Japanese Ladder (Tradologic)

Die Japanese Ladder ist ein interessantes Tool der IT-Spezialisten von Tradologic für BinäreOptionen.

Japanese Ladder Tradologic

Die Japanese Ladder ist ein Feature der Tradologic Handelsplattform.

Die Japanese Ladder ist eine neue Optionsmöglichkeit, die der Softwareanbieter Tradologic seit Herbst 2013 den Brokern zur Installation auf ihren Handelsplattformen anbietet.

Dabei handelt es sich um die Optionsart „Ladder“ („Leiter“) nach den speziellen Regeln der FFAJ (Financial-Futures Association of Japan), die in den Jahren 2005 bis 2010 neu formuliert worden waren.

Funktionsweise der Japanese Ladder

Die Ladder ist eine Optionsart, bei der ein Kunde in Form einer Leiter Optionen mit verschiedenen Strikes (Ausübungspreisen) bucht, um seine Handelstätigkeit dem wechselnden Kursgeschehen anzupassen.

Er könnte also beispielsweise bei steigendem Kurs mit immer höherem Strike neue Call-Optionen (prozyklisch) buchen, ebenso bei fallendem Kurs mit immer tieferem Strike Put-Optionen.

Dasselbe funktioniert auch antizyklisch. Zum Verständnis des Strikes: Dies ist der Ausübungspreis einer Option bei Ablauf, doch der Begriff hat in den vergangenen Jahren mit dem Aufkommen von Knock-outs (seit 2003) eine neue Bedeutung bekommen.

Heute bezeichnet ein Strike im Grunde den billigsten Wert einer Option, zu dem sie bei Ablauf mindestens vom Emittenten oder Market Maker zurückgenommen wird. Der Gewinn des Trades bezieht sich auf die Differenz von Kaufpreis und Verkaufspreis bei klassischen Derivaten, bei Binären Optionen auf die vertraglichen Festlegungen (beispielsweise 80 Prozent Gewinn beim Eintreten eines Call-Ereignisses unabhängig von der Kursbewegung).

Zwischen Strike und Kaufpreis herrscht eine Differenz, die der Trader bezahlen muss. Bei Binären Optionen verläuft die Betrachtung noch etwas anders: Wenn der Kurs gestiegen ist, kann der Trader – sofern er an weiter steigende Kurse glaubt – eine neue Call-Option mit höherem Strike (daher müsste sie preiswerter sein) als eine vorherige Call-Option kaufen, genau das sollte das Prinzip der „Ladder“ sein.

Da das Ganze auch mit Put-Optionen funktioniert, ersannen die Experten von Tradologic die Variante der Japanese Ladder, um sich an die speziellen FFAJ-Regeln anzupassen. Diese sehen einen Schutz der Anleger beim Verlust von Put-Optionen vor, die am japanischen Finanzmarkt bei Overnight-Positionen speziell verzinst werden.

Solche Verzinsungen gibt es woanders auch (beispielsweise bei Call-CFDs negativ, bei Put-CFDs positiv), doch Japan hat beschlossen, Put-Trader vor speziellen Verlusten bei Margins, Verzinsungen und Overnight-Gaps zu schützen. Die Japanese Ladder trägt diesen Regelungen Rechnung und kann daher von Brokern unter der Aufsicht der FFAJ genutzt werden

Chancen und Risiken

Nach dem Verständnis eines europäischen Traders hat die Japanese Ladder gegenüber anderen Handelsvarianten mit unterschiedlichen Strikes keine speziellen Vor- und Nachteile, wenn sie lediglich den japanischen Finanzmarktverordnungen Rechnung trägt. Die Ladder wiederum kann in bewegten Märkten bei pro- und antizyklischem Trading mit dem Kurs hilfreich sein, damit Trader die Marktchancen in unterschiedlichen Situationen wahrnehmen.

Die Chance so einer Optionenart besteht darin, Kursbewegungen pro- und antizyklisch zu folgen. Das Risiko besteht wie bei jedem Trade darin, dass der Kurs sich anders entwickelt als beim Kauf der Option angenommen. So könnte ein Trader die Ladder für Call-Nachkäufe bei der Annahme eines permanent steigenden Marktes nutzen, doch der Markt kann natürlich zwischenzeitlich drehen.

Praxisbeispiel für eine Japanese Ladder

Der Trader könnte in einem steigenden Markt mit der Japanese Ladder antizyklische Put-Optionen buchen, um eventuelle Reversals als Hedge beziehungsweise für zwischenzeitliche Gewinnmitnahmen zu nutzen.

Wenn der Broker den japanischen Finanzmarktregeln unterliegt, müssten die Verluste auf diese Puts begrenzt werden.

 Fazit zur Japanese Ladder

Es ist aus nicht-japanischer Sicht zu vermuten, dass Tradologic die Japanese Ladder speziell für den japanischen Finanzmarkt konstruiert hat.

Absolut sicher ist diese Aussage aber nicht, denn die Erläuterungen auf der Tradologic-Plattform umfassen zu dieser Thematik nur drei dürre Zeilen.

Für den europäishen Markt interessanter sind das Matrix Trading Tool sowie Multitrade (Triple).

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