Linked Forest Chart – Binäre Optionen

Eine Erklärung des exotischen Linked Forest Chart und seine verwendung bei Binären Optionen.

Der Linked Forest Chart – wörtlich „Verbundener-Wald-Chart“ – sieht aus wie ein Histogram Chart, es handelt sich um Balken unterschiedlicher Höhe.

Die beiden Darstellungen haben sich parallel zueinander entwickelt, jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied:

Das Histogramm bezieht seine Bedeutung aus dem technisch-statistischen Bereich, es kann auch mit Balken (Rechtecken) unterschiedlicher Breite dargestellt werden. Wir klären, ob auch der Einsatz des Linked Forest Chart beim Handel mit Binären Optionen Sinn macht.

Per Definitem gibt es eine Wahrscheinlichkeitshäufung an, aus dieser Betrachtung heraus wurde es in die Indikatorendarstellung übernommen, wo man aber bis heute entscheidet, nur Balken einer einheitlichen Breite einzusetzen. Jedoch können diese nach oben und unten von der Nulllinie aus gezeichnet werden.

Das ist beim Linked Forest Chart gänzlich unmöglich, der tatsächlich eine sehr vereinfachte Darstellung des Kursverlaufs in Balkenform, ohne Dochte und auch ohne farbliche Kennzeichnung (bullish oder bearish) abgibt. Es ist eine einfache Form der Kursdarstellung, die maximale Übersichtlichkeit gewährleisten soll.

Aufbau des Linked Forest Chart

Der Betrachter sieht bei einem Linked Forest Chart ein Balkendiagramm mit einheitlich breiten Rechtecken unterschiedlicher Höhe und gleicher Farbe, deren Spitzen den Kursverlauf markieren. Sie können mit der Chartlinie verbunden werden. Ein Trader könnte sich fragen, warum nicht nur die Chartlinie gezeichnet wird.

Linked Forest Chart BMW

Beispiel für Linked Forest Chart (BMW Aktie).Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Tatsächlich ist der Linked Forest Chart aus der statistischen Darstellung von Parametern entstanden, die auf der Zeitleiste unterschiedliche Messwerte aufweisen, sonst aber keine Besonderheiten, Unterschiede oder Wahrscheinlichkeiten mitbringen.

Wenn etwa eine Wetterstation in einheitlichem Abstand (zum Beispiel jede Stunde) an einem Messpunkt die Temperatur abliest und das Ergebnis grafisch darstellt, entsteht ein Linked Forest Chart, der übersichtlicher wirkt als eine gezeichnete Linie.

Aussagen und Ableitungen aus dem Linked Forest Charts

Der Linked Forest Chart gibt nur den Kursverlauf wieder, aber nicht die Tendenz innerhalb der einzelnen Balken. Erst recht wird kein Volumen dargestellt, auch fehlen Eröffnungs- oder Schlusskurse eines Balkens. Damit ist die Aussage auf das Wesentlichste reduziert, den Preis des Wertpapiers.

Die Trader können aus diesem Chart nur den Preis ableiten, sonst nichts. Selbst die Breite der Balken könnte recht willkürlich ausfallen, obgleich ja auf der Zeitachse X diese Breite einen bestimmten Zeitabschnitt repräsentiert. Eine größere Balkenbreite würde damit eine gewisse Kursglättung bewirken, schmalere Balken (Rechtecke) dürften hingegen zur höheren Differenzierung führen.

Wann ist die Verwendung des Linked Forest Charts sinnvoll?

Der Linked Forest Chart wird für das börsliche Kursgeschehen eher selten eingesetzt, jedoch kann er die wichtige Funktion der maximalen Übersicht auf einen Blick mit sich bringen. Man stelle sich einen Trader vor, der mit mehreren Bildschirmen arbeitet und wirklich das Geschehen auf einem Schirm im Bruchteil einer Sekunde erfassen möchte, wobei ihn nur der Preis, dessen Peaks und der Verlauf interessieren. Hier wäre der Linked Forest Chart sinnvoll einzusetzen.

Die ähnlichen Candlesticks enthalten für so einen schnellen Überblick zu viele Informationen. Der Trader möchte nicht wissen, ob es innerhalb des schmalen Zeitfensters eines Balkens eine bullishe oder bearishe Tendenz gab oder wo der Kurs eröffnet oder geschlossen hat.

Er will nur im Augenblick eines Wimpernschlages das Kursgeschehen erkennen, auch im Vorbeigehen, auch bei Gegenlicht und ohne einen Peak zu verpassen. Er möchte sich nicht extra über eine Linie beugen müssen. Für ausführlichere Analysen hingegen ist ein Linked Forest Chart nicht sinnvoll einzusetzen.

Stärken und Schwächen bei Binären Optionen

Die größte Stärke besteht im „reduce to the max“, alle Informationen bis auf den sehr übersichtlichen Preisverlauf inklusive Peaks (ein einzelner Balken ragt heraus) werden ausgeblendet. Hierzu ist anzumerken, dass dies auch eine Frage des Komforts ist, denn es gibt Trader, die visuell eher Mühe haben, aus einem Chart etwas abzulesen. Diesen Tradern kommt der Linked Forest Chart sehr entgegen.

Natürlich hat die Darstellung mehrere Schwächen, von denen nur eine das Fehlen von Informationen ist. Der Linked Forest Chart ist ungewohnt, er kann zu falschen Assoziationen – vielleicht mit dem Volumen – und damit zu Fehlschlüssen verleiten. Auch seine Ähnlichkeit mit dem Histogramm wäre so eine fehlgeleitete Assoziation, das Histogramm in einem Indikator stellt aber etwas gänzlich Anderes als den Preischart dar.

Am ehesten arrangieren sich Trader mit einem Linked Forest Chart – falls ihnen dieser über den Weg läuft -, indem sie ihn als tradierte Darstellungsform alternativ zur einfachen Linie betrachten. Er übernimmt Funktionen des Filled Area Charts, bei dem die Fläche unter der Linie farblich gekennzeichnet wird, um einen schnellen Überblick herzustellen.

 Fazit zum Linked Forest Chart

Die seltenere Darstellung dürfte wohl eher ein Schattendasein beim Trading führen, in anderen statistischen Bereichen ist sie durchaus häufig anzutreffen, in einigen Bereichen – siehe oben „Wetterstation“ – zählt sie sogar zu den Standards.

Trader werden für sich entscheiden, inwieweit sie einen Filled Area Chart brauchbar einsetzen können. Im Bereich Binäre Optionen sollte das vermutlich allerdings weniger der Fall sein.

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