Aroon Up and Down

Der Aroon Up and Down Chartindikator kann sich bei Binären Optionen als hilfreiches Werkzeug erweisen.

Der Aroon Up and Down stammt aus den 1990er Jahren und stellt fest, ob ein Wertpapier seitwärts läuft oder wie stark sein aktueller Trend ist.

Durchgesetzt hat sich der Indikator durch seine einfache, übersichtliche Darstellung mit roten und grünen Linien sowie deren Kreuzung.

Der amerikanische Trader, Analyst, Autor und Patentehalter Tushar Chande entwickelte den Aroon Up and Down im Jahr 1995 im Zuge der fortschreitenden technischen Entwicklung von Analysetools für den Finanzmarkt. Chande hält neun US-Patente und hat weitere Indikatoren entwickelt, schreibt für US-amerikanische Fachzeitschriften und hat mehrere Bücher herausgegeben.

Er ist indischer Herkunft und gab dem Aroon Up and Down einen Sanskrit-Namen: „Aroon“ bedeutet „erstes Licht in der Dämmerung“. Tushar Chande wollte damit implizieren, dass mithilfe des Indikators die Anfänge von Trends zu erkennen sind, wenn sie gerade erst aufscheinen.

Diese Intention verfolgten seit den 1990er Jahren viele Indikatorenentwickler, die an den bis dato bekannten Indikatoren bemängelten, dass diese der Kursentwicklung stets nachlaufen.

Was ist die grundsätzliche Aussage des Aroon Up & Down?

Der Aroon Up and Down misst mit zwei Linien, der Up- und Down-Linie, die Tage seit dem letzten Kurshoch und -tief. Hierfür verwendet der Indikator eine Skala von 0 bis 100, wobei bei einer 14-tägigen Periodeneinstellung (Empfehlung des Entwicklers) der Wert 100 ein neues 14-Tage-Hoch (oder Tief) anzeigt.

→ Mit dieser Aussage lässt sich feststellen, ob es einen Trend gibt oder die Kurse seitwärts laufen. Eine Kreuzung der Linien hin zu einem nächsthöheren Indikatorwert kennzeichnet einen Trendbeginn in die jeweilige Richtung.

Aroon Up and Down

Beispiel: Der Trendbeginn wurde ejweils farblich markiert.Tradesignal® ist eine eingetragene Marke der Tradesignal GmbH. Nicht autorisierte Nutzung oder Missbrauch ist ausdrücklich verboten.

Wenn der Trend erhalten bleibt, muss die grüne (Aufwärtstrend) oder rote (Abwärtstrend) Linie in einem Extrembereich über dem Indikatorwert 80 verharren. Wenn beide Linien unter 80 verbleiben, läuft der Kurs seitwärts.

Das Kreuzen der Linien gibt den Trendwechsel an. Die Kontinuität eines Trends lässt sich durch die absolute Höhe des Aroon Up and Down Indikatorwertes feststellen. Stabile Trends tendieren ab dem Wert von 80 immer in Richtung 100. Damit wird aber nur die Stabilität beschrieben, nicht die relative Trendstärke. Für diese existieren Indikatoren wie der ADX.

Einsatzgebiete des Aroon Up and Down

Wer schnell identifizieren will, ob ein Trendwechsel stattfindet, nutzt den Aroon Up and Down. In modernen Expert Advisors wie dem MetaTrader 4 oder 5 gehört er zu den Standardwerkzeugen, die Positionen eingehen oder auflösen, je nachdem ob sich die beiden Indikatorlinien kreuzen, den Wert 80 übersteigen oder unter ihn zurückfallen (andere Interpretationen nehmen schon den Wert 75 als entscheidende Größe an).

Ein Überschreiten dieser Signallinien deutet auf ein ansteigendes Momentum hin, ein Unterschreiten auf das abfallende Momentum im jeweiligen Trend. Praktisch für Trader ohne einen Expert Advisor ist die sehr leichte Lesbarkeit des Indikators, sie sich auch aus seinen geordneten Bahnen ergibt.

Die Orientierung der meisten praktizierenden Trader ist lediglich am Bereich über der Signallinie ausgerichtet, alles darunter wird als Seitwärtsbewegung betrachtet.

Bei einem Indikatorwert über 80 gehen sie neue Call- oder Put-Positionen ein. Beim Unterschreiten der Signallinie handeln sie nicht beziehungsweise überprüfen bestehende Stopplosses.

 Fazit zum Aroon Up & Down bei Binären Optionen

Zu den unzweifelhaften Stärken gehört das schnelle Aufspüren und Anzeigen neuer Trends und ihrer Stabilität, das auf verschiedene Perioden bezogen werden kann. Ohne den Indikator müssten die Trader permanent zwischen verschiedenen Zeitebenen pendeln, um festzustellen, ob der Kurs ihres Underlyings neue Hochs oder Tiefs gemacht hat und den neuen Trend auch hält.

Entsprechend der Ursprungsintention ist der Aroon Up and Down wirklich relativ schnell und dazu übersichtlich, er gleicht damit ein Manko vieler anderer Indikatoren aus.

Zwei Schwächen bringt er allerdings mit: Zunächst einmal zeigt er nicht die Trendstärke an und kann daher prinzipiell nur als Zusatzwerkzeug gelten. Es gibt wohl kaum einen Trader, der erfolgreich nur mit dem Aroon Up and Down handelt.

Die zweite Schwäche ist gravierender: Wie alle Indikatoren kann auch der Aroon Up and Down nur messen, was bereits geschehen ist. Eine Antizipation ist natürlich nicht möglich.

Für die übersichtliche Unterscheidung zwischen beginnendem beziehungsweise stabilem Trend und Seitwärtsphase ist der Aroon Up and Down Indikator bestens geeignet. Trader müssen seine Grenzen allerdings anerkennen.

Es lohnt sich daher ein ergänzender Blick auf den MACD, True Strength Index (TSI), Ultiamte Oscillator sowie auf den Williams Percent Range.

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