Oscillator entfaltet bei Binären Optionen seine Stärken in Kombination mit Oszillatoren.

Der Percentage Volume Oscillator (kurz: PVO) ist ein MACD des Handelsvolumens, den die Programme auf der Grundlage der entsprechenden Mathematik in einen Prozentwert umrechnen.

Damit reagiert der Percentage Volume Oscillator auf die Volumenveränderung so, wie der MACD Kursveränderungen abbildet.

In anderen Publikationen wird der Percentage Volume Oscillator auch als Verwandter des Percentage Price Oscillators bezeichnet.

Den Percentage Volume Oscillator konnte man in den 1990er Jahren entwickeln, nachdem die Datenfeeds eine entsprechend effiziente Berechnung der Handelsvolumina ermöglichten, die immerhin aus den elektronischen Orderbüchern entnommen werden müssen. Seither bildet der Percentage Volume Oscillator die EMA-Differenz (exponential moving average) zweier gleitender Durchschnitte unterschiedlicher Länge hinsichtlich des Volumens ab.

Der Percentage Volume Oscillator erreicht dabei maximal den Wert von 100 und fällt minimal auf 0, theoretisch und praktisch stellt die Null aber einen nicht erreichbaren Grenzwert (limes) dar. Sie würde schließlich bedeuten, dass es im betrachteten Asset aktuell null Handelsvolumen gibt.

Grundsätzliche Aussagen des Percentage Volume Oscillator

Grundsätzlich zeigt der Percentage Volume Oscillator die Volumenentwicklung von zwei EMAs unterschiedlicher Länge auf und errechnet aus den sich überlagernden, fraktalen Strukturen beider Zeitebenen ein Kauf- oder Verkaufssignal.

Wie dieses Signal berechnet wird, könnte der Willkür unterliegen, es hat sich aber die Subtraktion des slowEMA vom fastEMA und die anschließende Division durch den fastEMA (jeweils [volume]) etabliert. Standardeinstellungen laufen auf 26 und 12 Tage für die beiden Periodeneinstellungen hinaus, diese Einstellung übernehmen die meisten Expert Advisors.

Der Percentage Volume Oscillator

Der Percentage Volume Oscillator.

Es sind für den Percentage Volume Oscillator auch kürzere Einstellungen möglich. Folgt man der fraktalen Theorie, die der Mathematiker Mandelbrot (der sie fand oder erfand) gern auf die Börse angewendet hätte, dann müssten für Indikatoren wie den Percentage Volume Oscillator jegliche Zeitmuster möglich sein, von ultrakurzen im Sekundenbereich bis zu ultralangen über Jahre und Jahrzehnte.

Etwas Ähnliches wurde immer vermutet, schon durch Ralph Nelson Elliott und viele andere Experten, die die Börse mathematisch-geometrisch deuten wollten. Trader können das Grundkonzept eines Percentage Volume Oscillators gern mit einem Demokonto (z.B. mit dem OptionFair Demokonto) in Daytrading-Fenstern ausprobieren.

Einsatzgebiete des PV Oscillator

Wer den PVO (Percentage Volume Oscillator) einsetzt, kann damit steigende und fallende Volumenaktivitäten zweier sich überlagernder Zeitebenen im Oszillatorsignal erkennen.

Diese Aktivitäten deuten auf steigende oder fallende Handelsaktivitäten hin, nicht unbedingt auf steigende oder fallende Kurse. Es wäre sehr geschickt, den Percentage Volume Oscillator mit einem Preisoszillator zu verbinden, welcher dieselben Periodeneinstellungen verwendet und natürlich ähnlich schnell oder langsam reagiert, doch das erscheint bislang kaum möglich.

Der Hintergrund: Wenn der Percentage Volume Oscillator Daten aus Orderbüchern entnimmt, legt er möglicherweise das fiktive Volumen von Kauf- und Verkaufsaufträgen zugrunde, die noch offenstehen. Wenn er ausgelöste tatsächliche Volumina als Datenfeed nutzt, müsste er die Slippage exakt einkalkulieren, was schlechterdings unmöglich erscheint.

Selbst wenn er exakt die ausgelösten Volumina misst, wirken sich diese nicht sekundengenau kursbildend aus, so viel ist bekannt. Daher sollten Trader einen Percentage Volume Oscillator stets nur ergänzend verwenden.

Stärken und Schwächen des Percentage Volume Oscillators

Die steigenden oder fallenden Oszillatorsignale des PVO bestätigen Kurstrends, wirken also auf dieselbe Weise wie schon immer die Beobachtung des Handelsvolumens durch die Trader. Diese müssen sich aber von dem Mythos befreien, dass steigender Kurs und steigender Handel mit Long-Positionen 1:1 gleichzusetzen sind.

Umgekehrt (fallender Kurs und ansteigende Put-Positionen) gilt das sogar noch viel weniger. Kurse werden durch das Auslösen von Stopps, Gewinnmitnahmen und darunter auch Kaskadenvorfällen (Reißen von Stopploss-Pyramiden unterschiedlichster Marktteilnehmer) irrational, jedenfalls bislang nicht mathematisch erklärbar, beeinflusst.

→ Der Percentage Volume Oscillator liefert eine enorm wichtige, mathematisch solide ermittelte Information über das Volumen. Er liefert keine Antizipation des Kursgeschehens. Das hätten die Trader nur zu gern, doch vor dieser Versuchung sollten sie sich (wie bei den meisten anderen Indikatoren auch) hüten.

 Fazit zum Percentage Volume Oscillator bei Binären Optionen

Die Kombination dieses Indikators mit Kurs-Oszillatoren kann als sehr hilfreich betrachtet werden, für sich allein ist er zu wenig aussagekräftig.

Auch bei der Programmierung von EAs sollten Trader nicht allein auf einen Percentage Volume Oscillator setzen.

Binäre Optionen Trader sollten zudem einen Blick auf MACD, Average Directional Index (ADX), True Strength Index (TSI) und Commodity Channel Index (CCI).

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