Gleitender Durchschnitt

Der Gleitende Durchschnitt ist auch für Binäre Optionen ein elementarer Bestandteil der technischen Analyse.

Ein gleitender Mittelwert glättet Zeit- beziehungsweise Datenreihen. Diese Glättung erfolgt auf mathematischem Wege, indem höhere Frequenzanteile entfernt werden und im Ergebnis eine neue Datenpunktmenge entsteht, die sich aus den Mittelwerten der Untermengen aus der ursprünglichen Datenpunktmenge ergibt.

Mit einem gleitenden Durchschnitt (GD oder MA = Moving Average) lässt sich ein Börsentrend sehr gut aufzeigen, er wird daher als einfacher oder exponentieller gleitender Mittelwert angegeben (SMA oder EMA).

Gleitende Durchschnitte oder Mittelwerte werden bei allem möglichen statistischen Berechnungen schon lange angewendet, die technische Analyse von Börsenkursen hat sie nur übernommen.

Als wesentlich für die Entstehung von GDs gilt die Gewichtung der einzelnen Datenpunkte, für die es unterschiedliche Konzepte gibt. Ein Beispiel liefert der linear gewichtete gleitende Mittelwert (LWMA für linear-weighted moving-average), bei dem den Datenpunkten linear zunehmende Gewichte zugeordnet werden.

Je näher ein Datenpunkt am aktuellen Zeitpunkt liegt, desto höher wird sein Gewicht in der Berechnung. Das bezieht sich immer auf vergangene Datenpunkte und kann auch für die Prognose übernommen werden. Man würde also den prognostischen Gehalt umso mehr aufweichen, je weiter der GD in die Zukunft fortgeschrieben wird. Bei exponentiell geglätteten Mittelwerten nehmen die Gewichte der Datenpunkte mit ihrer Entfernung vom aktuellen Zeitpunkt exponentiell ab, was eine stärkere Glättung bewirkt.

Grundsätzliche Aussage

Grundsätzlich gleitet der Trend innerhalb seines gleitenden Durchschnitts und bricht, wenn er diesen verlässt. Dabei entstehen Kauf- und Verkaufssignale, auch werden Stopplosses an den gleitenden Durchschnitt angepasst.

Analysten erkennen am GD (MA) den Durchschnittskurs eines Wertpapiers auf einen Blick, wobei mit steigender Periodenzahl beziehungsweise Zeitdauer der GD immer glatter werden muss. Das macht das Bild klarer und lässt Trends besser erkennen, kann aber zum Fehlschluss führen, der Trend müsse sich nun auf diese Weise fortsetzen.

Moving Average Beispiel

Im Beispiel wird der 50-tägige Moving Average verwendet.Stockcharts

Es werden heute durch Börsentools unterschiedlichste GDs berechnet, 38, 50, 100 und 200 Tage gelten als Standards. Trader können mit den Tools moderner Analyseprogramme beliebige gleitende Durchschnitte je nach ihrem persönlichen Zeithorizont einstellen. Sie erkennen damit – das ist die grundsätzliche Aussage – den vorherrschenden Trend im betrachteten Periodenzeitraum.

Einsatzgebiete des Gleitenden Durchschnitts

Ein wichtiges Einsatzgebiet von GDs ist die Feststellung, ob ein Trend intakt ist. Das funktioniert praktisch in jedem Zeitfenster und theoretisch – wenn das Börsentool diese Berechnung vornimmt – sogar auf Stunden- oder Minutenbasis.

Eine mögliche Abweichung, die einen Trendbruch bedeuten könnte, erkennen die Trader an einer überproportionalen Verbreiterung des gleitenden Durchschnitts, die wie eine erhöhte Volatilität wirkt, in Wahrheit aber meist ein Verlassen des GDs und damit einen Trendbruch bedeutet.

An solchen Stellen können Trader Kauf- und Verkaufsstopps setzen. Ein zweites Einsatzgebiet ist das Setzen von Zielmarken für einen Take Profit, wobei im Aktienbereich sehr gern der GD 200 genutzt wird. Dieser wird fortgezeichnet, der Trader kann dann erkennen, wo der Kurs eigentlich hinführen müsste. Für einzelne Positionen kann dort ein Verkaufslimit platziert werden. Kurse über dem GD müssen als bullisch, diejenigen darunter als bärisch gelten.

Stärken und Schwächen

Nicht nur an der Börse, auch bei sonstigen Datenreihen bringt jeder gleitende Durchschnitt dieselben Stärken und Schwächen mit. Er zeigt Trends auf und ermöglicht durch sein Fortzeichnen prinzipiell eine Prognose, das ist seine Stärke.

Seine Schwäche besteht in der möglichen Fehlinterpretation, denn der gleitende Durchschnitt errechnet sich aus Daten der Vergangenheit. Dass er sich fortsetzt, ist reine Spekulation – jedenfalls was das Börsengeschehen angeht.

Das kann in anderen Bereichen etwa der Physik durchaus anders sein, doch an der Börse sei vor einer Trendprognose per GD gewarnt.

 Fazit zum Gleitenden Durchschnitt bei Binären Optionen

Der gleitende Durchschnitt bildet die Basis vieler Indikatoren und ist daher auch für Trader von Binären Optionen unverzichtbar für die technische Analyse.

Trader, welche diese Linien immer auf dem Chart haben, machen nichts verkehrt. Er ist aber nur eine Stütze und eine statistische Aussage für die Vergangenheit, für Spekulationen ist er eher wenig geeignet.

Als Ergänzung eignen sich MACD sowie der RSI Indikator.

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