Nikkei 225 mit Binären Optionen

Was sollte man bein Handel mit Binären Optionen des japanischen Leitindex Nikkei 225 beachten?

Der Nikkei 225 ist der japanische Leitindex, er umfasst 225 Aktien der wichtigsten und größten japanischen Unternehmen und wird auch aktiv mit Derivaten gehandelt.

An deutschen Börsen sind derzeit über 2.100 Anlageprodukte und knapp 5.200 Hebelprodukte auf den Nikkei 225 zu finden (Stand: 23.07.2014).

Von diesen Zahlen ausgenommen sind CFDs und Binäre Optionen, die nur über die entsprechenden Broker zu beziehen sind. Zum Vergleich: Beim DAX sind es über 65.500 Anlage- und 81.700 Hebelprodukte (Optionsscheine in jeglicher Form, Knock-outs), auf den Dow Jones sind ~1.580 Anlageprodukte und über 8.900 Hebelprodukte zu finden.

Aus diesen Zahlen lässt sich die Bedeutung von Indizes im Anlage- und Derivategeschäft ableiten, die auch den Nikkei 225 betrifft.

Details zum Nikkei 225

Die japanischen Bezeichnungen für den Nikkei 225 als 日経 225 oder 日経平均株価 = nikkei heikin kabuka („Nikkei-Aktienpreis-Durchschnitt“) verweisen auf seine Herkunft und Berechnungsgrundlage. Die japanische Börsenzeitung Nihon Keizai Shimbun gibt ihn heraus (so ähnlich, wie das Wall Street Journal für die Entwicklung des Dow Jones verantwortlich zeichnet), er soll die Entwicklung an der Tokioter Börse angemessen darstellen.

Die Berechnung des bedeutendsten asiatischen Index´ erfolgt nach der Dow-Jones-Methode, es handelt sich damit um einen preisgewichteten Kursindex ohne Dividenden, Sonderzahlungen und Bezugsrechte. Der Gewichtungsnennwert eines Punktes beträgt 50 Yen, wenn Aktien andere Nennwerte aufweisen, werden sie umgerechnet. Eine Indexkommission der herausgebenden Börsenzeitung entscheidet einmal jährlich über die Neubesetzung (zum Vergleich: beim DAX quartalsweise, wobei es nicht jedes Mal Änderungen gibt).

Um den Stand zu berechnen, addiert die Tokioter Börse die Kurswerte der vertretenen Unternehmen in Relation zum Aktienanteil des jeweiligen Unternehmens am Gesamtindex. Das führt zwangsläufig zur Überbewertung von Unternehmen mit vielen, billigeren Aktien gegenüber den Unternehmen mit weniger, dafür teureren Aktien, jedoch ist die Bewertung eines Aktienanteils im DAX aufgrund des Streubesitzes im Grunde nichts anderes.

Auch Streubesitz entsteht eher durch billigere Aktien, die sogar Kleinanleger kaufen. Jedoch hat man für den Nikkei 225 durchaus Korrekturfaktoren eingeführt, um entstehende Verzerrungen durch die Berechnungsmethode zu glätten.

Die erste Veröffentlichung des Nikkei 225 erfolgte im September 1950, der derzeitige Herausgeber Nihon Keizai Shimbun übernahm die Berechnung und Veröffentlichung erst 1971. Die 1.000-Punkte-Marke knackte der Index, der aktuell (Juli 2014) bei 15.350 Punkten steht, im Jahr 1960.

Nikkei 225 mit Binären Optionen handeln

Der Nikkei 225 stieg im Einklang mit den übrigen Weltbörsen im Jahr 2012 steil auf, seither verharrt er allerdings in einer großen Range, die keinen eindeutigen weiteren Aufwärtstrend erkennen lässt. Hierfür sind mehrere Dinge ausschlaggebend: Die japanische Wirtschaft weist nicht die Dynamik mancher europäischer Länder wie beispielsweise Deutschland auf, zudem hatte sie 2011 den verheerenden Tsunami und die Fukushima-Katastrophe zu verkraften.

Auch zur US-Wirtschaft konnte sie noch nicht wieder aufschließen. Das spiegelt sich im Nikkei 225 wider. Ein weiterer Fakt liegt im Index selbst begründet: Es handelt sich um einen satten Index, das lässt sich allein am hohen Punktestand ablesen.

Doch Trader von Binären Optionen muss das nicht stören, denn sie handeln kaum jemals Trends über sechs oder gar 12 Monate. Vielmehr sind die Bewegungen auf kurzen Zeitebenen interessant. Im Drei-Monate-Bereich zeichnet der Nikkei 225 aktuell fraktal die Jahresbewegungen nach, es gibt kürzere Trends und etwas längere Ranges.

Auf Sicht von fünf Tagen und auch intraday – damit auch im Minuten- und Sekundenbereich – verzeichnet dieser Index teilweise heftige Ausbrüche, was ihn für 30- und 60-Sekunden-Optionen und Touch-Optionen interessant macht, nicht jedoch für Range-Optionen. Call- oder Put-Optionen wären auf Sicht von minimal einer Woche, besser aber vier bis 12 Wochen zu empfehlen. Im 5-Tage-Bereich sind eindeutige Trends nicht zu erkennen.

 Fazit zum Nikkei 225 bei Binären Optionen

Dieser Index weist aufgrund seiner Struktur und des wirtschaftlichen Backgrounds einige Besonderheiten auf, die Trader von Binären Optionen beachten sollten.

Ein Vergleich mit dem S&P 500 etwa zeigt gravierende Unterschiede auf, jedoch auch mit den beiden europäischen Indizes DAX und CAC 40 hat der Nikkei 225 nicht allzu viel zu tun.

Wenn Trader sich mit diesem interessanten Underlying befassen, um es mit Binären Optionen zu handeln, müssen sie es zunächst eine Weile beobachten (minimal über ein Quartal, besser etwas länger), um sich ein Bild vom Nikkei 225 zu machen.

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