Constant Volume Bar Chart

Constant Volume Bar Charts sind eher unbekannt - doch Experten wissen Vorteile bei Binären Optionen zu schätzen.

Der Constant Volume-Bar Chart verbindet statt der festen Zeiteinheiten gleiche Volumeneinheiten miteinander. Wir erklären euch, wie man den Constant Volume Bar Chart richtig liest und was geeignete Indikatoren sind.

Nur Bars mit gleichem Volumen werden miteinander verbunden. Dieser unkonventionelle Ansatz ist in den 1990er Jahren entstanden, weil er analytische Vorteile generiert und ist für den Handel mit Binären Optionen eine sinnvolle Alternative.

Aufbau der Constant Volume Bar Charts

In der Chartdarstellung sind ausschließlich Bars mit gleichem Volumen zu entdecken, die miteinander verbunden sind. Um diese Darstellung zu erzielen, müssen Trader zunächst dasjenige Handelsvolumen wählen, das für die jeweilige Darstellung am relevantesten erscheint. Hierzu wählen Trader zunächst die für sie wichtige Zeiteinheit aus.

Beim Daytrading also ein Tag, der in 30- oder 15-Minuten-Abschnitte unterteilt wird (beliebig, es könnten auch 60- oder 10-Minuten-Abschnitte sein), beim Positionstrading könnte es ein Einmonats-, Dreimonats- oder Jahreschart sein, der in Tagesperioden unterteilt wird (beim Jahreschart auch Wochen). Von diesen Perioden wählt der Trader das relevanteste Volumen, lässt das Programm nur die Bars mit diesem (annähernden) Volumen zeichnen und anschließend zu einem Kursverlauf verbinden.

Die Zeitabschnitte dazwischen spielen keine Rolle, auch wenn sie auf der X-Achse dargestellt werden. Bars, die nicht dem Volumen der gewählten Constant Volume Bar Charts entsprechen, werden vernachlässigt.

Wie ist die Aussagekraft zu bewerten?

Der Constant Volume Bar Chart gewinnt seine Aussage aus den relevanten Ereignissen, das sind die Handelsaktivitäten mit hohem Volumen. Die linear verlaufende Zeit wird in (fast) allen anderen Chartdarstellungen überbetont bis hin zu der Aussage, dass bestimmte Kurslinien auf der Zeitachse am Tag X beim Punkt Y zusammentreffen müssen, was allzu oft fehlschlägt.

Bekannt ist hingegen spätestens seit Mandelbrot, dass die Zeit an der Börse gedehnt und gestaucht wird, was erfahrene Trader aus ihrer Praxis kennen. Lange, ereignislose Phasen wechseln sich mit überstürzendem Geschehen ab, sodass die Zeit oft irrelevant erscheint.

Constant Volume Bar Chart.

Beispiel für Constant Volume Chart.

Daher fokussiert der Constant Volume Bar Chart auf das Volumen und nicht auf die Zeit. Auch das internationale Geschehen spricht für so eine Auffassung, denn die Geschehnisse in Übersee beeinflussen natürlich die einheimischen Märkte, finden aber durch die Zeitverschiebung in anderen menschlichen Aktivitätsphasen statt. Durch das Verbinden volumenstarker Phasen im Constant Volume Bar Chart fußt die Chartanalyse auf den durch das Volumen messbaren Ereignissen und nicht auf reinen Zeitabschnitten.

Ableitungen aus den Constant Volume Bar Charts

Die Analysen aus den Constant Volume Bar Charts fallen relativ exakt aus, weil die Ereignisse mit hohen Aktivitäten, die letztlich das Kursgeschehen beeinflussen, sofort abzulesen sind. Wenn sich ein Trend auf Volumenbasis entwickelt, sich aber bislang noch wenig im Preis niederschlägt, wird der Constant Volume Bar Chart das aufzeigen.

Die sonst üblichen Volumenindikatoren wie Aroon Up and Down, Chaikin Money Flow oder On Balance Volume müssen nicht mehr einbezogen werden, weil der Constant Volume Bar Charts das Volumen im Chart schon darstellt, was den Komfort erhöht.

Welche Einsatzzwecke sind sinnvoll?

Der Constant Volume Bar Chart lässt sich in Trendmärkten am besten einsetzen, die ihre Richtung durch Handelsaktivitäten mit einem relativ gleichmäßigen Volumen erhalten. Das könnte ein Aktienmarkt sein, in den etwa täglich zur Börseneröffnung große Investoren ihr Kapital fließen lassen.

→ Das wäre ein gutes Beispiel für den Constant Volume Bar Chart, der daher im Intradaygeschehen wohl weniger wirkungsvoll funktioniert.

Stärken und Schwächen von Constant Volume Bar Charts

Die generelle Stärke ist der Fokus auf relevante Ereignisse mit einheitlichem Volumen. Der Constant Volume Bar Charts führt daher zu einer Glättung der eigenen Handelsaktivitäten, Trader geraten viel weniger in Versuchung, jede Mini-Bewegung ausdeuten und handeln zu wollen.

Diesem Vorteil stehen mehrere Nachteile gegenüber. Zunächst einmal wirkt der wegfallende Zeitfaktor für die biologische Uhr des Menschen sehr kontraproduktiv, da wir in der Zeit agieren. Das lässt sich jedoch durch Disziplin, Vernunft und/oder Expert Advisors (automatische Handelsprogramme) austarieren.

Zwei andere Nachteile wiegen schwerer: Erstens kann man über diesen Handelsansatz aus mehreren Gründen streiten, denn in illiquiden Märkten werden Preis-Peaks sowohl nach oben als auch nach unten durchaus nicht von hohen Volumina begleitet, es gibt jedenfalls keinen nachweisbaren Zusammenhang.

Zweitens können umgekehrt aufgrund von fundamentalen Ereignissen immer wieder plötzliche hohe Volumenaktivitäten entstehen, welche das Bild verzerren würden.

 Fazit zum Constant Volume Bar Chart

Der unkonventionelle Handelsansatz ist bis heute unkonventionell geblieben, er dürfte eher als beigemischte Betrachtung dienen. Klassische Chartdarstellungen vernachlässigen ihn bislang.

So lässt sich mit dem Einsatz des Constant Volume Bar Charts bei Binären Optionen mitutner der entscheidende Unterschied ausmachen.

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