Agricultural Prices (API Index)

Der Agrarpreis-Index (API) als Indikator für Binäre Optionen.

Die Agricultural Prices – ein Agrarpreis-Index (API) – stellen Preisveränderungen für landwirtschaftliche Erzeugnisse dar, die monatlich sowie auf Jahresbasis im Vergleich zu jeweiligen Referenzjahren publiziert werden.

Es gibt diese Indizes für einzelne Staaten und auch Wirtschaftsräume wie die EU, auf die sich die folgende Darstellung bezieht.

agricultural prices symbolfoto

Die Agricultural Prices sind ein spannender Indikator.

Agricultural Prices werden unterschieden nach den Ausgangspreisen („Hofpreisen“), welche Landwirte bei der Abnahme durch Großhändler erhalten, und nach den Eingangspreisen, die durch landwirtschaftliche Betriebe für bezogene Waren und Dienstleistungen bezahlt werden.

Erhebung und Publikation des AgrarPreis-Index

Statistisch erhoben werden Informationen über die wichtigen Kulturpflanzen wie Weizen oder Kartoffeln sowie über Tiere beziehungsweise tierische Produkte (etwa Schafe, Wolle, Kühe, Milch, Geflügel und Eier).

Die Serien unterliegen einer weiteren Differenzierung, so die Eingangsserie in Verbrauchsgüter und Investitionsgüter. Verbrauchsgüter sind in der Produktion verbrauchte Güter wie Saatgut, Dünger oder Treibstoff, Investitionsgüter zum Beispiel Landmaschinen, Melkanlagen oder Gebäude.

Im Jahr 2014 ist das Referenzjahr 2010 mit einem Indexstand von 100, alle EU-Staaten verwenden die gleiche Methodik, die in einem EU-Handbuch beschrieben wird. In den USA und anderen Staaten kann die Methodik geringfügig abweichen. Die einheitliche Methodik für alle EU-Mitgliedsstaaten ergibt sich aus der gemeinsamen EU-Agrarpolitik inklusive der Agrarsubventionen und den daraus abgeleiteten Regeln und Quotierungen.

Nur durch vereinheitlichte Methoden für den Agrarpreisindex sind die EU-weiten Preise und die Auswirkungen der EU-Agrarpolitik zu überwachen.

Dennoch bleiben regionale Unterschiede bei Agrarpreisen zwischen den Mitgliedsstaaten von großem Interesse. Über den Agricultural Prices Index, der einen Durchschnittswert repräsentiert, lassen sich Vergleiche von Preisniveaus zwischen einzelnen Mitgliedstaaten und eine Untersuchung von Vertriebskanälen vornehmen. Die Daten melden die nationalen Ministerien an EUROSTATíS, von dort erfolgt die monatliche und jährliche Publikation.

Der Zeitpunkt der jeweiligen Veröffentlichung ist:

  • 8 Wochen nach Ende eines Berichtsmonats für die Monatspreise
  • bis 31.03. des Folgejahres für relative Jahres-Preisindizes
  • bis 30.04. des Folgejahres für absolute Jahres-Preisindizes

Bedeutung der Agricultural Prices für Binäre Optionen

Die Agricultural Prices geben zunächst Auskunft darüber, wie sich die Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse im betrachteten Wirtschaftsraum für Händler und Verbraucher entwickeln, des Weiteren lässt ihre Analyse Rückschlüsse auf die Einkommen in der Landwirtschaft zu.

Wenn Agrarpreise zu sehr sinken, kann das für landwirtschaftliche Betriebe existenzbedrohend werden. Neben den großen Trends stellen die Agricultural Prices auch recht genau saisonale, sogar monatliche Schwankungen dar und können daher nach Unwetterkatastrophen oder Dürre sofort Auskunft über die nachfolgenden Preisveränderungen geben.

Auch qualitative Veränderungen von Agrargütern mit Auswirkungen auf die Agrarpreise lassen sich mittel- und langfristig ablesen, so beispielsweise die Produktion und Nachfrage von Bioprodukten.

Für das Trading etwa von Binären Optionen sind diese Preise nur bei besonderen Ereignissen interessant, zum Beispiel nach Hochwasserkatastrophen. Trader, die Optionen auf Agrargüter buchen und einige Wochen halten, könnten auf Call-Optionen für Weizen oder Mais setzen, wenn sie solche Optionen bei ihrem Broker finden.

Es gibt hierüber übrigens eine moralische Diskussion, die aber kaum jemandem etwas nützt. Die Trader können genauso gut Put-Optionen bei sehr guten Ernteaussichten buchen. Die Preise sinken dann, das freut die Verbraucher, der Trader gewinnt ebenfalls. Mit kurzen Worten: Die moralische Diskussion ist weit hergeholt.

Stärken und Schwächen des API Index

Die Agricultural Prices haben für die Landwirtschaft und periphere Wirtschaftszweige (Handel, Zulieferer) naturgemäß eine große Bedeutung, Verbraucher beachten sie kaum, weil sie auch von den Medien nur selten aufgegriffen werden. Der Index selbst weist typische Stärken und Schwächen auf.

Zu den Stärken gehört:

  • Genauigkeit: Der Agrarpreisindex gilt in seiner Berechnung als sehr genau, weil er auf einer fundierten Methodik basiert, die zudem von einer EU-Arbeitsgruppe „Agrarpreisstatistik“ bei einem jährlichen Treffen in Luxemburg geprüft und nötigenfalls überarbeitet wird.
  • Die nationalen Statistikämter und/oder Landwirtschaftsministerien zeichnen für die gelieferten Daten verantwortlich, auch von dieser Seite ist sehr große Genauigkeit zu erwarten.

Diesen Stärken stehen Schwächen gegenüber:

  • Beim Datenaustausch handelt es sich um freiwillige Vereinbarungen zwischen den Mitgliedsstaaten und Eurostat, an die sich niemand absolut umfassend halten muss. Die Grundlagen dafür wurden schon in den 1970er Jahren gelegt und seither nicht überarbeitet.
  • Der Agricultural Prices Index hängt in seiner Genauigkeit von der Frische der Daten ab. Die Meldungen aus den einzelnen Mitgliedsstaaten differieren jedoch zeitlich.

 Fazit zu Agricultural Prices (API Index) bei Binären Optionen

Dieser Index ist für auf Agrarprodukte spezialisierte Trader von Binären Optionen interessant, ansonsten handelt es sich um eine Gut-zu-wissen-Information. Nach den Datenreihen müssten Trader auch etwas mühsam suchen.

Weitere interessante Wirtschaftsindikatoren für den Handel mit Binären Optionen sind der ifo-Geschäftsklimaindex, Bruttoinlandsprodukt, Producer Price Index und Consumer Confidence Index.

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