Grundlagen Optionshandelsstrategien

Was sollte man über Handelsstrategien bei Binären Optionen wissen? Wir klären auf.

→ Optionshandelsstrategien müssen mehrere Faktoren beachten:

A) die Assetklasse beziehungsweise das Asset selbst

B) das gewählte Handelsinstrument (Art der Option) und schließlich

C) die eigenen Kapital- und Zeitressourcen.

Da es hier in jeglicher Hinsicht große Unterschiede gibt, eröffnen sich auch die unterschiedlichsten Handelsstrategien für einen Trader.

→ Ein einfaches Beispiel:

Mit klassischen Optionsscheinen ohne Knock-out-Schwelle kann ein Trader theoretisch ultralange Zeiträume von 12 bis 24 Monaten handeln, jedoch wird sein Handelsinstrument oft versagen, weil klassische Optionen einem Zeitwertverfall unterliegen.

Wenn er für einen Euro pro Schein eine Call-Option bucht, die auf einen Wert von einem Cent fallen und anschließend wieder auf den Ausgangswert und darüber steigen kann, so wird dieser Ausgangswert je nach Zeitablauf entweder nie wieder oder nur bei einem wesentlich höheren Kursstand des Underlyings erreicht, wenn recht viel Zeit verstrichen ist.

Viele Trader wählen daher klassische Optionsscheine entgegen ihrer großzügigen Konstruktion – keine Knock-out-Schwelle, billige Anschaffung, lange Auslaufzeit – tatsächlich nur für ultrakurze Handelsstrategien im Bereich weniger Stunden bis Tage.

Covered Call Strategie grafisch erläutert

Der Covered Call ist eine von vielen Handelsstrategien.

Es dauert eine Weile und kostet unter Umständen Lehrgeld, die eigene, passende Handelsstrategie für Optionen zu finden.

Finanzhistorische Entwicklung von Handelsstrategien

Lange Zeit gab es nur klassische Optionsscheine mit ihrem Zeitwertverfall und den komplizierten Berechnungsgrundlagen (den „Griechen“). Optionen soll es seit der Gründung von organisierten Börsen und möglicherweise sogar schon seit der Pharaonenzeit (als Wette auf Getreide- oder Goldpreise) geben, die „moderne“ Form der klassischen Optionsscheine stammt aus dem Ende des 19. bis frühen 20. Jahrhundert.

Eine nochmalige Aufwertung erfuhren sie im Jahr 1973 durch das Black-Scholes-Modell: Die Wirtschaftswissenschaftler Fischer Black, Myron Samuel Scholes und Robert C. Merton errechneten ein aus ihrer Sicht faires Modell solcher Optionen, publizierten es und erhielten dafür (Black posthum) 1997 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Black und Scholes eröffneten nach ihrer Berechnung, nach der sich bis heute viele Emittenten von klassischen Optionsscheinen richten, einen Hedgefonds, mit dem sie in den 1990er Jahren pleitegingen.

Das Modell funktioniert schlecht, wird von Finanzmathematikern wie Mandelbrot heftig kritisiert, Millionen Trader auf der ganzen Welt wenden solche Scheine gar nicht erst an. Der Nobelpreis wurde offensichtlich zu Unrecht vergeben, jedoch steht es uns nicht an, das Hohe Haus in Stockholm zu kritisieren.

Allerdings werden wir hier auf dieses Modell nicht näher eingehen, die Pleite der späteren Nobelpreisträger Black & Scholes spricht natürlich für sich. Wer mag, kann die Grundlagen auf Wikipedia nachlesen, uns bleibt nichts zu tun, als vor den Tücken der klassischen Optionsscheine zu warnen.

Natürlich werden sie reichlich emittiert, die Emittenten sind fast immer die Gewinner. Erst im 21. Jahrhundert setzten sich andere Arten von Optionen durch: 2003 die Knock-outs (eine deutsche Erfindung), 2005 die CFDs (eine Erfindung britischer Broker, um die dortige Börsenumsatzsteuer zu umgehen), 2008 die aus den USA stammenden Binären Optionen. All das ist besser, als einen klassischen Optionsschein zu buchen, aber bitteschön, das ist unsere Privatmeinung.

Erläuterung zu Optionsscheinstrategien

In der Praxis legt sich jeder Trader seine Optionsscheinstrategie zurecht. Das hängt – siehe vorn – von Kapital- und Zeitressourcen sowie in sehr hohem Ausmaß vom persönlichen Handelsstil ab, der wiederum mit dem gewählten Zeithorizont zusammenhängt. Es gibt tatsächlich Trader, die höchstens alle drei Tage auf ihre Wertpapiere schauen und dabei sehr erfolgreich handeln, andere scalpen im Sekundenbereich – sie können einfach nicht anders.

Darüber hinaus bieten einige Fachpublikationen und die Börsen in Frankfurt und Stuttgart Best Tools für Optionsscheinstrategien an.

Diese Tools sind so aufgebaut, dass ein Balkendiagramm diejenigen Zertifikate anzeigt, welche eine hohe Rendite in Abhängigkeit von einer bestimmten Handelsstrategie erwarten lassen. Die Handelsstrategie hängt wiederum vom Marktgeschehen ab, etwa einem vorzufindenden Trend, Swing oder einer Range sowie der aktuellen Volatilität.

Der Trader kann dann die Best Discount, Best Rolling Discount, Best Bonus, Best Sprint, Best Outperformance und Best Index Zertifikate für die jeweilige Handelssituation auswählen. Diese Tools lohnen sich wirklich für Anleger, die bei den vielen Möglichkeiten am Finanzmarkt auf die Expertise von Profis und die den Best Tools zugrunde liegenden Berechnungen vertrauen.

Hedging bei Binären Optionen

Auch Hedging kann als Handelsstrategie angesehen werden.

Ein Blick auf diese Best Tools lohnt sich wirklich, wenn der Trader nicht seine eigene Optionsscheinstrategie erarbeiten möchte, die auch nicht besser sein muss und in der Regel einiges an Lehrgeld kostet. Zu den Best Tools gehört eine Matrix, in die der Anleger seinen Basiswert, den Zeithorizont und sein Risikoprofil eintragen kann.

Zu beachten ist hier, dass solche Berechnungen sich auf Laufzeiten im Wochen- bis Monatebereich beziehen, eine große Unterscheidung wird etwa zwischen Laufzeiten über und unter einem Jahr getroffen. Für den schnellen Intradayhandel gibt es solche Tools nicht.

Hier setzen die Trader entweder Indikatoren aus charttechnischen Tools ein, wie sie die Forexbroker anbieten, oder sie verwenden eigene, händische Berechnungen, die nicht schlechter sein müssen. Grundsätzliche Strategien müssen zwischen dem Intradayhandel – also dem Daytrading – und dem Positionshandel unterscheiden.

Durch mögliche Overnight-Gaps (Kurslücken) handelt ein Trader intraday immer anders als im Positionstrading, das ab einer Haltedauer von zwei Tagen beginnt.

Fazit zu Handelsstrategien bei Binären Optionen

Trader müssen hier ein wenig mit virtuellem Geld experimentieren.

Einen Blick wert sind dabei u.a. die Handelsstrategien Buying Index Puts, Covered Call, Protective Call sowie Protective Put.

Wer es eilig hat, kann nur auf Binäre Optionen, Knock-outs oder CFDs setzen, um seine eigene Optionshandelsstrategie in kurzer Zeit zu finden.

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