Vergleich: Klassische / Binäre Optionen

Worin unterscheiden sich Binären Optionen von Klassichen?

Klassische und Binäre Optionen im Vergleich unterscheiden sich grundlegend im Gewinn-Verlust-Prinzip, ansonsten ähneln sich ihre grundlegenden Konstruktionen.

Waage

Wo liegt der Unterschied?

Die Unterschiede interessieren jeden Trader, unabhängig von seinen Vorerfahrungen. Neulinge sind vom einfachen Aufbau Binärer Optionen begeistert.

Dieser erleichtert den Einstieg, weil sich die Trader nicht mit technischen Details klassischer Optionen auseinandersetzen müssen.

Darüber hinaus dient der Aufbau Binärer Optionen dem unkomplizierteren Handel.

Davon profitieren auch erfahrene und fortgeschrittene Trader, wenn sie klassische und Binäre Optionen im direkten Vergleich betrachten.

Wie entwickelten sich Binäre Optionen?

Die Binären oder „digitalen“ Optionen erhalten ihren Namen wegen des prinzipiellen Eintreffens oder Nicht-Eintreffens eines Ereignisses („binär“). Erfunden wurden sie für institutionelle Investoren wohl schon in den 1990er Jahren, die amerikanische Börsenaufsicht SEC gab sie 2008 auch für private Anleger frei.

Eine Call Option grafisch erklärt

Das Grundkonstrukt einer Call Option.

Bei Binären Optionen gibt es nur zwei Möglichkeiten, den hohen Gewinn oder den Totalverlust (mit der Ausnahme geringfügiger Rückerstattungen), obgleich die Ereignisse, auf denen Gewinne oder Verluste basieren, unterschiedlich definiert sind.

Trader können auf steigende oder fallende Kurse (Call-/Put-Optionen), auf den Schlusskurs in einer Range (Range, Boundary-Option oder In-Option), auf den Schlusskurs außerhalb einer definierten Range (Range Out-Option), auf das Berühren von Preisgrenzen (One-Touch- oder Double-Optionen) und auch auf das Nicht-Berühren jeweiliger Preisgrenzen (No-Touch-Option) spekulieren.

Diese Möglichkeiten scheinen klassische und Binäre Optionen im Vergleich stark voneinander zu unterscheiden, jedoch spekulieren Trader bei klassischen Optionen im Grunde auf eine ähnliche Weise, nur müssen sie dem Handel ein Stopploss- und Kaufstopp-Management (alternativ: Kauflimit-Management) hinzufügen.

Das entfällt bei Binären Optionen, die daher ein rascheres Handeln auch von Smartphones aus ermöglichen und als ein Produkt des mobilen Internets gelten dürfen. Wenn klassische und Binäre Optionen im Vergleich betrachtet werden, dann erscheint die Entwicklung von Online-Brokern, die ab den frühen 2000er Jahren klassische Optionen anboten, hin zu Binären Optionen nur logisch.

Einsatzgebiete von Klassischen und  Binären Optionen

Klassische Optionen sollen als Absicherung gegen Marktschwankungen erfunden worden sein (Hedging), Binäre Optionen gelten im landläufigen Sinne als reines Spekulationsobjekt. Beide Betrachtungen greifen zu kurz, denn mit klassischen Optionen wird von jeher spekuliert, ansonsten dürften sie ja nur Halter von Aktien- oder Rohstoffpositionen als Hedge buchen, aber so ist es nicht.

Vielmehr basiert der weltweite Börsenhandel seit mehr als einem Jahrzehnt wahrscheinlich zu rund 50 Prozent auf derivaten Handelsinstrumenten, also vorwiegend auf klassischen Optionen in ihrer unterschiedlichsten Ausprägung als klassische Optionsscheine, Knock-outs, CFDs und exotische Optionen (zu denen auch die Binären Optionen gehören).

Exkurs:

Das ist übrigens ein Grund dafür, warum die verheerenden Finanzcrashs seit den 2000er Jahren längst nicht zu den befürchteten Verwerfungen im internationalen Finanzsystem geführt haben – die Trader im Eigenhandel der Banken gewannen bei Crashs stets mit Put-Optionen.

Binäre Optionen können auch als Hedge eingesetzt werden, nur macht das wahrscheinlich kaum jemand (mehr zum Hedging bei Binären Optionen). Es wäre mangels Stopplossmanagement (das allerdings durch Positionenmanagement ersetzt werden kann) einfach etwas zu kompliziert und zu schwer zu handeln.

Damit setzen Binäre Optionen die Spekulationsfreude der großen wie kleinen Händler auf einer neuen Ebene und dieses Mal unverblümt und ohne jede Heuchelei fort: Wir spekulieren, na und? Jeder Mensch spekuliert, wenn er mit dem Auto einige Kilometer weiter nach den günstigeren Spritpreisen sucht oder im Supermarkt nach Schnäppchen fahndet.

Das Konstrukt einer Put Option grafisch erklärt

Das Grundkonstrukt einer Put Option.

Die Einsatzgebiete sind damit klar abgegrenzt: Trader mit klassischen Optionen können behaupten, ihre Aktienpositionen zu hedgen oder wenigstens der Kunst der technischen Analyse zu frönen. Trader von Binären Optionen geben zu, dass die Börse etwas von einem Spiel an sich hat, das sie gern mitspielen.

Stärken und Schwächen der Optionsarten

Beide Optionsarten haben unterschiedlich Stärken und Schwächen.

Diese kann man wie folgt gegenüberstellen:

  • Klassische Optionen
    punkten mit dem stufenlosen Stopplossmanagement und damit der viel gerechteren Gewinn- und Verlustverteilung. Diesen Vorzug können Binäre Optionen durch noch so differenzierte Ausgestaltungen nicht wettmachen.Die Schwäche klassischer Optionen besteht ihn ihrer etwas schwierigen Handhabung, sie vom Smartphone aus zu buchen und dann die Stopps vernünftig nachzuziehen ist nur theoretisch möglich.
  • Binäre Optionenbestechen mit dem einfachen Handling, wobei der Verzicht auf ein Stopplossmanagement noch einen weiteren Vorzug mit sich bringt: Trader werden nicht zu endlosen Trailing-Versuchen verleitet.Es ist in vielen Fällen besser, einfach ein Ergebnis abzuwarten.Die größte Schwäche liegt aber eben in dieser Konstruktion begründet:

    Trader können Verluste kaum begrenzen (höchstens durch die Verwendung von Zusatzfunktionen wie Early Closure), Binäre Optionen erscheinen daher nicht wirklich gerecht in ihrer Gewinn-Verlust-Verteilung.

Wenn sich nun ein Trader klassische und Binäre Optionen im Vergleich anschaut und sich fragt, welche Stärken ihm gefallen, welche Schwächen einer der beiden Varianten er unbedingt umgehen möchte, dann muss er zuerst seinen Tradingstil hinterfragen. Wer vor dem Rechner sitzt und wirklich Zeit hat, die Kurse permanent zu verfolgen, kann sich gern für klassische Optionen entscheiden.

rote-und-blaue-pille

Es ist nicht erforderlich, sich auf eine Optionsart festzulegen. Auch der parallele Handel mit Klassichen und Binären Optionen bei unterschiedlichen Brokern ist möglich.

Wer hingegen unterwegs ist und am frühen Morgen das Gefühl hat, heute könnte es doch wirklich im Dax aufwärtsgehen, bucht eine Binäre Call Option und lässt die Dinge dann laufen. In naher Zukunft wird es Forenberichte von Tradern geben, die beide Varianten anwenden und noch viel besser über die Stärken und Schwächen von klassischen und Binären Optionen im Vergleich berichten können.

 Fazit zum Vergleich zwischen Klassischen und Binären Optionen

Beide Optionsarten haben im modernen Handel des frühen 21. Jahrhunderts ihre absolute Berechtigung. Hier ein Pro und Kontra aufzubauen hieße wirklich, einer Chimäre nachzulaufen – etwas, wovor sich Trader immer hüten müssen.

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