Korrelation

Sind Korrelationen bei Binären Optionen vorhanden?

Wer Korrelationen mit Binären Optionen handelt, steht damit in einer großen Tradition dieser Handelsstrategie, die schon immer auf die Wechselwirkungen einzelner Basiswerte zueinander setzte.

Korrelation bei Binären Optionen erklärt

Korrelation ist auch bei Binären Optionen relevant.

Der Ansatz ist so alt wie der börsliche Handel oder überhaupt jeder Handel: Werte korrelieren zueinander, und zwar proportional und umgekehrt proportional.

Als ein Händler auf einem antiken Markt vor zweitausend Jahren feststellte, dass Ledersandalen heuer schlecht gehen, wechselte er zu Fellstiefeln, denn diese wurden stark nachgefragt (umgekehrte Korrelation).

Die Bauern im alten Ägypten stellten vor dreitausend Jahren fest, dass es plötzlich einen Trend zu vielen Getreidesorten gab, Reis wurde ebenso wie Hirse und Mais verstärkt nachgefragt, weil die Ägypter wieder einmal dem Ratschlag ihres Pharaonen folgten und sich etwas mehr vegan ernährten (proportionale Korrelation).

Trader im 21. Jahrhundert stellen fest, dass manchmal die Aktienindizes steigen und das Gold im Gegenzug fällt, was sich trefflich begründen lässt (die Krisen- und Angstwährung Gold ist bei haussierenden Aktien weniger gefragt), jedoch fällt und steigt auch manchmal beides gleichzeitig. Verwirrt fassen sich die Experten an den Kopf und verwünschen die Unklarheiten an der Börse.

Es war zuvor so einfach gewesen, die entsprechenden Korrelationen mit Binären Optionen zu handeln. Man kaufte Dax-Calls und Gold-Puts, beides gewann oder beides verlor, jedenfalls war die Erklär-Welt in Ordnung, die uns der Erklär-Bär (irgendein technischer Analyst eines renommierten Hauses) uns zuvor so schön plastisch dargestellt hatte. Leider ist die Börse aber nicht kinderleicht.

Wie funktioniert Korrelation bei Binären Optionen?

Bei den Korrelationen nutzen Trader neben der technischen Analyse für das Buchen Binärer Optionen die Wechselwirkungen einzelner Basiswerte, die wie beschrieben manchmal augenscheinlich positiv oder negativ, manchmal auch völlig konträr zu üblichen Annahmen ausfallen. Das Beispiel der Korrelation zwischen einem Aktienindex und dem Gold ist sehr bekannt und darf als Demonstration herangezogen werden.

Tatsächlich korrelieren Aktien und Gold überwiegend umgekehrt proportional: Bei steigenden Aktienmärkten vernachlässigen Anleger eher den Krisenhafen Gold, bei einem Konjunkturabschwung mit fallenden Aktienindizes flüchten sie in diesen. Das funktioniert auf lange Sicht betrachtet relativ gut, wie sich etwa an der Entwicklung beider Assets seit Anfang 2013 aufzeigen lässt.

Gold fiel, der Dax stieg. In echten Krisenzeiten jedoch, also bei einem Crash, verkaufen Anleger panikartig beide Werte, sie korrelieren dann proportional. Umgekehrt können bei nachlassenden Leitzinsen und dem daraus folgenden billigen Geld durchaus Anleger in beide Assets beherzt investieren, sie steigen gleichzeitig und korrelieren wiederum proportional.

Das kann sogar langfristig funktionieren, im Falle von Dax und Gold war das 2012 der Fall. Aus diesen Erwägungen heraus sollten Anleger die Korrelationen der Basiswerte bei Binären Optionen auch unter fundamentalen Gesichtspunkten betrachten.

