Chartindikatoren für Binäre Optionen

Welche Vorteile bieten Chartindikatoren bei Binären Optionen?

Indikatoren dienen der Handelsunterstützung und erfassen bestimmte Merkmale der Kursentwicklung.

Grob könnte man sie etwa in Indikatoren für

die Trendbestimmung

die Trendfolge

in Oszillatoren und

→ Volumenindikatoren unterscheiden.

Die bekanntesten Chartindikatoren im Überblick

A) ADX und Directional Movement Konzept

Diese beiden Indikatoren zeigen einen Trend und dessen Stärke auf. Der ADX (Average Directional-Movement Index) macht die Trendstärke sichtbar. Automatische Handelssysteme nutzen den ADX, um in Seitwärtsbewegungen die Entstehung eines neuen Trends auszufiltern. Der ADX zeigt nicht die Trendrichtung, sondern nur die Stärke der Ausprägung an.

Wenn er unter dem Wert von 30 notiert, ist ein Seitwärtstrend zu konstatieren. Fällt der ADX unter 15, wird diese Seitwärtsbewegung relativ eng, man kann nun davon ausgehen, dass ein Ausbruch nach oben oder unten bevorsteht. In welche Richtung der Ausbruch erfolgt, ist unbestimmt.

Average Directional Index Beispiel

Einer der bekanntesten Chartindikatoren ist der ADX.
Das Beispiel zeigt, wie ein starker Trend (>40) bricht. Der aktuelle ADX von unter 15 bescheinigt eine derzeit schwach ausgeprägte Trendstärke. Ein solch schwacher ADX ist für Trader in der Regel wenig attraktiv.Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Der Directional-Movement-Index stammt von Welles Wilder, er entwickelte es 1978 und nutzte auf Tageschartbasis die einfache Tatsache, dass in Aufwärtstrends der Tageshöchstkurs den des Vortages übersteigt, in Abwärtstrends verhält es sich umgekehrt.

Mit dem Directional-Movement Konzept lässt sich also namensgemäß die Trendrichtung bestimmen, die per positivem und negativem Directional Moment unterschieden wird (+DM und -DM).

Diese beiden Werte werden jeweils aus den Differenzen der jeweiligen Tageshöchst- oder Tagestiefstkurse zum Vortageshoch/Vortagestief ermittelt. Je größer die Differenz ausfällt, desto stärker ist der Trend demzufolge ausgeprägt. Es handelt sich damit klar um einen nachlaufenden Indikator.

B) Trendfolge-Indikatoren

Envelopes und MACD sind Indikatoren für die Trendfolgebestimmung mit unterschiedlichen Eigenschaften. Envelopes (Umschläge) schützen den Trader vor Korrekturen, sie decken starke Abweichungen im Kursgeschehen auf. Korrekturen nach oben oder unten lassen sich aufgrund der Envelopes erahnen.

Auch können Trader mit Envelopes übertriebene Abweichungen erkennen. Sollte sich der Kurs von seinem gleitenden Durchschnitt sehr weit entfernen, ist von der baldigen Korrektur auszugehen. Diese Entfernung verschiebt die Bänder (Envelopes), bis eine zu weite Ausdehnung konstatiert wird und man von einer Korrektur in Richtung des gleitenden Durchschnitts ausgehen kann.

Auch der MACD (Moving-Average Convergence/Divergence = zusammen- oder auseinanderlaufender gleitender Durchschnitt) ermittelt die Trendfolge. Gerald Appel entwickelte 1979 diesen Indikator, der seither zum Standardrepertoire der Trader gehört. Moderne Tools berechnen den MACD aus der EMA-Differenz, sie nutzen also zwei exponentiell gleitende Durchschnitte und fügen eine Triggerlinie hinzu. Der MACD kann positiv (Aufwärtstrend) oder negativ (Abwärtstrend) ausfallen.

Dabei zeigt er durch den Abstand zur Nulllinie die Trendstärke an. Dieser Indikator ist beliebt, weil er die beiden Aussagen der Trendrichtung und -stärke gleichzeitig anzeigt und drittens durch ein Kreuzen der Triggerlinie sogar Kauf- und Verkaufssignale liefert.

