Asset or Nothing Optionen

Asset or Nothing Optionen sind ähnlich der Cash or Nothing Optionen - mit einem wesentlichen Unterschied.

Asset-or-Nothing-Optionen gehören zu den Binären Optionen, jedoch nehmen sie die Gewinnausschüttung kursabhängig vor.

Das ist ein großer Unterschied zu den Cash-or-Nothing-Optionen und gleicht eher klassischen Derivaten.

Binäre Put Call Asset or nothing Optionen erklärt

Auch bei der Asset-or-nothing Option gibt es nur zwei mögliche Ausgänge.

Natürlich könnten die Trader nun auf diese Derivate ausweichen, ehe sie Asset-or-Nothing-Optionen einsetzen, jedoch bieten die Binäre Optionen Broker diese Form an, um ihren Tradern eine Variante mit stufenlos fließenden Gewinnen oder Verlusten nicht vorzuenthalten.

Entstehung und Herkunft der Asset or Nothing Option

Schon seit der Entwicklung von Binären Optionen und deren Zulassung für Privatanleger ab 2008 war deren Grenze klar: Viele Trader möchten zwar auf komfortable Weise eine Binäre Option buchen, eventuell sogar vom Smartphone aus, sie schätzen sehr diese unkomplizierte Anlage.

Allerdings möchten sie bei einer im Gewinn liegenden Option nicht darauf verzichten, vielleicht etwas mehr Gewinn zu erhalten, wenn dieser wirklich besonders hoch ausgefallen ist. Das ist mit den herkömmlichen Binären Optionen nicht möglich, deren Gewinne sind von vornherein festgelegt.

Es gibt nur alles oder nichts, den vorab geplanten Gewinn von beispielsweise 75 bis 85 Prozent bei Call- und Put-Optionen oder eben einen Totalverlust beziehungsweise eine Mini-Rückzahlung von 10 bis 15 Prozent. Die Asset-or-Nothing-Optionen schütten nun den Gewinn abhängig vom Kurs des Basiswertes aus, der Gewinn kann also klein ausfallen (10 bis 50 Prozent) oder auch sehr groß (weit über 100 Prozent).

Es ist stufenlos alles möglich. Entwickelt wurde diese Form von einigen Brokern ab 2011, um etwas mehr Gerechtigkeit in das System zu bringen. Längst nicht alle Binäre Optionen Broker bieten Asset-or-Nothing-Optionen an.

Wie funktioniert die Asset-or-Nothing Option?

Bei Asset-or-Nothing-Optionen gibt es ausdrücklich kein Stopplossmanagement, insofern unterscheiden sie sich von klassischen Derivaten und bleiben Binäre Optionen. Wenn das angedachte Ereignis, etwa ein Steigen oder Fallen des Kurses, nicht eingetroffen ist, verfallen die Optionen wertlos oder generieren die kleine Rückzahlung zwischen 10 bis 15 Prozent (brokerabhängig).

Wenn jedoch das Gewinnereignis eingetreten ist, wird der Gewinn abhängig vom Kurs des Underlyings ausgezahlt. Das rechnet der Broker aus, der Trader muss sich hierüber keine Gedanken machen. Er wartet auf den Ablauf der Option, die natürlich wie andere Binäre Optionen ebenfalls mit einem Early Closure (vorzeitigem Schließen) oder einem Roll-over (Verlängern) ausgestattet sein kann.

Die Verluste oder Gewinne kann der Trader ausdrücklich nicht per Stopplossmanagement begrenzen. Das generiert bei Asset-or-Nothing-Optionen Vor- und Nachteile, jedoch setzen die Trader, die so eine Optionart bei einem Binäre Optionen Broker wählen, ausdrücklich auf den Payoff, also die Gewinnausschüttung abhängig vom Kurs des Underlyings. Trader können daher nicht wie bei den anderen Binären Optionen mit einer festen Rendite rechnen.

Unter Umständen fällt die Rendite aber wesentlich höher aus als bei einer klassischen Binären Cash-or-Nothing-Option. Um eine Asset-or-Nothing-Option zu buchen, wählt der Anleger wie immer einen Basiswert aus, der im Falle der Asset-or-Nothing-Optionen als „Aktivposten“ bezeichnet wird.

Einige Broker bezeichnen daher Asset-or-Nothing-Optionen als „Aktivposten oder Nichts“ Optionen. Der Basiswert wird eine Aktie, ein Index, ein Währungspaar oder ein Rohstoff sein. Danach setzt der Anleger auf Call (steigender Kurs) oder Put (fallender Kurs) und wählt eine Ablaufzeit. Nun heißt es wie bei jeder Binären Option, den Ablauf abzuwarten.

Sinnvolle Einsatzgebiete von Asset or Nothing Optionen

Asset-or-Nothing-Optionen können wie beschrieben im Bereich der klassischen Underlyings Indizes, Aktien, Rohstoffe und Währungen eingesetzt werden, sie dürften von erfahrenen Tradern präferiert werden, die aus dem klassischen Derivatehandel kommen.

Die High Yields von Touch-Optionen entfallen bei Asset-or-Nothing-Optionen zwar, jedoch könnte der Gewinn viel höher als bei klassischen Binären Call- und Put-Optionen ausfallen und Größenordnungen von High Yields (ab etwa 120 % bis 700 %) nahekommen.

Stärken und Schwächen

Zu den unzweifelhaften Stärken von Asset-or-Nothing-Optionen gehört, dass sie etwas mehr Gerechtigkeit in die Anlage mit Binären Optionen bringen, indem sie höhere, aber auch niedrigere Gewinne als nur per Vorab-Festlegung ausschütten. Die eindeutige Festlegung eines Gewinns beispielsweise von 75 Prozent bei einer klassischen Binären Call- oder Put-Option muss irreal wirken, denn in der Praxis mit klassischen Derivaten kommen solche Gewinne eher selten vor.

Man könnte deshalb denken, sie bevorzugen die Trader, jedoch verführen sie unter Umständen auch zu einem etwas fahrlässigen Money-Management. Allerdings könnten Asset-or-Nothing-Optionen zuungunsten des Traders ausfallen, wenn ihre Gewinne regelmäßig etwas niedriger notieren, gleichzeitig aber keine Verlustbegrenzung möglich ist. Das wirkt sicher aus Sicht vieler Trader ungerecht, die daher die Asset-or-Nothing-Optionen eher meiden.

 Fazit zu Asset or Nothing Optionen

Trader können sich dieses interessante Instrument einmal anschauen und in kleinen Größenordnungen als Beimischung verwenden. Sicherlich gehört etwas Erfahrung dazu, um mit Asset-or-Nothing-Optionen profitabel zu arbeiten.

Ebenfalls einen Blick wert sind die Handelsarten Range Optionen, Pair Trading sowie der Option Builder.

Sie sind auf der Suche nach einem guten Broker für Binäre Optionen?

Unsere aktuellen Empfehlungen:

BDSwiss Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 100 €
Wertung:
IQ Option Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 10 €
Wertung:
Binary.com Erfahrungen
MindesteinzahlungMin. Einzahlung 5 €
Wertung: