Kennzahlen der Fundamentalanalyse

Die wichtigsten Kennzahlen der Fundamentalanalyse für Binäre Optionen umfassend erklärt.

Wichtige Kennzahlen der Fundamentalanalyse ergeben sich aus den Unternehmenszahlen, die auch bilanziell verwendet und außerdem mit dem Aktienwert ins Verhältnis gesetzt werden.

Allerdings gibt es hierfür – anders als für die Bilanz – keine grundsätzlichen Vorgaben der Gewichtung. Es bleibt also einen Aktienanalysten überlassen, welche der Kennzahlen er überhaupt verwendet und für wie bedeutsam er sie, bezogen auf das jeweilige Asset, hält.

Kennzahlen Fundamentalanalyse Symbolfoto

Den Kennzahlen der Fundamentalanalyse sollte man als Trader Beachtung schenken.

Des Weiteren ist zu beachten, dass diese Kennzahlen ausdrücklich nur für Einzelaktien von börsennotierten Unternehmen vorliegen.

Für Rohstoffe, Indizes und Währungen gibt es sie in dieser Form nicht, hier werden eher globale Betrachtungen – kurz- und längerfristig – zurate gezogen.

Wie haben sich die Kennzahlen geschichtlich entwickelt?

Die Kennzahlen der Fundamentalanalyse wurden im Verlaufe des 19. und 20. Jahrhunderts sukzessive von Aktienanalysten entwickelt, alsbald stützten sich große Investoren auf diese Auswertungen. Einige der erfolgreichsten Anleger der jüngeren Geschichte, darunter die Starinvestoren Soros und Buffett, arbeiten mit diesen Kennzahlen im Rahmen des Value Investments.

Sie ermitteln aus solchen Zahlen, inwieweit ein Asset als über- oder unterbewertet gelten muss, was Kurssteigerungen oder auch fallende Kurse erwarten lässt.

Grundsätzlich investieren sie in aus ihrer Sicht – aus den wichtigen Kennzahlen der Fundamentalanalyse ermittelt – unterbewerteten Aktien, die sie anschließend so lange wie möglich halten. Das setzt eine genaue Expertise voraus, mit allgemeinen globalen Betrachtungen zur Wirtschaftslage ist diese Art der Fundamentalanalyse nicht durchführbar.

Wichtige Kennzahlen der Fundamentalanalyse im Detail

Die im Folgenden beschriebenen wichtigen Kennzahlen der Fundamentalanalyse gelten als die wichtigsten verwendeten Indikatoren. Sie beziehen sich auf den Aktienmarkt und ergeben sich aus den bilanziellen Werten einzelner Unternehmen. Globale Kennzahlen gibt es auch, die allgemein die Wirtschaftslage beschreiben und für die Fundamentalanalyse von Indizes, Rohstoffen und in Grenzen auch Währungen herangezogen werden können.

Das sind beispielsweise Einkaufsmanagerindizes, das Verbrauchervertrauen und nicht zuletzt die Zinsentscheidungen von Zentralbanken. Wichtige Kennzahlen der Fundamentalanalyse für Aktien sind:

  • Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV oder PER von Price-Earnings-Ratio): Die bekannteste Kennzahl innerhalb der Fundamentalanalyse entsteht durch Division des aktuellen Aktienkurses durch den erwartbaren Gewinn je Aktie. Ein KGV unterhalb des branchenspezifischen Mittelwertes gilt als günstig. Die Angabe des KGVs erfolgt in absoluten Zahlen, eine 10 würde einen 10-prozentigen Gewinn bezogen auf die Aktienmarktkapitalisierung bedeuten, die 20 einen nur fünfprozentigen Gewinn. Ein hohes KGV bedeutet immer eine relativ hohe Bewertung der Aktien in Relation zum Unternehmensgewinn, Investoren sollten also bei einem niedrigen KGV einsteigen.
  • Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV): Für die Ermittlung des KBV wird der Aktienkurs durch den Buchwert pro Aktie geteilt. Das niedrige KBV bedeutet ebenso wie das niedrige KGV eine verhältnismäßig günstige Aktie und somit eine Einstiegsgelegenheit. Dahinter steht eine traditionelle Theorie: Value Investing basiert auf der Annahme, dass Aktien größtenteils fair bewertet werden, ihr KBV also eigentlich den immanenten Wert des Unternehmens widerspiegeln sollte. Anlageentscheidungen und Markttendenzen führen zu Abweichungen vom fairen KBV und damit zur Option, in diese Aktie zu investieren.
  • Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV): Hierbei setzen Analysten die aktuelle Marktkapitalisierung des betrachteten Unternehmens in Relation zum Jahresumsatz, der Gewinn bleibt bei dieser Betrachtung außen vor. Diese Kennziffer wird bei gesunden Unternehmen häufig vernachlässigt, doch auch ein aktueller Verlustbringer ist durch seine Umsätze noch etwas wert. Zyklische Aktien können ebenfalls gut durch das KUV analysiert werden. Ein niedriges KUV ist wiederum eine Einstiegsgelegenheit.
  • Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV): Die Berechnung erfolgt durch die Division von Aktienkurs durch Cashflow pro Aktie: Wichtig an dieser Betrachtung ist die Tatsache, dass Rückstellungen, Investitionen und Abschreibungen den bilanziellen Wert vom Cashflow abweichen lassen. Bei Übernahmen interessiert die Investoren sehr oft der aktuelle Cashflow und hinsichtlich der Aktien das KCV.
  • Gesamtkapitalrendite (GKR): Mit dieser Kennziffer wird die Profitabilität eingeschätzt, denn ein absoluter Gewinn sagt wenig über den dahinterstehenden Aufwand aus. Die Berechnung erfolgt durch A[/note_block]ition von Gewinn und Zinsaufwand zur Erzielung dieses Gewinns dividiert durch Gesamtkapital mal 100. Hieraus ergibt sich eine prozentuale Kennzahl. Die Formel erscheint aufwendig, man könnte auch einfach den Gewinn durch die Kapitalisierung teilen, jedoch gehen Analysten davon aus, dass das Unternehmen schließlich sein Kapital auch festverzinst anlegen könnte – daher die Implementierung des Zinsaufwandes.
  • Eigenkapitalquote (EKQ): Die Kennzahl setzt die Barmittel des Unternehmens ins Verhältnis zur Gesamtkapitalisierung, wodurch eine Aussage zur Solvabilität entsteht. Unternehmen ohne Barmittel gelten allgemein als schwach und wenig unabhängig. Eine hohe EKQ beeinflusst zwangsläufig das Rating und motiviert zur Anlage in dieses Asset.

 Fazit: Kennzahlen der Fundamentalanalyse bei Binären Optionen

Trader sollten sich pauschal merken, dass ein niedriges KGV, ein niedriges KBV, eine hohe EKQ und eine hohe GKR günstig sind, während die anderen Zahlen nicht in jedem Fall bedeutsam sind. Viele Investoren stützen sich gar allein auf das KGV, das stets öffentlich publiziert wird.

Wie genau ein Investor ein Unternehmen betrachtet, hängt zweifellos von seinem Zeithorizont bei dieser Anlageentscheidung ab. Man kann alle Kennzahlen zu einer Formel zusammenfassen, die eine Gewichtung vornimmt. Das wäre jedoch branchentypisch vorzunehmen und obliegt der Entscheidung des Investors.

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