anyoption und Invest.com schließen sich zusammen

Der Binäroptionenbroker wird mit Invest.com zusammengeführt, einem Anbieter für Portfolio-Management und Tradingplattformen.

Nach einem Bericht des Portals Finance Magnates ist Invest.com die Muttergesellschaft des kombinierten Unternehmens. Der Wert der Transaktion ist bislang nicht bekannt. Synergien ergeben sich unter anderem aus dem Zusammenführen der Lizenzen beider Unternehmen. Des Weiteren übernimmt Invest.com von anyoption das Binäroptionen-Portfolio und bringt selbst seine Portfolio-Management-Services ein.

Investcom homepage June 2017

Das Portfolio von Invest.com wird mit dem Binärhandel erweitert.

Von anyoption kommt außerdem eine umfangreiche Client-Datenbank. Den Broker anyoption gibt es seit fast einem Jahrzehnt, er gehört zu den Pionieren beim Binärhandel und verfügt über eine CySEC-Lizenz, wurde aber von der zypriotischen Regulierungsbehörde seit 2016 zunehmend schärfer überwacht, was zu offenkundigen Schwierigkeiten geführt hatte. Der Broker konnte dennoch seine Geschäftstätigkeit fortführen. Er kämpfte zuletzt an mehreren Fronten, auch das israelische Call-Center musste geschlossen werden.

Warum schließen sich beide Unternehmen zusammen?

Invest.com erweitert mit dem Binärhandel sein Portfolio, anyoption strebt nach Diversifizierung. Diese wiederum wird für Binärbroker immer wichtiger, denn der Druck auf die Branche wächst. Einige prominente Anbieter mussten schon aufgeben. Das ebenfalls von der CySEC regulierte Unternehmen Invest.com kann mit einer breiten Palette an Dienstleistungen punkten, zu denen neben dem Forex- auch das CFD-Trading gehört. Zwei proprietäre Plattformen bieten viele Handelsmöglichkeiten für Einsteiger und fortgeschrittene Händler.

Das neu entstandene Unternehmen belegt mit seinem Angebot, das nunmehr Forex- und CFD-Trading sowie den Binärhandel umfasst, dass die scharfe Trennung zwischen diesen Handelsbereichen verschwindet. Schon seit etwa Mitte 2016 bieten einige Forex- und CFD-Broker auch Binäre Optionen an, Binärbroker wiederum nehmen entweder CFDs oder auch klassische Optionen in ihr Programm auf. Für die Anleger vergrößert sich dadurch die Vielfalt ihrer Handelsmöglichkeiten.