DAX 30 mit Binären Optionen handeln

Know-how zum Deutschen Aktienindex. Wie gut eignet sich der DAX für Binäre Optionen?

Der DAX 30 ist der deutsche Leitindex, in ihm sind die Aktien der 30 umsatzstärksten und größten deutschen Unternehmen gelistet.

Die Bewertung erfolgt aufgrund des Orderbuchumsatzes und der Streubesitz-Marktkapitalisierung, sie wird mindestens einmal jährlich (im September) und bei außergewöhnlichen Entwicklungen auch in den Zwischenquartalen vorgenommen, wobei Unternehmen aus dem DAX ausscheiden oder neu aufgenommen werden können.

Da der DAX 30 als Kurs- und Performance-Index dargestellt wird und im internationalen Vergleich relativ wenige und auch noch recht unterschiedliche Unternehmen führt, ist er oft von einer hohen Volatilität auf allen Zeitebenen geprägt. Daher gilt er für Binäre Optionen Trader auch in kürzesten Zeiträumen – sprich im Sekundenbereich – als gut handelbar.

Über den DAX 30

Den DAX 30 gibt es seit dem Sommer 1988, er sollte vorherige Indizes ergänzen und stieg dann zum Leitindex auf. Der Vorläufer des DAX war der Index der deutschen Börsen-Zeitung, der erstmals 1959 nach dem Vorbild des Dow Jones publiziert worden war. Den DAX normierte man nach seiner Einführung auf einen Indexstand von 1.000 Punkten für den 31.12.1987.

Von Anfang an wurde er sowohl als Performance- als auch als Kursindex publiziert. Bei einem Performance-Index erfolgt die Reinvestition von Dividenden, beim Kursindex nicht. Daher können sich beide Kurse unterscheiden, wobei in der Betrachtung und Darstellung sowie in der Ableitung von Derivaten der Performance-Index absolut dominiert.

Um den Index zu berechnen, wendet die publizierende Deutsche Börse eine Indexformel nach Étienne Laspeyres an, die Aktienkurse nach bestimmten Kriterien gewichtet und dabei die Marktkapitalisierung des Streubesitzes außerhalb der Hauptanteilseigner (Anteil über fünf Prozent) berücksichtigt.

Dieses wenig bekannte Merkmal ist einer der Gründe für die hohe Volatilität und unerwartete Kurssprünge des DAX´, ein weiterer Grund ist die Ableitung äußerst vieler Derivate, deren Trading den DAX-Kurs beeinflusst. Zum Vergleich: Auf den Dow Jones gibt es 8.887 börslich publizierte Hebelprodukte (Optionsscheine und Knock-outs, aber keine CFDs und keine Binären Optionen), beim DAX 30 sind es insgesamt 81.457 Hebelprodukte, davon allein 31.359 Knock-outs, die den Handel absolut dominieren.

Alle Zahlen stammen von Mitte Juli 2014. Der Öffentlichkeit, auch vermeintlichen Fach-Publizisten, ist der Einfluss gerade des Knock-out-Tradings auf den DAX wenig bekannt, es dürfte nach Schätzungen zeitweise um 70 – 80 % der auf den DAX Performance-Index getätigten Umsätze ausmachen. Knock-outs sind eine deutsche Erfindung des Jahres 2003, sie werden nirgendwo so komfortabel abgeleitet wie auf den DAX, nämlich mit exakt einem Cent pro DAX-Punkt.

Auch der Eigenhandel der Banken findet vorwiegend über Knock-outs statt, der beispielsweise zum Milliardenverlust der französischen Bank Société Générale im Jahre 2008 durch den Trader Jérôme Kerviel führte, der die Risikobegrenzung seines Eigenhandels durch einen eigenen Computerhack überwunden und sich mit Knock-outs auf den deutschen DAX verspekuliert hatte.

Dieser Vorfall zeigt exemplarisch auf, welche Umsätze mit Knock-outs getätigt werden, Kerviel setzte sie zeitweise im Umfang von 50 Milliarden Euro auf den DAX.

Da diese Derivate einen Hebel – je nach Ausgangspreis – von etwa 1:50 bis 1:300 aufweisen (am beliebtesten ist der Hebel um 1:100), bewirken sie unglaublich volatile Schwankungen. Diese Schwankungen können Trader von Binären Optionen für sich ausnutzen.

Binäre Optionen auf den DAX 30 handeln

Der DAX 30 weist im Sommer 2014 die interessantesten Muster im Verlauf von fünf Tagen bis drei Monaten auf. Diesen Zeithorizont können Trader von Binären Optionen einnehmen, wobei ihnen das Stunden-, Minuten- und auch Sekundentrading unbenommen bleibt.

Bezüglich des Tradings mit 30- und 60-Sekunden-Optionen ist zu beachten, dass der DAX durchaus über einige Minuten stillstehen kann, aber nur in Phasen eines geringen Momentums und einer geringeren Volatilität.

Das ist an den entsprechenden Handelstagen schon von vornherein feststellbar. Im Wochen- und Quartalsbereich sowie intraday bildet der DAX bestimmte Kursmuster, die aber nicht mit der herkömmlichen Charttechnik zu erklären sind. Trader müssen sich hier ihrem Handelshorizont entsprechend ein eigenes Bild machen.

Handeln können sie alles, also Call- /Put, Range– und Touch-Optionen, gern auch mit einem etwas längerfristigen Horizont und zwischenzeitlichen kurzfristigen Hedges in die Gegenrichtung.

Fazit zum DAX 30 bei Binären Optionen

Der DAX 30 ist sicher einer der interessantesten Werte auch für Binäre Optionen.

Trader müssen aber einen eigenen, unkonventionellen Handelsstil finden, der zu ihnen passt.

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