C) Oszillatoren

Es gibt sehr viele Oszillatoren, deren gemeinsame Haupteigenschaft darin besteht, dass sie um eine Null- beziehungsweise Triggerlinie oszillieren. Beispielhaft lässt sich ihre Funktionsweise am Aroon-Oszillator und am RSI Indikator erklären.

Den Aroon-Oszillator entwickelte der Trader Tushar Chande im Jahr 1995, um Seitwärtstrends aufzudecken und auch eine Trendstärke bestimmen zu können. Dieser Oszillator besteht aus den beiden Linien Aroon-Up und Aroon-Down. Sie messen die Tage seit dem letzten Hoch (Aroon-Up) und dem letzten Tief (Aroon-Down) und bewegen sich innerhalb einer von 0 – 100 reichenden Skala.

Bei einem 14-Tage-Hoch würde der Aroon-Up auf den Wert 100 steigen (und umgekehrt). Diese oszillierende Darstellung ähnelt dem ADX und kann Trend- und Seitwärtsphasen unterscheiden. Immer wenn eine der Linien über der anderen notiert, signalisiert das den jeweiligen Trend. Gleichzeitig muss der obere Extrembereich (Standardeinstellung: 80) erreicht werden. Unter diesem Bereich ist eine Seitwärtsbewegung zu konstatieren.

Der „Relative Strength Index“ pendelt als Oszillator in der theoretischen Spanne 0 – 100 und in der praktischen Spanne von meist 10 – 90. Es wird eine 14-tägige Einstellung vorgenommen, jedoch sind auch andere Perioden möglich. Das Oszillieren in Werte über 70 und unter 30 kennzeichnet überkaufte und überverkaufte Zustände, wobei je nach Marktintensität auch Einstellungen von 60/40 oder 80/20 verwendet werden können.

Sollten diese Zonen verlassen werden – beispielsweise die überverkaufte Zone nach oben, also der RSI von 25 auf 45 steigen -, ergeben sich entsprechende Kauf- und Verkaufssignale. Im angegebenen Beispiel könnte nun nach dem vorherigen überverkauften Zustand gekauft werden.

D) Volumenindikatoren

Mit Volumenindikatoren wird das Handelsvolumen im Markt angezeigt, das wichtige Aufschlüsse über die Aktivitäten der Marktteilnehmer liefert und als vorlaufende Indikation gilt. Diese Indikatoren sind daher besonders interessant. Im Folgenden zeigen wir beispielhaft, wie zwei der Volumen-Indikatoren funktionieren.

→ On Balance Volume

Das On Balance Volume von Granville vereinigt das Volumen mit der Kursbewegung, der Indikator führt damit den Trend (läuft voraus). Diese Tatsache, die natürlich nicht unumstößlich ist, basiert auf dem Faktum, dass in einem Markt in der Regel zuerst das Volumen steigt und anschließend eine neue Kursrichtung eingeschlagen wird.

Die Berechnung ist einfach und wird heutzutage durch Tools ausgeführt, sie bildet die einem Trend zugrunde liegenden Kräfte ab.

Es wird stets empfohlen, beim Trading mindestens einen Volumenindikator einzusetzen, das On Balance Volume eignet sich sehr gut. Wenn ein Aufwärtstrend konstatiert werden soll, müsste das Volumen schon länger von Tag zu Tag (Zeiteinheit zu Zeiteinheit) gestiegen sein.

→ Positive Volume Index

Das Positive Volume Index ist einer von zwei Indikatoren (neben dem Negative Volume Index) für die antizyklische Zunahme von Volumina. Das widerspricht natürlich der gängigen Volumentheorie, auf der beispielsweise das On Balance Volume basiert. Der Positive Volume Index misst ein zunehmendes Volumen an Tagen mit Kursrückgängen, der Negative Volume Index macht das Gegenteil.

Damit wird unterstellt, dass an Tagen mit Kursrückgängen viele Trader in einem haussierenden Markt ihre Positionen aufstocken, was auch tatsächlich geschehen kann, aber nicht muss.

Dennoch ist der Positive Volume Index ein wertvoller Indikator in einem gesund haussierenden Aktienmarkt. Eine adäquate Aussagekraft der Negation – also des Negative Volume Index – ist hingegen umstritten.

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