EUR/CHF mit Binären Optionen traden

Euro gegen Schweizer Franken spielt bei Binären Optionen eine wichtige Rolle. Was ist zu beachten?

Das Währungspaar EUR/CHF (WKN: 965407 / ISIN: EU0009654078 / Euro gegen den Schweizer Franken) zählt neben EUR/USD und EUR/GBP zu den großen Majorpaarungen und wird seit der Einführung des Euro als Buchgeld im Januar 1999 börslich gehandelt und notiert.

Die Paarung gilt als liquide und gut handelbar, jedoch ist zu beachten, dass die Schweizer Nationalbank SNB im September 2011 den Mindestkurs zwischen Euro und Schweizer Franken auf 1,20 Franken für einen Euro festlegte. Sollte dieser Betrag unterschritten, also der Franken teurer gegen den Euro werden, interveniert die SNB. Vorausgegangen war im Verlauf des Jahres 2011 eine zeitweilige Parität zwischen beiden Währungen, der Franken war so teuer wie der Euro.

Die Ursache ergab sich aus der Eurokrise. Die Währungsparität beeinträchtigte ganz erheblich den Handel zwischen der Schweiz und dem Euroraum, weil sie Schweizer Exporte enorm verteuerte. Immer noch ist die Schweizer Währung eigentlich sehr stark, sie wird nun künstlich etwas billiger gehalten und bewegt sich daher seit September 2011 in einer sehr engen Range zwischen etwa 1,20 bis 1,25 Franken für einen Euro. Große Bewegungen finden außerhalb dieser Range nicht statt.

Zum Vergleich: Noch im Jahr 2009 stand der Kurs zeitweilig bei knapp 1,54 Franken für einen Euro. Wer sich nun den Jahreskurs anschaut, sieht durchaus eine hübsche Bewegung seit Juli 2013 bis heute (Mitte Juli 2014) von 1,24 auf 1,21, doch das ist bei Währungen wirklich marginal. Interessant wäre in diesem Zusammenhang, ob es Angebote gibt, diese Mikrobewegungen mit Binären Optionen zu traden (es gibt sie).

Die Rolle des Schweizer Franken

Trader finden den Schweizer Franken in seinen Paarungen gegen die anderen großen Währungen schon immer interessant, weil es sich um eine begehrte Anlagewährung mit flexiblem Wechselkurs handelt, die zudem ganz ungemein von der stabilen schweizerischen Volkswirtschaft profitiert. Franken werden seit mehr als einem Jahrhundert als Krisenwährung ähnlich dem Gold überall auf der Welt gehortet.

Am liebsten eröffnen Unternehmen, Staaten, auch Steuerflüchtlinge und Diktatoren gleich ein Konto in der Schweiz und in Schweizer Franken. Die politische und wirtschaftliche Stabilität der neutralen Schweiz wird überall auf der Welt ganz ungemein geschätzt, das verhalf dem Schweizer Franken zu seinem Status als Anlagewährung. In Krisenzeiten bewies sich immer wieder, wie berechtigt diese Auffassung war, denn bei wirtschaftlichen und politischen Katastrophen flüchteten Investoren sehr gern in den Schweizer Franken, der natürlich den Gegenwert der Schweizer Wirtschaft repräsentiert, daher limitiert sein muss und durch die enorme Nachfrage einem starken Aufwertungsdruck unterliegt.

Das geschah zuletzt im Zuge der Eurokrise ab dem Frühjahr 2010, zu der sich im selben Zeitraum noch die Schuldenproblematik der USA gesellte. Zwischen Mai 2010 bis August 2011 stieg der Kurs des Schweizer Franken gegenüber dem Euro um 30 % und gegenüber dem Dollar um 25 %, was die Schweizerische Nationalbank stoppen musste. In der Schweiz mit ihren niedrigen Zinsen bestand (und besteht) das Risiko einer Deflation.

Zunächst steuerte die SNB mit Quantitative Easing gegen, kaufte also massenhaft ausländische Anleihen auf, dann zog sie mit der Festlegung einer Untergrenze von 1,20 gegen den Euro die Notbremse. Gegenüber dem Dollar oder anderen Währungen gibt es diese Grenze übrigens per Dekret nicht, sie wird aber automatisch an ähnlicher Stelle durch das Währungsverhältnis der anderen Majors gegeneinander gezogen.

Nur gegenüber dem Euro ließ die SNB in einem Statement vom September 2011 unmissverständlich verlauten, dass sie bereit sei, „unbeschränkt und zeitlich unbegrenzt“ Devisen zu kaufen, um den Schweizer Franken bei der Untergrenze von 1,20 gegen den Euro zu halten.

Binäre Optionen auf EUR/CHF handeln

Langfristige Aussichten im Währungsverhältnis EUR/CHF bestehen praktisch nicht. Trader können den Kurzfristchart betrachten und in Tages-, Wochen- und bestenfalls Monatskursen nach Minitrends und kleinen Ausbrüchen fahnden. Binäre Optionen entfalten hier Vorzüge gegenüber anderen Derivaten, die von der Kursentwicklung 1:1 partizipieren und in denen sich naturgemäß nicht viel tut.

Für CFD- oder Knock-out-Trader ist das Paar EUR/CHF seit Ende 2011 im Prinzip gänzlich uninteressant geworden. Eine Binäre Option jedoch gewinnt auch bei einem minimalen Unterschied ihre 80 – 90 % als Call- oder Put-Option.

Ob sich Range- und Touch-Optionen lohnen, hängt wie immer von den Grenzen ab, die der Broker hierfür setzt.

 Fazit zu EUR/CHF bei Binären Optionen

Bei den kleinen Bewegungen wären vielleicht Trends im Wochenbereich gut auszumachen, was eine Gelegenheit sein kann, Binäre Optionen hierfür einzusetzen.

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