Was sagt die Arbeitslosenquote über die Märkte aus?

10Markets äußert sich zum Indikator der Arbeitslosenquote. Was lässt sich aus dieser fundamentalen Kennzahl ablesen?

Die Arbeitslosenquote zählt zu den makroökonomischen Indikatoren wie beispielsweise auch das BIP, der Einkaufmanagerindex, der Verbraucherpreisindex und viele andere solcher Indikatoren. Unter diesen Indikatoren gilt die Arbeitslosenquote sogar als besonders bedeutsam, denn sie verweist in hohem Maße auf zwei Entwicklungen: auf die Wirtschaftsleistung des Landes und auf die Möglichkeit von Verbrauchern mit guten Jobs, zu konsumieren.

Arbeitslosenquote 2017 10Markets

Die Arbeitslosenquote ist ein makroökonomischer Indikator wie z.B. das BIP.

Deutschland, aber auch die USA und andere Staaten glänzen derzeit mit sehr niedrigen Zahlen. In Deutschland lag die Quote im April 2017 bei nur 5,8 %, noch etwas niedrigere Quoten haben beispielsweise die Niederlande, Großbritannien und Polen. Die USA meldeten eine saisonbereinigte Quote von nur 4,4 %. Es gibt aber auch Staaten wie Spanien mit einer Quote von über 18 Prozent.

Experten verweisen darauf, dass die Arbeitslosenquote ein nachlaufender Indikator ist. Sie steigt und fällt erst nach den entsprechenden wirtschaftlichen Entwicklungen, und zwar mit einem Abstand von ein bis zwei Jahren. Gerade der Inlandskonsum steigt erst mit deutlicher Verspätung nach einer verbesserten Situation auf dem Arbeitsmarkt an.

Wie können Trader den Indikator einsetzen?

Im Trading geht es bei diesem Indikator darum, seine Zahlen mit den Erwartungen von Analysten zu vergleichen. Sollte die Arbeitslosigkeit stärker als erwartet steigen, schwächelt offenbar die Konjunktur (und umgekehrt). Das hat unter anderem Auswirkungen im Forexbereich, um den es dem Broker 10Markets geht. Eine starke Wirtschaft mit sinkenden Arbeitslosenzahlen – über die Analystenerwartungen sinkend – könnte die Währung dieses Wirtschaftsraumes stärken und die Kontrawährung schwächen.

Allerdings gilt das eher wenig für das Paar EUR/USD, weil es in Europa keine homogene Wirtschaftsleistung gibt. Chancen ergäben sich aber beispielsweise beim Vergleich der Arbeitslosenentwicklung in den USA und Großbritannien, hiernach ließe sich das Paar GBP/USD ausgezeichnet handeln.