Im Falle von Gold und Dax hieße das: In einem stabilen konjunkturellen Umfeld (egal ob Auf- oder Abschwung) und ohne Zinsveränderungen dürfen die Trader überwiegend von einer umgekehrten Korrelation zwischen dem Dax und dem Gold ausgehen. Übrigens können sie auch von einer positiven Korrelation zwischen dem Dax und dem Dow Jones oder zwischen dem Gold und dem Silber ausgehen. Es ist also möglich, einen Dax-Call und einen Gold-Put, zusätzlich vielleicht noch einen Dow-Jones-Call und einen Silber-Put zu kaufen.

Diese Werte hedgen sich auch in gewisser Weise, denn selbst wenn die Korrelation nicht wie gedacht aufgeht, könnte zumindest eine Seite immer gewinnen. Allerdings ist zu beachten, dass schlimmstenfalls – bei einem heftigen Trendwechsel des Gesamtmarktes – auch alle Seiten verlieren können. Solche Trendwechsel werden durch Crashs oder Leitzinsänderungen mit anschließender „Kaufpanik“ ausgelöst.

Wann lässt sich Korrelation sinnvoll anwenden?

Wie schon beschrieben funktioniert die Strategie eher in einem stabilen Markt- und Zinsumfeld. Wenn Trader nicht alle fundamentalen Daten heranziehen möchten, können sie auch den Chart als Grundlage nutzen. Man nehme noch einmal das Beispiel Gold und Dax: Diese beiden Werte korrelierten nicht vollkommen, aber annähernd positiv im Jahr 2012. Gold war nach seiner Jahrtausendrallye zwischen 2001 und 2011 in eine Seitwärtsbewegung übergegangen, der Dax begann 2012 signifikant zu steigen.

Im Januar 2013 schließlich kreuzten sich die Entwicklungen, der Dax stieg weiter, Gold begann zu fallen. Seither ist die alte Gesetzmäßigkeit des fallenden Goldes bei steigendem Dax recht zuverlässig zu beobachten, und zwar auch in etwas kürzeren Zeiträumen. Abweichungen gab es lediglich bei der letzten Leitzinssenkung der EZB Anfang Juni 2014, diese verschaffte dem Gold einen Schub nach oben, obgleich der Dax-Kurs stabil blieb.

Aufgeweicht werden dürfte die umgekehrte Korrelation möglicherweise im Sommer 2014 etwa ab Juli (Zeitpunkt der Betrachtung: Ende Juni 2014), wenn sich der von den USA ausgehende konjunkturelle Abschwung fortsetzt. Die Anleger werden sich dann neu orientieren und entscheiden müssen, inwieweit sie verstärkt ins Gold investieren und ihre Aktienengagements aufgeben. In solchen unklaren Situationen ist eine Strategie bei Binären Optionen, die auf Korrelationen setzt, ausdrücklich nicht sinnvoll anzuwenden.

Stärken und Schwächen

Die größte Stärke besteht gar nicht unbedingt im gleichzeitigen Gewinn zweier korrelierender Werte, sondern viel eher im Hedging. Diese Betrachtung, durch vielfache Erfahrung bestätigt, geht davon aus, dass Korrelationen zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher sind. Der Trader glaubt nun, dass wenigstens einer der Werte gewinnt, diese Rechnung dürfte oft aufgehen.

Allerdings besteht hier auch ein signifikanter Knackpunkt, denn bei Trendwechseln und gleichzeitig bestätigter Korrelation können auch beide Werte verlieren. Der Trader setzte auf einen steigenden Dax und fallendes Gold, nun dreht der Markt, der Dax fällt, das Gold steigt: Es entsteht Totalverlust.

 Fazit zu Korrelationen bei Binären Optionen

Korrelationen sind ein Fakt, aber keine todsichere Handelsgrundlage. Als Beimischung eignet sich aber der Handel mit Binären Optionen nach Korrelationen sehr gut.

Die Alternative wäre, Korrelationen zu vernachlässigen, nicht an sie zu glauben. Das darf als verfehlt gelten, denn es gibt sie ganz eindeutig.

Als Ergänzung empfiehlt sich das Trend-Trading wenigstens eines der beiden Werte.

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