Chartdarstellungen Binäre Optionen

Mit den bekanntesten Chartdarstellungen sollte auch im Bereich Binärer Optionen jeder Trader vertraut sein.

Chartdarstellungen betreffen die Art und Weise, wie die Kurse eines Wertpapiers in einem Diagramm dargestellt werden.

Diese Zeichnungen gibt es vermutlich schon mehrere Tausend Jahre, denn seit Menschen Handel treiben oder auch das Wetter und andere Vorgänge beobachten, versuchen sie die Gesetzmäßigkeiten dieser Vorgänge visuell darzustellen, um daraus signifikante (statistische) Zusammenhänge abzuleiten.

Dabei haben sich mehrere Darstellungsarten durchgesetzt, die prinzipiell alle davon abhängig sind, dass eine Zeichnung zweidimensional erfolgt, also für einen Zusammenhang die beiden Achsen X und Y zur Verfügung stehen.

Bei der Chartdarstellung eines Wertpapiers und dessen Entwicklung im börslichen Geschehen vermuten Laien zunächst, dass die X-Achse immer die Zeit, die Y-Achse immer den Preis des Wertpapiers darstellt, doch so ist es nicht.

Chartdarstellungen

Manche Chartdarstellungen sind im Bereich Binärer Optionen wesentlich relevanter als andere.

Einzelne Chartdarstellungen von Wertpapieren wie die bei Binären Optionen sinnvollen Point & Figure Charts blenden die Zeit aus beziehungsweise stellen sie nur rudimentär, in jedem Fall aber nicht-linear dar.

Fortschritte auf der X-Achse sind weniger zeit- als ereignisbezogen. Diese Darstellungen haben sich bekanntermaßen spätestens seit dem frühen 20. Jahrhundert eingebürgert, vermutlich gab es sie aber schon früher, sie sind nur nicht überliefert. Ähnliche Phänomene finden sich in anderen Bereichen der menschlichen Kultur, etwa der Musik.

Der in Notenaufzeichnungen bekannte Taktstrich und die Metrik von Noten, die sich vollkommen auf den Zeitablauf bezieht, wurde erst in der Renaissance eingeführt, zuvor bestand ein gänzlich anderes, nicht-getaktetes Zeitverständnis.

ZoomTrader LogoBis zu 100% Bonus beim Testsiegerzu ZoomTrader
BDTop-Broker mit nur 100€ Mindesteinzahlungzu BD Swiss
StockpairDer Pair Trading Spezialistzu Stockpair

Die Unterteilung in streng definierte Zeiteinheiten ist eine Erfindung des Mittelalters, etwa seit dem 20. Jahrhundert gelangt man (wieder) zu der Erkenntnis, dass Ereignisse zeitlich gedehnt und gestaucht ablaufen, was auch und gerade das börsliche Geschehen betrifft.

Wieso werden unterschiedliche Chartdarstellungen genutzt?

Unterschiedliche Chartdarstellungen werden aus tradierten Gründen und wegen eines unterschiedlichen Verständnisses der Ereignisse genutzt. Auch spielen visuelle Gewohnheiten und Fähigkeiten der Trader eine ganz erhebliche Rolle, Chartdarstellungen dienen also auch dem Komfort. Die Tradition ergibt sich aus regionalen Entwicklungen.

Der Linienchart ist eine vorrangig europäische Entwicklung, die natürlich in ihrer simplen Art überall auf der Welt schon immer eingesetzt wurde. Der Candlestick Chart wurde im 18. Jahrhundert in Japan erfunden, um in einem Chart die begrenzte Entwicklung im zeitlichen Bereich einer einzelnen Kerze darzustellen. Auf diese Idee kommen Völker, deren Sprache – wie die japanische – für jeden Begriff ein Zeichen verwendet und nicht aus Vokalen und Konsonanten ein Wort zusammensetzt.

Der Point & Figure Chart ist eine amerikanische Erfindung, die aus dem US-Aktienhandel der 1920er Jahre stammt, der damals im globalen Maßstab sehr fortgeschritten war und zur Erkenntnis führte, dass man börsliche Entwicklungen mehr von Ereignissen als vom Zeitablauf ableiten sollte. Ein weiterer Punkt bezüglich des Verständnisses führte zu den Volume Charts (Candle Volume Chart, Equivolume Chart), die das Handelsvolumen in den Chart integrieren.

Welche Chartdarstellungen sind am weitesten verbreitet?

Drei Arten der Chartdarstellung lassen sich grundsätzlich unterscheiden:

A) Liniencharts

Liniencharts
stellen einen strengen Zusammenhang zwischen Preis und Zeit im XY-Diagramm in Form einer Linie dar, die auch über einer ausgefüllten Fläche verlaufen kann (Filled Area Chart).Der Vorteil besteht in der großen Übersicht, der Nachteil in der auf den reinen Preisverlauf eingegrenzten Information.

B) Balkencharts

Hierzu gehören alle möglichen Charttypen wie Candlesticks, OHLCs, Bar Charts, Linked Forest Charts und auch die Equivolume oder Candle Volume Charts. Sie haben alle eine Gemeinsamkeit, nämlich die Unterteilung der Zeit in einzelne Einheiten, die zu einem Balken führen.

Die Zeit und der Preis verlaufen ansonsten linear wie beim Linienchart.Was der Balken aussagt, ist recht unterschiedlich, es lassen sich alle möglichen Informationen darin inkludieren wie die Tendenz innerhalb dieser Zeiteinheit (bullish oder bearish), Eröffnungs- und Schlusskurse, Hochs und Tiefs sowie das Volumen.

Der Vorteil besteht in der Informationsfülle, der Nachteil in einer zunehmenden Unübersichtlichkeit, je mehr Informationen ein Balkenchart enthält.

C) Point & Figure Charts und weitere ereignisbezogene Charts

Point & Figure
und ähnliche Charts stellen Ereignisse, aber keine absolute Zeit und meistens auch keine absoluten Preise dar.

Hier liegt – siehe oben – eine gänzlich andere Betrachtungsweise vor, über die nun seit mehr als einem halben Jahrtausend auch wissenschaftlich gestritten wird: Welche Bedeutung hat die Zeit für Ereignisse?Sind absolute Maße wichtiger als Relationen?

Wohlgemerkt, der Diskurs läuft auf einer halbwegs wissenschaftlichen Basis seit rund 500 Jahren, die Fragestellung ist so alt wie die Menschheit und wird diese wohl bis zum Untergang begleiten.

Der Vorteil dieser Charts liegt vor allem darin, auf diese Fragestellung zu verweisen.Ihr größter Nachteil besteht in dem Fakt, dass Menschen in der Zeit agieren, die uns astronomisch und biologisch vorgegeben wird. Auch die börslichen Preise haben eine absolute Komponente.

Am weitesten verbreitet sind reine Liniencharts, Candlesticks und OHLCs, die Equivolume Charts werden sich vermutlich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten durchsetzen.

Wer sollte welche Chartdarstellungen kennen?

Anfänger sollten drei Darstellungen kennen und beherrschen: Liniencharts, Candlesticks und ansatzweise den Equivolume Chart.

Mit diesen Chartdarstellungen ist man für den Handel mit Binären Optionen bereits gut gerüstet.

Fortgeschrittene sollten den Point & Figure Chart als Gut-zu-wissen-Information in seinen Grundzügen verstanden haben.

Sie sind auf der Suche nach einem guten Broker?

Unsere aktuellen Empfehlungen:

BDSwiss Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
IQ Option Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 10 €
Wertung:
24option Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 250 €
Wertung: