Flagge & Bärenflagge

Sind Flagge & Bärenflagge für Binäre Optionen geeignet?

Eine Flagge hängt am Fahnenmast und ist daher gut zu erkennen. Es gibt sie im Aufwärtstrend als bullishe Flagge und im Abwärtstrend als bearishe Flagge.

Die Chartformation Flagge erklärt

Wichtig: Die Flagge hängt entgegen der vorherrschenden Trendrichtung. Trader von Binären Optionen, die schon eine Weile die Kurse beobachten, haben dieses Bild auf jeden Fall schon einmal gesehen.

Ein aufwärtsgerichteter, großer und einzelner Stab wird plötzlich rechts von kleinen Abwärtsstäben in einem Mini-Trendkanal gesäumt, die am Stab herabhängen wie die Flagge am Mast.

→ Das Spiegelbild wäre die Bärenflagge. Wenn der Kurs sich anschließend nach klassischer Chartlehre verhält, setzt sich nach der Flagge der vorherige Haupttrend fort.

Entstehung einer Flagge und Bärenflagge

Flaggen bilden sich nach Ausbrüchen in die jeweilige Richtung. Diese Ausbrüche finden in der Regel im Rahmen eines vorherrschenden Trendgeschehens statt, jedoch können nach dem Ausbruch einige Händler nicht an die Trendfortsetzung glauben oder waren schon davor mit Kauflimits in die Gegenrichtung positioniert.

Das dürfte sogar der häufigere Fall sein, weil sich eine Flagge nach einem Ausbruch recht schnell bilden kann, zu schnell für Kaufentscheidungen von Händlern.

Die in Trendrichtung liegenden Positionen werden zudem häufig ausgestoppt, weil viele vom Ausbruch begeisterte Händler ihre Gewinnstopps nachziehen. Der antizyklische Einstieg in die Gegenrichtung erfolgt fortwährend inklusive häufigen Ausstoppens, daher bildet sich dieser typische kleine Trendkanal mit vielen Minibewegungen als Flagge. Insgesamt gilt eine Flagge den besonnenen Investoren als Verschnaufpause in Trendrichtung.

Erfahrene Trader erwarten praktisch nach jedem explosiven Ausbruch nach oben oder unten eine Flagge oder Bärenflagge, sie folgen daher mit ihren Gewinnstopps maximal bis zur Hälfte der aufgelaufenen Gewinne. Wenn sich die Flagge im oberen Drittel bildet und über der Hälfte des Ausbruchs endet – das gilt als wichtiges charttechnisches Signal für die Trendfortsetzung -, dann werden die Gewinnstopps nicht gefährdet. Wenn es nur solche besonnenen Händler gäbe, würde sich vielleicht gar keine Flagge bilden, doch viele Marktteilnehmer vertreten gänzlich unterschiedliche Auffassungen.

Beispielsweise handeln einige Trader konsequent antizyklisch und kaufen stets entgegen dem Kursgeschehen nach, wobei sie sich mit dem Kurs per Hedge absichern. Solche Aktivitäten verursachen unter anderem die Flagge und die Bärenflagge. Eine Flagge gilt als sehr aussagekräftig, wenn sie relativ flach und ideal verläuft, also nicht zu stark hängt und nicht zu sehr ausfranst. Sollte das geschehen, droht ein Reversal. Die Flagge kann in so einem Fall auch kurz und breit ausfallen, das kündigt sehr oft den Trendbruch an.

Es gibt darüber hinaus die Lehrmeinung, eine steile, also stark hängende Flagge kündige einen umso heftigeren Ausbruch erneut in Trendrichtung an. Das mag gelegentlich geschehen, sollte aber nicht als Lehrmeinung publiziert werden, denn das Gegenteil ist häufiger der Fall: Wenn die Flagge im Aufwärtstrend vollendet ist und als Bild eingerahmt werden kann, dann bedeutet ein Durchbrechen ihrer Unterkante einen Trendbruch.

Identifizierung und Handelsempfehlungen

Die Flagge in sich sieht aus wie ein abwärts (Bullenflagge) oder aufwärts (Bärenflagge) gerichteter Minitrend mit Begrenzungen durch parallele Linien. Es handelt sich um eine Tertiärformation als Konsolidierung, die den Haupttrend bestätigt. Im Zeitgeschehen nimmt die Flagge nur einen kurzen Raum ein. Im Intraday-Trends könnten das 30 bis 120 Minuten sein, im Monatstrend bis zu drei Tage, im Jahrestrend wenige Wochen.

Innerhalb einer Flagge kann der Umsatz zurückgehen, das ist aber nicht zwingend. Der nachfolgende Ausbruch wird allerdings durch hohe Umsätze unterstützt. Besonders im Aufwärtstrend belegt die Höhe der Umsätze die Aussagekraft der Flagge.

Bei einer echten Flagge können Trader mit einem Kaufstopp antizyklisch dem Trendkanal dieser Flagge folgen. Im Aufwärtstrend würde der Kaufstopp für eine Call-Position Stab für Stab dem Abwärtstrend der Flagge nachgezogen, im Abwärtstrend geschieht das Gegenteil mit Put-Positionen, die nach oben dem Flaggentrend nachgezogen werden.

Wer in Trendrichtung investiert ist, setzt seine Gewinn- oder Verlustbegrenzungsstopps knapp unter die Hälfte der Strecke, die den „Fahnenmast“ bildet. Eine Idealflagge erreicht fast immer die Hälfte dieses Fahnenmastes.

 Fazit zu Flagge & Bärenflagge bei Binären Optionen

Die Flagge ist immer noch in fast allen Märkten und auf allen Zeitebenen zu beobachten und gilt nach wie vor auch im Bereich des Handels mit Binären Optionen als aussagekräftiges Signal.

→ Bei sensiblem Umgang mit den Stopp-Positionen können Trader hieraus daher gute Gewinne generieren.

Weitere interessante Chartformationen sind Diamant, Keil, Untertasse und umgekehrte Untertasse.

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