Grundlagen Chartformationen

Einführung zu Chartformationen bei Binären Optionen.

Chartformationen sind Muster in einem Kursverlauf, die eine Interpretation nach festen Vorgaben zulassen.

→ Sie liefern somit Anhaltspunkte für eine Kursprognose.

Es gibt diese Formationen schon sehr lange, eingefleischte Charttechniker halten sie für ein Naturgesetz. Da könnte etwas dran sein, denn wer die Charts ganz anderer, nicht-wirtschaftlicher Entwicklungen betrachtet – etwa des Wetters oder auch von Vorgängen in der Physik und Chemie -, wird feststellen, dass es dort den börslichen Entwicklungen, auch in bezug auf Binäre Optionen, sehr ähnliche Chartformationen gibt.

Die Schulter-Kopf-Schulter (SKS) Chartformation erklärt

Schulter-Kopf-Schulter ist eine der bekanntesten Chartformationen.

Die bekannteste dieser allgemeingültigen Formationen ist der Rücksetzer in einem Trend, aber nicht bis zum Trendbeginn, sondern nur um ein geringeres Stück, dann folgt die erneute Trendaufnahme, die sich mit dem Überschreiten des bisherigen Höhepunktes bestätigt.

Die Börsenanalysten kennen das als 1-2-3-Formation, nach der sich auch Hochwasserstände oder Sommertemperaturen und ebenso das Aufschwingen eines Motors in kritische Drehzahlen zeichnen lassen, jedes Kind kennt den in Zacken nach oben (auch nach unten) verlaufenden Trend.

Diverse andere Chartformationen wurden inzwischen im börslichen Geschehen als Standard definiert. Zu beachten wäre, dass es durchaus Entwicklungen gibt. Einige Theoretiker behaupten, börsliche Chartformationen der 1980er Jahre, die bis dahin als zuverlässig gegolten hatten, hätten im gegenwärtigen Kursgeschehen der etwas späteren 2000er Jahre (Stand der Betrachtung: 2014) ihre Prognosekraft verloren. Diese Aussage ist ausdrücklich umstritten.

Sollte man sich mit Chartformationen auskennen?

Auf diese Frage gibt es keine so klare Antwort, wie Neu-Trader vielleicht vermuten würden. Angesichts der vielen Literatur, der großen Zahl an identifizierbaren Chartformationen und der daraus abgeleiteten Prognosen erscheint es zunächst ebenso sinnvoll, Chartformationen auswendig zu lernen, wie ein Elektriker die Anschlüsse am Stromkasten auswendig lernt. Letztere sind aber wirklich eindeutig zu identifizieren, Chartformationen sind es nicht.

Ihre Kenntnis schafft ein wenig Ordnung im Chaos des börslichen Geschehens, jedoch gibt es nicht einmal exakte Aussagen über die Wahrscheinlichkeit, mit der die Kurse nach einer bestimmten Formation wirklich das tun, was alle Welt behauptet: einen Trend aufnehmen oder in die eine oder andere Richtung durchbrechen.

Selbst Trader mit sehr großer Erfahrung wagen höchstens von einer „Etwa-Wahrscheinlichkeit um 50 bis 70 Prozent“ zu sprechen, ein Wert, den sie erfühlt, aber nicht berechnet haben.

Chartformationen gehören bezüglich ihrer Prognosekraft ins Reich den Ungefähren, sie sind die klassische Gut-zu-wissen-Information. Dennoch sollten sich Trader damit beschäftigt haben. Im Grunde sind andere Aussagen über künftige Entwicklungen ebenso zu betrachten, und wenn sie zehnmal im Brustton der Überzeugung vorgetragen werden.

Wussten Sie, dass die Wetteronkels und -tanten im Fernsehen sehr gut bezahlt werden? Das ist kein Wunder: Sie müssen die Prügel einstecken, wenn das Wetter nicht das gemacht hat, was sie gestern noch prophezeiten.

Ähnlich geht es den Wirtschaftsweisen, die von aller Welt befragt werden, ob das Land sich auf dem Weg in den Aufschwung oder in die Rezession befindet. Dabei korrigieren diese Experten ihre Prognosen manchmal nur um ein halbes Prozent nach oben oder unten. Beim Derivatetrading nach Chartformationen geht es um weitaus mehr.

Trader müssen diese Ambivalenz aushalten: Sie müssen Chartformationen kennen, dürfen ihnen aber nicht sklavisch vertrauen. Ohne Koppelung mit einem vernünftigen Risiko- und Moneymanagement sind sie ohnehin nichts wert.

 Fazit zu Chartformationen bei Binären Optionen

Hier soll als Fazit eine kleine Liste von Chartformationen erscheinen, die zu dieser erwähnten Gut-zu-wissen-Information gehören und für Binäre Optionen mitunter relevant sind. Einige von ihnen lassen sich in bestimmten Assetklassen nach wie vor sehr gut handeln.

  • Trendkanäle (channels): Diese werden gezeichnet, indem die vergangenen Hochs und Tiefs mit einer Linie verbunden werden. Innerhalb des Trendkanals, der sich in die Zukunft fortzeichnen lässt, schwankt der Kurs. Kaufstopps werden im Aufwärtstrend über den Trendkanal, Verkaufsstopps unter ihn gesetzt.
  • Schulter-Kopf-Schulter (auch invers: Schulter-Kopf-Schulter-Boden): Das bekannte und oft zitierte Muster gehört zu denjenigen Chartformationen, von denen behauptet wird, sie hätten an Aussagekraft verloren. In den Aktienmärkten der 1930er bis 1970er Jahre war wohl die SKS sehr oft anzutreffen.
  • Double-Top, Double-Bottom: Hierbei handelt es sich um doppelte, aber auch drei- und mehrfache Hochs und Tiefs (fast) auf einer Linie. Das Über- und Unterschreiten dieser markanten Zone gilt in bestimmten Assetklassen immer noch als starkes Signal, Vorsicht ist indes in Indizes geboten.
  • Flaggen und Wimpel: Diese Formation kennzeichnet den Rückschlag eines ausgebrochenen Kurses, was das entsprechende Bild ergibt. Die Fortsetzungsformation funktioniert noch recht gut.
  • Konsolidierungen, Leisten, Rechtecke, Schiebezonen: Die Chartformation bedarf kaum einer Erklärung. Ausbrüche nach oben und unten sind ein starkes und nach wie vor gültiges Signal.

Sie sind auf der Suche nach einem guten Broker für Binäre Optionen?

Unsere aktuellen Empfehlungen:

BDSwiss Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
IQ Option Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 10 €
Wertung:
Binary.com Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung: